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Wolfgang Seel (Fußballspieler)

Deutscher Fußballspieler

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Wolfgang Seel (* 21. Juni 1948 in Kirkel) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. In der höchsten Spielklasse des deutschen Fußballs, der Bundesliga, spielte er für den 1. FC Kaiserslautern, Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Saarbrücken. In der A-Nationalmannschaft des DFB wurde Seel in sechs Länderspielen eingesetzt.

Der Mittelfeldspieler Seel, der nach dem Zweiten Weltkrieg im französischen Protektorat Saarland geboren wurde, begann in seiner Heimatstadt beim SV Kirkel organisiert mit dem Fußballspielen. Mit 18 Jahren wechselte er 1966 zum 1. FC Saarbrücken in die zweitklassige Regionalliga, in der er von 1966 bis 1971 aktiv war. In fünf Spielzeiten in der damaligen Regionalliga Südwest gelangen ihm in 130 Punktspielen 25 Treffer. In der Aufstiegsrunde 1967 verfehlten die Saarländer, die sich als Vizemeister der Südweststaffel qualifiziert hatten, als Dritter der Gruppe 2 den Sprung in die 1. Bundesliga.

Da ihm mit dem FCS kein Erstligafußball möglich war, erlaubte ihm im Sommer 1971 der Wechsel in die Pfalz in der Beletage des bundesdeutschen Fußballs mitzuwirken. Von 1971 bis 1973 spielte er in der Bundesliga in 65 Spielen für den 1. FC Kaiserslautern, für den er 16 Tore erzielte.

1973 wechselte er für eine Ablösesumme von 300.000 DM zu Fortuna Düsseldorf. Der Stürmer gehörte zu jener Fortuna-Elf, die Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre mit den Brüdern Klaus und Thomas Allofs, Gerd Zewe und Manfred Bockenfeld mehrere Nationalspieler in ihren Reihen hatte und 1979 gegen Hertha BSC (Seel erzielte hier das entscheidende Tor zum 1:0 in der 117. Spielminute) und 1980 mit 2:1 gegen den 1. FC Köln den DFB-Pokal gewann. 1979 verlor er das Endspiel des Europapokals der Pokalsieger gegen den FC Barcelona, trotz zweifachen Torerfolges, mit der Fortuna mit 3:4 n. V. Besondere Berühmtheit erreichte er durch seine zwei Tore beim 7:1-Sieg der Fortuna gegen den FC Bayern München im November 1978. Für die Fortuna kam er in 274 Bundesligaspielen zum Einsatz und erzielte darin 59 Tore. In seinen ersten fünf Spielzeiten kam er in allen Spielen der Fortuna zum Einsatz.

In der Saison 1981/1982 absolvierte er bis zum Januar 1982 noch 12 Einsätze für die Fortuna, aber fühlte sich im Rheinland nicht mehr wohl. Für eine Ablösesumme von 75.000 DM kehrte er Ende Januar zu seinem früheren Verein 1. FC Saarbrücken, inzwischen Drittligist, zurück, wobei er aufgrund der sogenannten Reamateurisierung drei Monate nicht einsatzberechtigt war. Bis zu seinem Karriereende 1986 bestritt Seel in der 1. und 2. Bundesliga insgesamt 86 Punktspiele und konnte dabei 19 Torerfolge verbuchen.

In den verbleibenden Partien des Spieljahres 1981/82 und in der Saison 1982/83 trat der Ex-Nationalspieler für den FCS aber zunächst noch in der damaligen Amateur-Oberliga an. Mit sieben Treffern in 23 Einsätzen in der Oberliga Südwest war Seel am Titelgewinn der Saarbrücker beteiligt, die durch den 2. Platz in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga 1983/84 veredelt wurde. 1984/85 gelang Seel mit Saarbrücken bereits zwei Jahre nach dem Sprung in Liga 2 durch einen Sieg in der Relegation der prestigeträchtige Aufstieg ins bundesdeutsche Fußballoberhaus.

In der Fußball-Bundesliga absolvierte er von 1971 bis 1986 insgesamt 361 Spiele für den 1. FC Kaiserslautern, Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Saarbrücken, in denen er 79 Tore erzielte. Der Bundesligastar war vor allem für seine schnellen Sprints auf der linken Außenbahn berühmt. Zwischen 1983 und 1985 spielte er in 64 Spielen für den 1. FC Saarbrücken in der 2. Liga und schoss in diesen Partien 16 Treffer. Obwohl er eigentlich seine Karriere bereits mit dem Ende der Spielzeit 1985/86, die mit dem Abstieg des FCS aus der 1. Bundesliga endete, bereits beendet hatte, half er im Profiteam der Saarländer im Juni 1986 in der parallel zur WM in Mexiko ausgetragenen 1986er-Runde des Intertoto-Cup aus. Beim Auswärtsspiel gegen den DDR-Vertreter FC Carl Zeiss Jena konnten Seel und die Saarbrücker eine 1:3-Niederlage aber nicht verhindern.

Wolfgang Seel selbst war von 1974 bis 1977 sechs Mal in der deutschen Fußballnationalmannschaft aktiv. Sein erstes A-Länderspiel bestritt er bei dem 2:1-Sieg gegen die Schweiz am 4. September 1974. Seine letzte Partie in der Elf von Helmut Schön absolvierte der Düsseldorfer Akteur am 14. Dezember 1977 gegen Wales. Beim 1:1-Remis in Dortmund wurde er in der 75. Minute für Klaus Fischer eingewechselt.

Europapokal der Pokalsieger-Finale: 1979

Aufstieg in die Bundesliga: 1985

Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn arbeitete Seel unter anderem bis 2007 für die Saarland Sport-Toto GmbH. Außerdem spielte er nochmals in seinem jetzigen Wohnort Oberwürzbach für die erste Mannschaft des SV Oberwürzbach und erreicht in der Saison 1997/98 die Meisterschaft in der Kreisliga A. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Bundesliga wurde Seel 2013 in eine „Saarland-Jubiläums-Elf“ gewählt. Zur Wahl, die von dem Ellenfeld e. V. und dem Saarpark-Center organisiert worden war, standen alle Saarländer, die seit 1963 in der Bundesliga gespielt hatten.

Christian Karn, Reinhard Rehberg: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1963–1994. AGON Sportverlag, Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4, Seite 469.

Fritz Tauber: Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken von A bis Z. AGON Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-397-4, Seite 118.

Wolfgang Seel in der Datenbank von weltfussball.de

Wolfgang Seel in der Datenbank von fussballdaten.de

Wolfgang Seel in der Datenbank von transfermarkt.de

Wolfgang Seel in der Datenbank von kicker.de

Wolfgang Seel in der Datenbank von National-Football-Teams.com (englisch)

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