Zdeněk Lukáš (* 21. August 1928 in Prag; † 13. Juli 2007 ebenda) war ein tschechischer Komponist.
Lukáš studierte Pädagogik und arbeitete von Anfang an auch als Lehrer. In den Jahren 1953–1963 war er Produzent beim Tschechoslowakischen Rundfunk in Pilsen sowie Chorleiter. Zwischen 1962 und 1970 studierte er bei Miloslav Kabeláč. Er war stark von tschechischer Folklore beeinflusst und sein Schaffen konzentriert sich hauptsächlich auf Vokalmusik. Seit den 1960er Jahren nahm er zunehmend auch avantgardistische Techniken in seine Werke auf. Sein Werk umfasst sieben Sinfonien, sowie Opern, Oratorien und Kantaten und zahlreiche Chorwerke. Neben seiner Tätigkeit als Komponist widmete er sich der Chorleitung in verschiedenen Ländern.
1996 gründete Lukáš gemeinsam mit Sylvie Bodorová, Luboš Fišer und Otmar Mácha die Künstlergruppe Quattro. Jedes Mitglied sollte eine andere Komponistengeneration repräsentieren.
1965 Sinfonie no. 3 „Dove sta amore“, für gemischten Chor und Orchester, op. 40
1965 Sinfonietta solemnis, op. 43
1972 Sinfonie no. 5, für lyrischen Sopran und Orchester, op. 82
1995 Sinfonia Brevis, für sinfonisches Blasorchester, op. 265
2000 Sinfonie no. 7 „Trionfo del tempo“, für Sopran und Orchester, op. 312
1964 Konzert für Sopransaxophon und Orchester, op. 34
1968 Konzert für Violine, Viola und Orchester, op. 58
1970 Variationen für Klavier und Orchester, op. 69
1974 Musica da concerto, Kammermusik für 12 Streicher und Cembalo, op. 102
1975 Konzert für Fagott und Orchester, op. 113
1976 Konzert für Klarinette und Orchester, op. 119
1980 Proměny – Konzertante Musik für Streicher und Klavier, op. 140
1980 Konzert für Cembalo und Orchester, op. 152
1982 Konzertante Musik für Soloharfe und Streichorchester, op. 177
1982 Konzertante Suite für Bläserquintett und Streichorchester, op. 184