José Albert Pujols wurde am 16. Januar 1980 in Santo Domingo, Dominikanische Republik, geboren und sollte sich zu einem der größten Schlagmänner in der Geschichte des amerikanischen Baseballs entwickeln. Sein Weg von den Straßen Dominikaniens in die Ruhmeshalle des Sports ist ein Beispiel außerordentlicher Begabung, harter Arbeit und einer Beharrlichkeit, die über zwei Jahrzehnte anhielt.
Im April 2001 debütierte Pujols bei den St. Louis Cardinals in der Major League Baseball und schlug von Beginn an wie ein gestandener Profi. In seiner ersten Saison spielte er sich unmittelbar in das Gespräch der besten Hitter der Liga, was ihm die begehrte Auszeichnung als Rookie of the Year der National League einbrachte. Zusätzlich schaffte er es bei der Wahl zum wertvollsten Spieler der Saison unter die ersten fünf, ein Novum für einen Neuling in der MLB.
Am 20. Februar 2004 unterzeichnete Pujols einen mit 100 Millionen Dollar dotierten Siebenjahresvertrag mit den Cardinals, mit einer Option für ein achtes Jahr, die ihn bis 2010 an den Verein band. Die Investition war gerechtfertigt: Pujols wurde als erster Spieler in der Geschichte der Major League zu dem Ausnahmespieler, der in seinen ersten fünf Spielzeiten jeweils mehr als 30 Home Runs schlug. Diese Leistung brachte ihm 2005 erstmals die Auszeichnung als wertvollster Spieler der National League ein. In den vier vorangegangenen Jahren hatte stets Barry Bonds von den San Francisco Giants die Trophäe gewonnen, obwohl Pujols regelmäßig unter den besten fünf Spielern geführt worden war.
Im April 2006 stellte er mit 14 Home Runs in einem einzigen Monat einen neuen Major-League-Rekord auf, ein Zeichen der schieren Dominanz, mit der er die Liga beherrschte. Im Oktober desselben Jahres führte er die St. Louis Cardinals zum ersten World-Series-Titel seit 24 Jahren und zum insgesamt zehnten Titelgewinn der Franchise, ein historischer Triumph für eine der traditionsreichsten Mannschaften im amerikanischen Profisport.
Pujols' statistische Beständigkeit ist in der Geschichte der Major Leagues einzigartig. Nach der Saison 2010 hatte er als einziger Spieler überhaupt in jeder seiner zehn Profisaisonen mindestens 30 Home Runs, 100 RBIs und einen Schlagdurchschnitt von 300 erzielt, eine Kombination, die im Baseball als nahezu unerreichbar gilt.
In der Saison 2011 krönte Pujols sein Wirken in St. Louis mit einem weiteren World-Series-Triumph. In der Finalserie setzten sich die Cardinals gegen die Texas Rangers nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von 2:3 in Spielen noch 4:3 durch. Im dritten Spiel der Serie, ausgetragen in Arlington, Texas, schlug Pujols drei Home Runs, womit er sich in die exklusive Gesellschaft von Babe Ruth und Reggie Jackson einreihte, den einzigen Spielern vor ihm, denen dieses Kunststück in der World Series gelungen war.
Nach Abschluss der Saison 2011 wechselte Pujols als Free Agent zu den Los Angeles Angels of Anaheim und unterzeichnete einen Zehnjahresvertrag. Mit einem garantierten Gehalt von 240 Millionen US-Dollar, das sich durch Bonuszahlungen auf bis zu 265,75 Millionen Dollar erhöhen konnte, war es der am zweithöchsten dotierte Vertrag in der Geschichte des Baseballs. Die Jahre in Anaheim verliefen weniger erfolgreich als seine Zeit in St. Louis, doch Pujols blieb ein wertvoller Veteran und erreichte weiterhin beeindruckende Einzelstatistiken.
Am 17. Mai 2021 bestritt Pujols sein erstes Spiel für die Los Angeles Dodgers, bei denen er bis zum Saisonende unter Vertrag stand, sein insgesamt 2887. MLB-Spiel. Am 7. September jenes Jahres, im Spiel gegen seinen ehemaligen Klub St. Louis Cardinals, schlug er seinen 679. Home Run.
Zur Saison 2022 kehrte Pujols in einem bewegenden Abschlusskapitel seiner Karriere zu den St. Louis Cardinals zurück. Dort gelang ihm als viertem Spieler in der Geschichte der Major Leagues, die Marke von 700 Home Runs zu überschreiten, eine Leistung, die seinen Platz unter den unsterblichen Größen des Baseballs ein für alle Mal zementierte. Nach dieser Saison trat er in den Ruhestand, umjubelt von Fans in ganz Amerika und gefeiert als einer der ganz Großen seines Sports.