Gonzalo Diego Bueno Bingola wurde am 16. Januar 1993 in Montevideo, Uruguay, als Sohn des ehemaligen Fußballspielers und späteren Trainers Gustavo Bueno geboren. In seiner Familie ist der Fußball gewissermaßen erblich: Mit Darío Pereyra, dem Cousin seines Vaters, besitzt Gonzalo einen weiteren prominenten Verwandten im uruguayischen Fußball. Der 1,75 Meter große Offensivspieler wuchs in einer Umgebung auf, in der das Spiel nicht nur Beruf, sondern Leidenschaft war.
Gonzalo Bueno begann seine Karriere bei Nacional Montevideo, einem der bedeutendsten Klubs Uruguays. Spätestens seit der Clausura 2011 stand er im Erstligakader der Bolsos, wie Nacional von seinen Anhängern liebevoll genannt wird. Für den Verein absolvierte er 51 Partien in der Primera División und erzielte dabei 14 Tore. Darüber hinaus bestritt er zehn Partien in der Copa Libertadores, in der er dreimal traf. In den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 wurde er mit Nacional uruguayischer Meister und festigte so seinen Ruf als talentierter Nachwuchsspieler.
Im August 2013 wurde ein Wechsel zum russischen Verein Kuban Krasnodar vermeldet, wo Bueno einen Fünfjahresvertrag unterzeichnete. Die von Nacional erzielte Ablösesumme wurde mit mehr als vier Millionen Dollar angegeben, ein für uruguayische Verhältnisse beachtliches Transfervolumen. In Russland war sein Einsatz jedoch begrenzt: Je drei Spiele in der Europa League und der nationalen Liga sowie ein Einsatz im russischen Pokal stehen zu Buche.
Zu Jahresbeginn 2015 kehrte er auf Leihbasis nach Montevideo zurück. Bei Nacional spielte er in der Saison 2014/15 siebenmal in der ersten Liga und einmal in der Copa Libertadores, wobei sein Verein erneut die uruguayische Landesmeisterschaft gewann. Ein dritter Titelgewinn innerhalb weniger Jahre unterstrich die Bedeutung Nationals als Schwergewicht des uruguayischen Fußballs.
Ende August 2015 folgte eine Leihe zum portugiesischen Klub União Madeira. Dort kam Bueno jedoch kaum zum Einsatz: ein einziges Ligaspiel als Einwechselspieler sowie ein Auftritt im nationalen Pokal ohne Torerfolg. Bereits am 10. Dezember 2015 wurde die sofortige, vorzeitige Vertragsauflösung bekannt gegeben. Anfang Januar 2016 schloss er sich Estudiantes de La Plata in Argentinien an, wo er in drei Erstligaspielen ohne Torerfolg blieb.
Im Juli 2016 wechselte Bueno zu Defensor Sporting, einem weiteren renommierten Klub aus Montevideo. Dort fand er zu stabilerer Form zurück: saisonübergreifend standen bis August 2017 33 Erstligaspiele mit elf Toren zu Buche, ein Wert, der seine Qualitäten im uruguayischen Kontext deutlich belegt.
Auch auf internationaler Ebene war Bueno präsent. Im Jahr 2012 gehörte er zum Olympiakader Uruguays, nahm an den Spielen in London jedoch letztlich nicht teil. Seinen einzigen Einsatz in dieser Auswahlmannschaft absolvierte er laut AUF am 25. April 2012 gegen Ägypten. In der U20-Nationalmannschaft debütierte er am 6. Juni 2012 unter Trainer Juan Verzeri gegen die USA und bestritt in der Folge insgesamt 20 Spiele, in denen er zweimal traf.
Seinen größten Auftritt auf Jugendebene hatte Bueno bei der U20-Weltmeisterschaft 2013, wo er Uruguay zum Vize-Weltmeistertitel begleitete. Er wurde fünfmal eingesetzt und erzielte ein Turniertor. Auch bei der U20-Südamerikameisterschaft desselben Jahres stand er fünfmal auf dem Platz und traf einmal. Gonzalo Buenos Karriere ist die Geschichte eines Spielers, dem trotz dreifacher Meisterschaft mit Nacional und einer Vize-WM mit der U20 die erwartete große internationale Karriere verwehrt blieb, der aber im südamerikanischen Fußball stets seine Klasse bewies.
