biografias

Wang Liuyi

Chinesische Synchronschwimmerin

4 min01/01/2024
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Im Synchronschwimmen, einer Sportart, die Athletik mit Anmut und präziser Choreografie verbindet, hat China in den vergangenen Jahrzehnten eine dominante Stellung erlangt. Innerhalb dieser Erfolgsgeschichte nimmt Wang Liuyi einen herausragenden Platz ein. Am 16. Januar 1997 in Shenzhen geboren, einer der modernsten Metropolen des südlichen China, hat sie sich zu einer der besten Synchronschwimmerinnen der Welt entwickelt.

Wang Liuyi trat erstmals bei einer Weltmeisterschaft 2017 in Budapest international in Erscheinung. Zusammen mit der chinesischen Mannschaft belegte sie im technischen Programm der Mannschaftskonkurrenz den zweiten Platz und gewann damit ihre erste internationale Medaille. Noch eindrucksvoller verlief die Kombination: Hier setzten sich die Chinesinnen durch und wurden vor der Ukraine und Japan Weltmeisterinnen — ein erster Beleg für das außerordentliche Niveau des chinesischen Teams.

Bei den Asienspielen 2018 in Jakarta gehörte Wang Liuyi erneut zum chinesischen Aufgebot und gewann mit diesem die Goldmedaille — ein Triumph auf kontinentaler Ebene, der ihre Position im Team festigte. Vier Jahre später erlebte Wang eine außerordentliche Saison: Bei den Weltmeisterschaften 2022 in Budapest wurde sie gleich viermal Weltmeisterin. Im technischen und im freien Programm der Mannschaftskonkurrenz belegte sie mit dem chinesischen Team den ersten Platz. Im Duett gelang ihr beides ebenfalls — und ihre Partnerin in diesen Wettkämpfen war ihre Zwillingsschwester Wang Qianyi. Das Duo der Zwillingsschwestern war in seiner Koordination und Harmonie nahezu unübertrefflich.

Bei den Weltmeisterschaften 2023 in Fukuoka setzten Wang Liuyi und ihre Zwillingsschwester Wang Qianyi im Duett des freien Programms mit einer Silbermedaille einen weiteren Akzent. Gleichzeitig wurde Wang mit der Mannschaft im freien Programm abermals Weltmeisterin. Im selben Jahr, bei den Asienspielen 2022, die aufgrund der COVID-19-Pandemie erst 2023 in Hangzhou ausgetragen wurden, gewann sie wie schon 2018 mit der chinesischen Mannschaft Gold. Und im Duett mit Wang Qianyi belegte sie auch dort den ersten Platz — eine Dominanz, die auf dem asiatischen Kontinent keine Gegenwehr kannte.

Die Weltmeisterschaften 2024 in Doha krönten Wang Liuyis Karriere mit weiteren vier Titeln: Im Duett mit Wang Qianyi wurde sie sowohl im freien als auch im technischen Programm Weltmeisterin. Dazu kamen Goldmedaillen in der Mannschaftskonkurrenz und im Akrobatik-Wettkampf. Damit hatte Wang Liuyi in kurzer Zeit eine schwindelerregende Medaillensammlung zusammengetragen, die sie zu einer der meistdekorierten Synchronschwimmerinnen ihrer Generation machte.

Den absoluten Höhepunkt ihrer bisherigen Laufbahn bildeten die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Wang trat in zwei Disziplinen an und holte in beiden Gold. Im Duett mit ihrer Zwillingsschwester Wang Qianyi erzielte sie im technischen Teil 276,7867 Punkte und in der Kür 289,6916 Punkte. Mit 566,4783 Gesamtpunkten gewannen beide den Wettkampf als Olympiasiegerinnen. Hinter ihnen folgten das britische Duo Kate Shortman und Isabelle Thorpe mit 558,5367 Punkten sowie die niederländischen Zwillingsschwestern Bregje und Noortje de Brouwer mit 558,3963 Punkten.

Im Mannschaftswettbewerb war die chinesische Dominanz noch deutlicher. Die chinesische Mannschaft gewann mit großem Vorsprung: sowohl im technischen Teil als auch in der Kür und der Akrobatik erzielten die Chinesinnen die jeweils höchste Punktzahl. Mit 996,1389 Gesamtpunkten beendeten sie den Wettkampf auf Rang eins, vor der US-amerikanischen Mannschaft mit 914,3421 Punkten und Spanien mit 900,7319 Punkten. Neben Wang Liuyi und ihrer Zwillingsschwester Wang Qianyi erhielten auch Chang Hao, Feng Yu, Wang Ciyue, Xiang Binxuan, Xiao Yanning und Zhang Yayi die Goldmedaille.

Wang Liuyis Geschichte ist auch eine Geschichte der Besonderheit: Die Konstellation, in der eine Athletin ihre eigene Zwillingsschwester als Partnerin im Wettkampf hat, ist im Hochleistungssport einzigartig in ihrer Intimität. Die Synchronizität, die Wang Liuyi und Wang Qianyi zeigen, ist nicht nur athletische Meisterleistung, sondern auch ein Ausdruck einer tiefen, von Kindesbeinen an trainierten Gemeinsamkeit. Ihr Wirken macht deutlich, wie China im Synchronschwimmen eine absolute Ausnahmestellung eingenommen hat.

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