biografias

Lorrie Moore

US-amerikanische Schriftstellerin

4 min01/01/2024
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Lorrie Moore wurde am 13. Januar 1957 in Glens Falls im Bundesstaat New York als Marie Lorena Moore geboren, das zweite von vier Kindern. Bereits ihre Eltern nannten sie liebevoll „Lorrie" – ein Name, unter dem sie schließlich die amerikanische Literaturwelt prägen sollte. Ihr Weg zur Schriftstellerin verlief über die akademische Ausbildung und frühe Wettbewerbserfolge, die ihr literarisches Talent früh sichtbar machten.

Dank eines Hochbegabten-Stipendiums konnte Moore an der St. Lawrence University ein Studium der Anglistik beginnen, das sie bereits 1978 summa cum laude abschloss – ein Zeugnis ihres außergewöhnlichen intellektuellen Vermögens. Noch während ihrer Studienzeit gewann sie einen Schreibwettbewerb des renommierten Magazins Seventeen mit ihrer Kurzgeschichte Raspberries. Dieser frühe Erfolg bestärkte sie in ihrem Wunsch zu schreiben.

Nach dem Abschluss arbeitete Moore zunächst zwei Jahre als Anwaltsgehilfin, bevor sie an der Cornell University ein Masterstudium aufnahm. Dort erwarb sie unter der Betreuung der angesehenen Schriftstellerin und Professorin Alison Lurie einen Master of Fine Arts. Das Studium erwies sich als entscheidend: Während dieser Zeit gelang es ihr, einzelne Kurzgeschichten an Literaturzeitschriften zu verkaufen und damit erste professionelle Anerkennung zu erhalten.

Die Sammlung ihrer Masterarbeiten wurde schließlich unter dem Titel Self Help veröffentlicht, und der angesehene Verlag Alfred A. Knopf nahm das Werk an. Das war der Durchbruch. Ab 1984 lehrte Moore an der University of Wisconsin–Madison Anglistik und baute parallel dazu ihre Karriere als Schriftstellerin kontinuierlich aus. Ihre Spezialität waren von Beginn an Kurzgeschichten – kurze, präzise erzählte Texte, die mit Ironie, Wärme und einem feinen Gespür für die Brüche im Alltag glänzten.

Im Laufe ihrer Karriere häuften sich die Auszeichnungen. 1989 erhielt sie Stipendien der Rockefeller-Stiftung und des National Endowment for the Arts, 1991 folgte ein Guggenheim-Stipendium. 1998 gewann sie den O.-Henry-Preis für ihre Geschichte People like that are the only people around here – eine ergreifende Erzählung über Elternschaft und Krankheit, die als eine ihrer stärksten Arbeiten gilt. Im Jahr 2004 wurde ihr mit dem Rea Award for the Short Story die vielleicht bedeutendste Auszeichnung auf ihrem Gebiet verliehen, würdigend ihren prägenden Einfluss auf das Genre als Ganzes.

Besondere Bekanntheit erlangte Moore auch durch ihren Kurzgeschichtenband Birds of America, der es in die Bestsellerliste der New York Times schaffte – eine seltene Leistung für Literatur, die sich nicht an Massenunterhaltung orientiert, sondern an sprachlicher Präzision und emotionaler Tiefe. Die Kurzgeschichte You're Ugly, Too wurde von dem Schriftsteller John Updike persönlich in die Anthologie The Best American Short Stories of the Century aufgenommen, was einer Aufnahme in einen literarischen Kanon gleichkommt.

Ihre Bücher erschienen auch auf Deutsch: So sind Erzählungen unter Titeln wie Pepsi-Hotel und Was man von einigen Leuten nicht behaupten kann bekannt geworden, während ihre Romane, darunter die Übersetzung von Who Will Run the Frog Hospital? als Die Froschkönigin, deutschen Lesern Moores besondere Stimme näherbrachten.

Seit 2001 ist Lorrie Moore Mitglied der American Academy of Arts and Sciences, seit 2006 auch der American Academy of Arts and Letters. Diese Mitgliedschaften bezeugen, dass sie nicht nur als populäre, sondern auch als akademisch bedeutende Stimme der amerikanischen Literatur gilt. Ihr Werk, das Kurzgeschichten, Romane und Essays umfasst, hat das Genre der amerikanischen Kurzprosa nachhaltig beeinflusst und ihr einen festen Platz in der Literaturgeschichte gesichert.

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