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Zdeněk Šesták

Tschechischer Komponist und Musikwissenschaftler

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Zdeněk Šesták (* 10. Dezember 1925 in Cítoliby (Zittolieb); † 21. August 2026 in Prag) war ein tschechischer Komponist und Musikwissenschaftler.

Zdeněk Šesták stammte aus einer musikalischen Familie und besuchte als Kind die Musikschule in Slaný. Während seiner Gymnasialzeit war er Organist in seiner Heimatstadt. 1945–50 studierte er am Prager Konservatorium Musiktheorie und Komposition bei Miroslav Krejčí und Emil Hlobil. Daneben absolvierte er an der Karls-Universität Musikwissenschaft bei Josef Hutter und Jan Němeček. Gleichzeitig besuchte er Vorlesungen von Jan Patočka über antike Philosophie. In seiner beruflichen Anfangsphase wirkte er als Flötist in verschiedenen Armeeensembles. 1957 wurde er freischaffender Komponist, er war aber auch in späteren Jahren in verschiedenen Funktionen tätig. 1968 wurde er Dramaturg für Sinfonie-, Kammer- und Vokalmusik beim Tschechoslowakischen Rundfunk. In den frühen 1990er-Jahren lehrte er am Institut für Musikwissenschaft der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität regionale Musikwissenschaft. Sein wissenschaftliches Spezialgebiet war die Musik in der Region Citoliby im 18. Jahrhundert

Šesták war Mitglied des Vereins tschechischer Komponisten, des Vereins für zeitgenössische Musik Přítomnost, Umělecké besedy und des Vereins Pondělníci. 2006 wurde er von der Dagmar und Václav-Havel-Stiftung „Vision 97“ für seinen Beitrag zur Bildungsphilosophie ausgezeichnet. 2008 erhielt er eine Auszeichnung des tschechischen Kulturministeriums für seinen lebenslangen Beitrag zur tschechischen Kultur im Bereich der Musik. 2013 erhielt er zusammen mit Jiřina Fikejzová den OSA Gold Award for Lifetime Achievement für seine musikwissenschaftlichen Forschungen.

Am 21. August 2026 starb Šesták im Alter von 100 Jahren in Prag.

Fatum. Vokalsinfonisches Fragment nach Sophokles für Solisten, Chor, Orchester und Orgel (1983)

Královna Dagmar (Königin Dagmar). Oratorium nach einem Text von Dagmar Ledečová (1989)

Sinfonische Phantasie (Variationen) (1966)

Sinfonie Nr. 4 für Streichorchester (1973)

Konzert für Streichorchester (1973)

Sonata sinfonica für Blasorchester, Glockenspiel und Pauken (1976)

Sinfonie Nr. 5 „Chronos“ (1978)

Sinfonie Nr. 6 „Věčný nepokoj srdce“ (Ewige Unrast des Herzens) (1979)

Sinfonische Variationen „Zpřítomnění okamžiku“ (Vergegenwärtigung des Augenblicks) (1980)

Sinfonisches Fresko „Paměť“ (Erinnerung) (1981)

Dramatisches sinfonisches Bild „Euripides“ (2001)

Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 „Sursum corda“ (1981)

Konzert für Viola und Orchester „Sokratovské meditace“ (Sokratische Meditationen) (1982)

Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 „Jan houslista“ (Hans, der Geiger) (1983)

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