Yusuf Idris (arabisch يوسف إدريس, DMG Yūsuf Idrīs; geboren 19. Mai 1927 in Faqous; gestorben 1. August 1991 in London) war ein ägyptischer Schriftsteller.
Idris studierte Medizin an der Universität Kairo und praktizierte einige Jahre, bevor er sich ganz der Literatur widmete. Idris gilt als Meister der Novelle. Er schrieb für die ägyptische Tageszeitung Al-Ahram regelmäßig Beiträge.
Seine 1956 veröffentlichte Novelle Farahat's Republik war eine Kritik am Nasserismus. Er griff hierbei sprachlich auf den ägyptischen Dialekt zurück, um die Stimmung der Straße darzustellen. Kurz nach der Veröffentlichung des Textes wurde Idris von der ägyptischen Staatsmacht inhaftiert.
Idris war verheiratet mit Ragaa, sie hatten drei Kinder.
Archas layali (أرخص ليالى) 1954
Die billigsten Nächte : Erzählungen. Aufbau-Verlag 1977
Malik al-Qutn (ملك القطن) „König der Baumwolle“ 1954
Dschumhuriyyat Farhat (جمهورية فرحات) „Farhats Republik“ 1956
A laisa kadhalik (أليس كذلك) „Ist das nicht so?“ 1957
Hadithat Scharaf (حادثة شرف) „Eine Angelegenheit der Ehre“ 1958
Al-Lahzata al-Haridscha (اللحظة الحرجة) „Der kritische Moment“ 1958
Al-Haram (الحرام) „Das Verbotene“ 1959
Die Sünderin. Roman. Übersetzung Hartmut Fähndrich. Basel 1995
Ridschal wa Thiran (رجال وثيران) „Männer und Stiere“ 1964
Lughat al-Ai Ai (لغة الأى أى) „Die Sprache der Schreie“ 1965
Al-Mahzalat al-Ardiyya (المهزلة الأرضية) erschienen 1966
Al-Mukhatatin (المخططين) „Die Gestreiften“ 1969
Al-Dschins al-Thalith (الجنس الثالث) „Das dritte Geschlecht“ 1971