biografias

Wang Qianyi

Chinesische Synchronschwimmerin

4 min01/01/2024
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Wang Qianyi wurde am 16. Januar 1997 in Shenzhen geboren und zählt zu den herausragendsten Synchronschwimmerinnen ihrer Generation. Bereits in jungen Jahren zeichnete sie sich durch außergewöhnliche Technik und künstlerische Ausdruckskraft aus, Qualitäten, die sie zu einer unverzichtbaren Säule des chinesischen Nationalteams machen sollten.

Ihr internationaler Durchbruch gelang bei den Weltmeisterschaften 2017 in Budapest, wo Wang Qianyi mit der chinesischen Mannschaft im technischen Programm der Teamkonkurrenz die Silbermedaille errang. Damit sicherte sie sich ihre erste internationale Auszeichnung auf Weltebene. Noch bedeutsamer war jedoch das Abschneiden in der Kombination: Dort setzten sich die Chinesinnen gegen die Ukraine und Japan durch und krönten sich zu Weltmeisterinnen, was Wang Qianyis Ruf als Topschwimmerin ihrer Disziplin nachdrücklich unterstrich.

Ein Jahr später, bei den Asienspielen 2018 in Jakarta, gehörte Wang erneut zum Kader der chinesischen Nationalmannschaft. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen erkämpfte sie die Goldmedaille und bewies damit, dass ihre Leistungsstärke keine Eintagsfliege war, sondern auf einem soliden Fundament aus harter Arbeit und technischer Brillanz beruhte.

Bei den Weltmeisterschaften 2019 im südkoreanischen Gwangju setzte Wang Qianyi ihre internationale Karriere fort. Sie war erneut Teil des chinesischen Teams und holte sowohl in der Kombination als auch im technischen Programm Silber, jeweils hinter der überragenden russischen Mannschaft. Russland galt zu jener Zeit als unangefochtene Weltmacht im Synchronschwimmen, und Platz zwei hinter diesem Team war eine ehrenwerte Leistung.

Der nächste große Meilenstein wartete bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio, die aufgrund der COVID-19-Pandemie erst 2021 ausgetragen wurden. Wang Qianyi trat dort als Teil der chinesischen Mannschaft an, zu der neben ihr auch Feng Yu, Liang Xinping, Huang Xuechen, Sun Wenyan, Xiao Yanning, Yin Chengxin und Guo Li gehörten. Das Team erzielte 193,5310 Punkte und belegte damit hinter Russland mit 196,0979 Punkten den zweiten Rang, während die Ukraine mit 190,3018 Punkten auf Platz drei landete. Wang Qianyi hatte damit eine olympische Silbermedaille gewonnen, einen der bedeutendsten Erfolge in der Karriere einer Sportlerin.

Das Jahr 2022 sollte für Wang Qianyi zu einem absoluten Höhepunkt werden. Bei den Weltmeisterschaften in Budapest, also in jener Stadt, in der sie fünf Jahre zuvor ihre ersten internationalen Medaillen gewonnen hatte, räumte sie gleich viermal den Weltmeistertitel ab. Im Team gewann sie sowohl das technische als auch das freie Programm. Im Duett wiederholte sie diesen Doppelerfolg, wobei ihre Partnerin niemand anderes war als ihre Zwillingsschwester Wang Liuyi. Das Auftreten der Zwillinge begeisterte das Publikum und die Fachwelt gleichermaßen, denn ihre nahezu perfekte Synchronität war nicht nur ein technisches, sondern auch ein ästhetisches Erlebnis.

Die Weltmeisterschaften 2023 in Fukuoka brachten weitere Erfolge. Im freien Programm des Duetts gewannen Wang Qianyi und Wang Liuyi Silber, während das chinesische Team im freien Programm erneut Gold holte. Auch bei den Asienspielen 2022, die aufgrund von Pandemieverzögerungen erst 2023 in Hangzhou ausgetragen wurden, triumphierte Wang zweifach: mit der Mannschaft im Teamwettkampf sowie gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester im Duett.

Bei den Weltmeisterschaften 2024 in Doha setzte das Zwillingspaar seine Erfolgsgeschichte fort. Wang Qianyi und Wang Liuyi holten im Duett in beiden Disziplinen, dem freien wie dem technischen Programm, die Goldmedaille. Hinzu kamen der Titelgewinn in der Mannschaftskonkurrenz sowie Gold im Akrobatik-Wettkampf, womit Wang Qianyi erneut gleich viermal Gold einsammelte.

Den vorläufigen Gipfel ihrer Laufbahn erklomm Wang Qianyi bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Im Duett mit ihrer Zwillingsschwester Wang Liuyi erzielte sie im technischen Programm 276,7867 Punkte und in der Kür 289,6916 Punkte. Mit insgesamt 566,4783 Punkten krönten sich die Zwillinge zu Olympiasiegerinnen. Hinter ihnen platzierten sich das britische Duo Kate Shortman und Isabelle Thorpe mit 558,5367 Punkten sowie die niederländischen Zwillingsschwestern Bregje und Noortje de Brouwer mit 558,3963 Punkten.

Auch im Mannschaftswettbewerb der Spiele von Paris hinterließ Wang Qianyi einen bleibenden Eindruck. Das chinesische Team, dem neben ihr und ihrer Schwester auch Chang Hao, Feng Yu, Wang Ciyue, Xiang Binxuan, Xiao Yanning und Zhang Yayi angehörten, dominierte den Wettbewerb nach allen Regeln der Kunst. Sowohl im technischen Teil als auch in der Kür und der Akrobatik erzielten sie jeweils die höchste Punktzahl und schlossen den Wettkampf mit 996,1389 Punkten auf Rang eins ab, weit vor der US-amerikanischen Mannschaft mit 914,3421 Punkten und Spanien mit 900,7319 Punkten.

Wang Qianyis Karriere ist ein Zeugnis außerordentlicher Disziplin, technischer Perfektion und der engen Verbindung zu ihrer Zwillingsschwester. Die Kombination aus individueller Begabung und dem besonderen Zusammenspiel der Geschwister hat das Synchronschwimmen um ein unvergessliches Kapitel bereichert.

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