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James Randi

US-amerikanischer Bühnenzauberer, Skeptiker und Gegner von Pseudowissenschaften

5 min01/01/2024
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James Randi war in seiner Doppelrolle als Zauberkünstler und unerbittlicher Entlarver von Scharlatanen eine der prägendsten Figuren der Skeptikerbewegung des zwanzigsten Jahrhunderts. Er kam am 7. August 1928 in Toronto, Ontario, als Randall James Hamilton Zwinge zur Welt. Sein ganzes Leben lang verstand er es, die Werkzeuge der Täuschungskunst in den Dienst der Wahrheit zu stellen. Am 20. Oktober 2020 starb er in Plantation, Florida, in den Vereinigten Staaten.

Randi begann in den 1950er Jahren als professioneller Bühnenzauberer und Entfesselungskünstler und baute sich damit eine Bühnenidentität auf, die an die große Tradition des Escapismus erinnerte. Zwischen 1955 und 1961 trat er als "The Amazing Randi" in der US-amerikanischen Fernsehshow Wonderama auf und erlangte erste Bekanntheit. Im Jahr 1973 tourte er als Bühnenillusionist gemeinsam mit der Rockgruppe Alice Cooper und brachte seine Kunst einem neuen Publikum nahe.

Bereits früh bezog Randi öffentlich Stellung zu Fragen der Seriosität in der Welt der Magie. In der Ausgabe vom 2. Februar 1974 des britischen Magier-Magazins Abracadabra forderte er die magische Gesellschaft mit markigen Worten heraus und wies auf das besondere Vertrauensverhältnis hin, das dieser Beruf zwischen Künstler und Publikum voraussetzt. Er war überdies eng mit dem prominenten Mentalisten Joseph Dunninger befreundet.

Den internationalen Durchbruch erlangte Randi in den 1970er Jahren, als er begann, die öffentlichen Behauptungen des israelischen Entertainers Uri Geller zu hinterfragen. Geller behauptete, über paranormale Fähigkeiten zu verfügen, insbesondere Löffel durch die Kraft des Geistes zu verbiegen. In seinem Buch "The Magic of Uri Geller" stellte Randi diese Kunststücke als gewöhnliche Zaubertricks dar, die mit keiner übernatürlichen Kraft in Verbindung standen. Geller reagierte mit einer Reihe von Unterlassungsklagen, die alle von den zuständigen Gerichten abgewiesen wurden.

Ein besonders aufschlussreicher Moment ereignete sich bei einem Fernsehauftritt Gellers 1973 in der Tonight Show mit Johnny Carson. Randi hatte im Vorfeld dafür gesorgt, dass die Requisiten nicht durch Geller manipuliert werden konnten. Als Geller seine üblichen Effekte nicht vorführen konnte, entstand auch beim Massenpublikum erstmals ernsthafter Zweifel an den vermeintlich übernatürlichen Fähigkeiten. Im Jahr 1991 klagte Geller Randi wegen eines in der Herald Tribune erschienenen Artikels auf 15 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Es war die dritte Klage Gellers gegen Randi und endete wie alle vorherigen: mit einer Abweisung.

Randis Kampf gegen Pseudowissenschaften ging weit über den Fall Geller hinaus. Im Jahr 1988 zog ihn der Chefredakteur der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Nature, John Maddox, hinzu, um das Homöopathie-Experiment des französischen Immunologen Jacques Benveniste zu überprüfen. Randi enthüllte methodische Mängel im Versuchsaufbau und trug dazu bei, die Ergebnisse in Frage zu stellen. Sein Projekt Alpha brachte es fertig, dass die akademische Untersuchung angeblicher paranormaler Fähigkeiten weitgehend als Zeitverschwendung angesehen und an Universitäten praktisch aufgegeben wurde.

Besonders wirkungsvoll war auch Randis Aufdeckung der Methoden des Fernsehpredigers Peter Popoff, der vorgab, Informationen von Gott zu empfangen, um Kranke zu heilen. Randi zeigte auf, dass Popoff dabei simple technische Hilfsmittel einsetzte und Informationen über seine Zielgruppe im Voraus sammeln ließ. Diese Enthüllung führte zu einem starken Niedergang von Popoffs Einfluss und Popularität.

Im Jahr 1996 gründete Randi die James Randi Educational Foundation (JREF) mit dem Ziel, kritisches Denken und wissenschaftliche Skepsis zu fördern. Berühmt wurde auch seine "Eine-Million-Dollar-Herausforderung", bei der er denjenigen eine Million US-Dollar versprach, der in einem wissenschaftlich kontrollierten Versuch paranormale Fähigkeiten nachweisen konnte. Kein Teilnehmer bestand die Überprüfung. Randi war zudem Gründungsmitglied der CSICOP, des Committee for the Scientific Investigation of Claims of the Paranormal, heute Committee for Skeptical Inquiry, trat jedoch später aus, um den Verein vor möglichen rechtlichen Folgen der Klagen Gellers zu schützen. Sein Leben war das eines Mannes, der die Tricks der Illusion kannte und sie nutzte, um die Welt ein kleines Stück rationaler zu machen.

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