Yaoundé, auf Deutsch amtlich Jaunde [ja.unˈdeː], ist die Hauptstadt Kameruns und mit rund 2,4 Millionen Einwohnern (Schätzung 2017) die zweitgrößte Stadt des Landes nach der Hafenstadt Douala. Gleichzeitig ist Yaoundé Hauptstadt der Region Centre. Der Name Yaoundé ist eine Deformation des Namens der Ewondo, der ursprünglich hier ansässigen Ethnie. Ewondo-Sprecher nennen Yaoundé Ongola.
Die Stadt liegt auf einer Höhe von 730 m. Die Stadt ist auf Hügeln erbaut und gliedert sich auf der Nord-Süd-Achse um den Fluss Mfoundi. Im Westen der Stadt erheben sich der Mont Mbankolo und der Mont Fébé (ca. 1000 Meter – genaue Höhe nicht bekannt). Um die Hauptstadt Yaoundé herum ist Kamerun am dichtesten besiedelt. Viele der Einwohner leben in den weitläufigen Vorstädten. Die Stadt wird von tropischem Urwald umgeben.
Yaoundé ist administrativ in sieben Stadtbezirke aufgeteilt und besitzt rund hundert Quartiere. Die Quartiere sind vor allem als Orientierungspunkte wichtig:
Barrière – Liegt peripher ganz im Süden am Stadteingang an der Straße nach Douala.
Bastos – Nobles Wohnquartier im Nord-Westen von Yaoundé und Sitz der meisten Botschaften, Konsulate und ausländischen Nichtregierungsorganisationen. Es enthält ebenfalls das palastartige Wohnhaus von Bernard Fokou, einem der reichsten Bürger von Kamerun.
La briqueterie – auch « La Brique » genannt, liegt im Stadtzentrum und wird hauptsächlich von einer muslimischen Bevölkerung bewohnt. Es ist bekannt für seine Grillspezialitäten: dem « Soya » und seine Tuchhändler.
Camp SIC Hippodrome – Altes Wohnquartier, gelegen im Alten Stadtzentrum auf einem Hügel. Es ist gleichzeitig das Bankenquartier, einigen Ministerien und Restaurants.
Elig Edzoa – Volkstümliches Stadtquartier im Norden bekannt durch seinen Schuh-, Altkleider und Gebrauchtwarenmarkt.
Emana – Liegt ganz im Norden auf der Ausfallstraße in Richtung Obala. Die Bevölkerung besteht neben den ansässigen Ewondos vor allem aus Bamiléké und anglophonen Kamerunern aus der Nordwestregion.
Essos – Volkstümliches Quartier im Osten von Yaoundé.
Etoudi – Quartier im äußersten Norden von Yaoundé, in welchem sich der Präsidentenpalast befindet (Palais de l’Unite).
Koweit City – Liegt ganz im Südosten auf dem Weg zum Flughafen Nsimalen. Es zeichnet sich durch die palastartigen Wohnbauten aus.
Ntaba-Nlongkak respektive Djoungolo – Quartier im Zentrum von Yaoundé mit dem Dienstsitz des Gouverneurs der Zentrumsregion (Région du Centre).
Mimboman – Volkstümliches Quartier im Osten von Yaoundé.
Madagascar – Volkstümliches Quartier im Nordwesten von Yaoundé.
Mendong – Gelegen im Südwesten, hat sich rund um das in den 1980er Jahren gebaute Camp SIC (Staatlicher (Eigentums-)Wohnungsbau) entwickelt. Mendong hat ein Gymnasium und eine Anzahl von privaten höheren Schulen.
Mokolo – Gewerbequartier Osten des Zentrums von Yaoundé, beherbergt Mokolo den Großen Markt von Yaoundé (Marché Mokolo). Händler und Automobile drängen sich auf der Fahrbahn. Dieses Quartier ist sehr dicht bewohnt.
Ngoa-Ekelle – Liegt auf einem Hügel im Westen des Stadtzentrums angrenzend an das Quartier du Lac. Wichtigste Institution ist die „Université Yaoundé I“ sowie die Installationen der kamerunischen Armee.