biografias

Andrew Yang

US-amerikanischer Unternehmer und Autor

4 min01/01/2024
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Andrew M. Yang, geboren am 13. Januar 1975 in Schenectady, New York, ist ein US-amerikanischer Unternehmer, Autor und Anwalt, der in der politischen Debatte vor allem durch seine ungewöhnliche Präsidentschaftskandidatur und seine entschlossene Fürsprache für das bedingungslose Grundeinkommen bekannt wurde.

Yang wuchs in Westchester County auf, als Kind taiwanischer Einwanderer. Sein Vater war promovierter Physiker und arbeitete bei großen Unternehmen, seine Mutter als Mathematikerin und Künstlerin. Die Kombination aus akademischer Strenge und kreativer Offenheit prägte das intellektuelle Klima, in dem Yang aufwuchs. Nach einigen Jahren auf öffentlichen Schulen besuchte er die Phillips Exeter Academy, ein renommiertes Internat in New Hampshire, an der er 1992 seinen Abschluss machte.

Anschließend studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Brown University und erwarb einen Bachelor of Arts. Dann besuchte er die Columbia Law School, wo er seinen juristischen Abschluss erlangte. Als Unternehmensjurist tätig, wechselte er bald in die Welt der Startups: Von 2000 bis 2009 arbeitete er in verschiedenen Start-Up- und Early-Stage-Wachstumsfirmen als Gründer und Führungskraft – ein Erfahrungsschatz, der sein späteres Denken über Wirtschaft und Arbeit nachhaltig prägen sollte.

2011 gründete Yang Venture for America (VFA), eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, talentierte junge Absolventen in wirtschaftlich geschwächte Städte zu bringen, die sich noch von den Folgen der Großen Rezession erholten. Die Idee: Unternehmerisches Talent dort einsetzen, wo es am dringendsten gebraucht wird. Für diese Initiative erhielt er öffentliche Anerkennung und wurde im Rahmen des Obama-Programms „Champions of Change" ausgezeichnet.

Der nächste große Schritt war der Einstieg in die Politik. Yang trat in der Vorwahl der Demokratischen Partei für die Präsidentschaftskandidatur 2020 an. Obwohl er als politischer Außenseiter begann, versammelte er eine überraschend breite Anhängerschaft – die sogenannte „Yang Gang" – um sich. Sein zentrales politisches Anliegen war die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens von 1.000 Dollar pro Monat für alle erwachsenen US-Bürger, das er „Freiheitsdividende" nannte. Yang argumentierte, dass die fortschreitende Automatisierung der Produktion Millionen von Arbeitsplätzen vernichten würde und eine fundamentale Neugestaltung des Sozialsystems notwendig mache.

Diese Idee war keine spontane Eingebung, sondern das Ergebnis intensiver Recherche, die er in seinen Büchern dargelegt hatte. Sein Werk „The War on Normal People" (2018) beschreibt, wie technologischer Wandel die Arbeitswelt zerstört und warum ein universelles Grundeinkommen die Antwort sein könnte. Das frühere Buch „Smart People Should Build Things" (2014) befasst sich mit Unternehmertum und der Notwendigkeit, Talente in produktive wirtschaftliche Aktivitäten zu lenken.

Yang führte einen energie- und datengetriebenen Wahlkampf, der die Grenzen des damals Üblichen sprengte. Am 11. Februar 2020 erklärte er jedoch seinen Rückzug aus dem Rennen. Am 10. März 2020 sprach er sich für Joe Biden als Kandidaten aus.

Der politische Ehrgeiz erlosch damit nicht. Am 14. Januar 2021 kündigte Yang seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt von New York City an. In der demokratischen Vorwahl belegte er jedoch einen der hinteren Plätze und unterlag schließlich Eric Adams. Yang ist verheiratet und hat zwei Söhne. Sein öffentliches Auftreten, geprägt von ungewöhnlicher Direktheit und technologischem Optimismus, hat das politische Gespräch in den USA dauerhaft beeinflusst.

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