Takumi Minamino wurde am 16. Januar 1995 in Izumisano in der japanischen Präfektur Osaka geboren und entwickelte sich zu einem der vielseitigsten und beständigsten japanischen Fußballspieler seiner Generation. Als Offensivspieler vereint er Schnelligkeit, technische Finesse und eine bemerkenswerte Torgefährlichkeit, die ihm Stationen bei einigen der namhaftesten Vereine Europas beschert hat.
Seine Karriere begann bei Cerezo Osaka, einem der traditionsreichsten Klubs der japanischen J1 League. Im November 2012 gab er sein Liga-Debüt am 32. Spieltag der Saison, als er gegen Ōmiya Ardija in der 72. Minute für Takuma Edamura eingewechselt wurde. Bis Saisonende folgten zwei weitere Einsätze. Im Juli 2013 erzielte er beim 2:2-Remis gegen Júbilo Iwata sein erstes Ligator, und bereits im Dezember desselben Jahres gelang ihm bei einem 5:2-Sieg gegen Urawa Red Diamonds sein erster Doppelpack. In der gesamten Saison 2013 absolvierte er 29 Ligaspiele und traf fünfmal. In der folgenden Spielzeit 2014 kam er auf 30 Einsätze und zwei Tore.
Im Januar 2015 wagte Minamino den Sprung nach Europa und wechselte zum FC Red Bull Salzburg in die österreichische Bundesliga. Er erhielt einen Vertrag mit Option bis Juni 2018. Sein Debüt für Salzburg gab er im Februar 2015 gegen den SC Wiener Neustadt, und schon im März erzielte er beim 4:1-Sieg gegen Admira Wacker Mödling seine ersten beiden Bundesligatreffer. In seiner ersten Teilsaison kam er auf 14 Einsätze und drei Tore und gewann am Saisonende prompt das Double aus Meisterschaft und Pokalwettbewerb.
In der Saison 2015/16 steigerte sich Minamino erheblich und erzielte in 32 Bundesligaspielen zehn Tore. Auch das Double konnte Salzburg verteidigen. Im Februar 2017 traf er bei einem 6:1-Sieg gegen die SV Ried dreimal, sein erster Hattrick in der österreichischen Bundesliga. In der Folgesaison gelangen ihm in 21 Spielen elf Treffer, und das Team holte das Double zum dritten Mal in Folge. Im Februar 2018 wurde sein Vertrag bis Mai 2021 verlängert, ein Zeichen des Vertrauens seitens des Klubs. In der Saison 2017/18 folgte ein weiterer Meistertitel, diesmal jedoch ohne Pokalsieg. In der darauffolgenden Spielzeit 2018/19 absolvierte Minamino 45 Pflichtspiele, erzielte 14 Tore und lieferte zehn Torvorlagen, während Salzburg erneut das Double holte.
Im Januar 2020 wechselte Minamino in die englische Premier League zum FC Liverpool, einem der erfolgreichsten Klubs Europas. Unter Trainer Jürgen Klopp fand er sich hinter den Stammstürmern Roberto Firmino, Sadio Mané und Mohamed Salah zunächst auf der Ersatzbank wieder. Dennoch gehörte er mit zehn Ligaeinsätzen zum Kader, als Liverpool in der Saison 2019/20 erstmals seit dreißig Jahren englischer Meister wurde, ein historischer Triumph. Hinzu kamen Auftritte im FA Cup und in der Champions League, in der der Titelverteidiger im Achtelfinale gegen Atlético Madrid ausschied.
Zu Beginn der Saison 2020/21 blieb Minamino bei Liverpool erneut weitgehend Reservist und hatte bis zum 21. Spieltag nur neun Premier-League-Einsätze verbucht. Anfang Februar 2021 wechselte er daher bis zum Saisonende auf Leihbasis zum FC Southampton, wo er in zehn Spielen zweimal traf. Zur Saison 2021/22 kehrte er nach Liverpool zurück, wo er hinter Salah, Mané, Firmino und dem im Januar 2022 verpflichteten Luis Díaz abermals nur Reservist war. In der Premier League kam er elfmal zum Einsatz, stand einmal in der Startelf und traf dreimal. In Pokalturnieren bot ihn Klopp häufiger auf: Minamino steuerte drei Tore in vier Spielen zum FA-Cup-Gewinn und vier Tore in fünf Spielen zum Gewinn des EFL Cups bei. In der Champions League erreichte die Mannschaft das Finale, verlor jedoch gegen Real Madrid.
Zur Saison 2022/23 wechselte Minamino zur AS Monaco in die französische Ligue 1 und unterzeichnete einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026. Auch für die japanische Nationalmannschaft war er über Jahre ein fester Bestandteil und gehörte verschiedenen Jugendnationalteams an. Mit der japanischen U23-Nationalmannschaft gewann er die U23-Asienmeisterschaft 2016.
Takumi Minaminos Karriere steht exemplarisch für den Aufstieg japanischer Fußballer in die europäische Elite: geduldig, beständig und bereit, bei Bedarf für das Team zurückzutreten, ohne dabei die eigene Klasse zu verlieren.
