biografias

Julia Louis-Dreyfus

US-amerikanische Schauspielerin

4 min01/01/2024
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Julia Elizabeth Scarlett Louis-Dreyfus wurde am 13. Januar 1961 in New York City geboren und ist eine der erfolgreichsten und vielseitigsten Komödiantinnen der amerikanischen Unterhaltungsgeschichte. Als Schauspielerin, Produzentin, Comedian und Sängerin hat sie über vier Jahrzehnte eine Karriere aufgebaut, die von frühen Ensemble-Auftritten bis hin zu einer Serie von Hauptrollen führte, die jeweils als kulturell prägende Phänomene gelten.

Ihre Herkunft ist ebenso außergewöhnlich wie ihr Talent. Julia Louis-Dreyfus ist die älteste Tochter des französisch-amerikanischen Milliardärs Gérard Louis-Dreyfus, der seinen Vornamen in den 1940er Jahren zu William geändert hatte und später Louis Dreyfus Energy Services leitete, einen Ableger der Louis Dreyfus Group, einem der größten Agrar- und Energiehandelskonzerne der Welt. Ihr Großvater Pierre Louis-Dreyfus kämpfte im Zweiten Weltkrieg in der Résistance. Ihr Vetter Robert Louis-Dreyfus war Hauptaktionär von Adidas und Leitungsmitglied des Fußballclubs Olympique Marseille. Ihre Halbschwester mütterlicherseits, Lauren Bowles, ist ebenfalls Schauspielerin.

Ihre Karriere begann 1982, als sie als bis dahin jüngstes Ensemblemitglied in die legendäre Comedy-Show Saturday Night Live eintrat, die sie bis 1985 begleitete. Die Rolle war ein Sprungbrett, das ihr die Tür zur breiteren Öffentlichkeit öffnete. In den folgenden Jahren trat sie in verschiedenen Sitcoms und Filmen auf, darunter Hannah und ihre Schwestern von Woody Allen.

Der entscheidende Durchbruch gelang ihr 1989 mit der Sitcom Seinfeld. In dieser Serie, die bis 1998 lief und die amerikanische Komödie grundlegend veränderte, spielte sie Elaine Benes, die scharfzüngige, selbstbewusste Freundin des Hauptcharakters Jerry Seinfeld. Die Figur war stark, fehlerhaft und zutiefst komisch, und Louis-Dreyfus verleiht ihr eine Nuanciertheit, die weit über das Klischee der weiblichen Nebenfigur in einer Männerkomödie hinausgeht. Für diese Rolle gewann sie 1996 einen Emmy in der Kategorie Outstanding Supporting Actress in a Comedy Series sowie gemeinsam mit den Serien-Kollegen 1995, 1997 und 1999 mehrere Screen Actors Guild Awards. 1995 erhielt sie auch einen Golden Globe.

Nach dem Ende von Seinfeld spielte sie in der Sitcom Watching Ellie, die jedoch bald abgesetzt wurde. Eine beachtete Gastrolle in Arrested Development zeigte, dass ihr komisches Timing ungebrochen war. Von 2006 bis 2010 übernahm sie die Titelrolle in der CBS-Sitcom The New Adventures of Old Christine, für die sie 2006 einen Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie erhielt. Im Mai 2010 wurde sie mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt, bei der Adresse 6250 Hollywood Boulevard, wobei sich bei der Enthüllung herausstellte, dass ihr Nachname fehlerhaft als Julia Luis Dreyfus geschrieben worden war. Der fehlerhafte Teil wurde ausgewechselt.

2012 begann das letzte und vielleicht bedeutendste Kapitel ihrer Karriere: die HBO-Serie Veep – Die Vizepräsidentin, in der sie die skrupellose, ehrgeizige und selten kompetente Vizepräsidentin Selina Meyer spielte. Die Rolle war ein Balanceakt zwischen Karikatur und menschlicher Tiefe, und Louis-Dreyfus beherrschte ihn mit einer Virtuosität, die ihr von 2012 bis 2017 sechsmal in Folge den Emmy in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie einbrachte, ein historischer Rekord. 2014 und 2017 kamen weitere Screen Actors Guild Awards hinzu.

Am 28. September 2017 gab Louis-Dreyfus auf Twitter bekannt, dass sie an Brustkrebs erkrankt sei. Die Diagnose hatte sie am 18. September erhalten, einen Tag nachdem sie ihren sechsten Emmy für Veep gewonnen hatte. Mit charakteristischem Mut und Offenheit machte sie ihre Erkrankung öffentlich und sprach damit vielen Betroffenen aus dem Herzen. Im Oktober 2018 erklärte sie in der Sendung Jimmy Kimmel Live!, dass sie den Krebs besiegt habe. Die letzte Staffel von Veep startete nach einer durch die Krankheit erzwungenen Pause 2019 und brachte ihr eine weitere Emmy-Nominierung ein.

Insgesamt hat Louis-Dreyfus einen Golden Globe, acht Emmys als Schauspielerin, drei weitere Emmys als Produzentin und neun Screen Actors Guild Awards erhalten. Ihre acht Schauspiel-Emmys stellen einen Rekord dar, den sie sich mit Cloris Leachman teilt. Seit 1987 ist sie mit dem Schauspieler und Autor Brad Hall verheiratet, den sie an der Northwestern University in Evanston, Illinois, kennenlernte. Das Paar hat zwei Söhne, Henry und Charlie. 2023 wurde sie in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

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