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Wolfgang Wahlster

Deutscher Informatiker

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Wolfgang Wahlster (* 2. Februar 1953 in Saarbrücken) ist ein deutscher Informatiker und Hochschullehrer. Wahlster war zwischen 1982 und Dezember 2018 Inhaber eines Lehrstuhls für Informatik an der Universität des Saarlandes sowie von 1997 bis zum Januar 2019 Direktor und CEO des 1988 gegründeten Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Wolfgang Wahlster legte 1972 am Delmenhorster Max-Planck-Gymnasium das Abitur ab. Das von der Studienstiftung des deutschen Volkes geförderte Studium der Informatik und Theoretischen Linguistik an der Universität Hamburg schloss er im Jahr 1977 mit dem Diplom in Informatik ab. 1981 wurde Wahlster bei Wilfried Brauer mit der als summa cum laude bewerteten Arbeit „Theorie, Entwurf und Implementation einer Erklärungskomponente für approximative Inferenzprozesse in natürlichsprachlichen Dialogsystemen“ zum Dr. rer. nat. promoviert.

Seit 1978 war Wahlster wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter von Forschungsprojekten zu Sprachdialogsystem in der Hamburger Arbeitsgruppe von Walther von Hahn. 1982 nahm der gebürtige Saarbrücker den Ruf auf eine C3-Professur für Informatik an der Universität des Saarlandes an, die nach der Ablehnung zweier Rufe an die TU Karlsruhe und die Universität Hamburg 1984 zu einer C4-Professur aufgewertet wurde. Wahlster war zwischen 1985 und seiner Emeritierung Inhaber einer W3-Professur für Informatik mit Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz an der Universität des Saarlandes.

Einer seiner Schwerpunkte sind Kognitive Assistenzsysteme. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit war er Vorsitzender der Geschäftsführung und technisch-wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI).

Wahlster ist seit 2003 Mitglied in der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften (Kungliga Vetenskapsakademien), welche unter anderem das Komitee zur Vergabe der Nobelpreise für Physik und Chemie stellt. Außerdem ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech). Von 2017 bis 2018 war er Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ).

Gemeinsam mit Henning Kagermann und Wolf-Dieter Lukas hat er das Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ konzipiert und am 1. April 2011 erstmals in den VDI-Nachrichten veröffentlicht.

Von 2018 bis 2019 war Wahlster Mitglied der von der Bundesregierung eingesetzten 16-köpfigen Datenethikkommission.

Zum Ende des Jahres 2018 wurde Wahlster als Professor an der Universität des Saarlandes emeritiert. Am 1. Februar 2019 trat Jana Koehler, eine Doktorandin Wahlsters, die Nachfolge Wahlsters sowohl für dessen Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz an der Universität des Saarlandes als auch die Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) an. Wahlster bleibt weiterhin Chefberater am DFKI.

Im Februar 2019 wurde er erstmals als einer von insgesamt nur 21 Naturwissenschaftlern in die Rangliste der 500 wichtigsten Intellektuellen Deutschlands aufgenommen, die vom Magazin Cicero publiziert wird. Im Mai 2019 wurde er von der Gesellschaft für Informatik als einer von 10 prägenden Köpfen der deutschen KI-Geschichte geehrt.

Wahlster ist verheiratet, hat zwei Kinder und zwei Enkel.

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)

2002: Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur

2006: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

2017: Saarländischer Verdienstorden

2018: Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Saarbrücken

2019: Ehrung durch die Gesellschaft für Informatik als einer von 10 prägenden Köpfen der deutschen KI-Forschung

2019: Ehrenmedaille des Czech Institute of Informatics, Robotics and Cybernetics (CIIRC) der Tschechischen Technischen Universität Prag (CTU)

2019: Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

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