An diesem Tag

Wolfgang Scholz (Feuerwehrmann)

Deutscher Feuerwehrmann

Anúncio

Wolfgang Scholz (* 23. Juli 1932 in Berlin; † 19. August 2021 ebenda) war ein deutscher Diplom-Ingenieur und Feuerwehrmann. Er war von 1989 bis 1992 als Landesbranddirektor Leiter der Berliner Feuerwehr. In seine Amtszeit fielen der Mauerfall, die deutsche Wiedervereinigung und die Zusammenführung der beiden Feuerwehren Berlins.

Wolfgang Scholz wurde als zweites Kind eines Lehrer-Ehepaares in der Berliner Ortslage Tegelort geboren. Die ältere Schwester starb 1936.

Ab Frühjahr 1939 besuchte Scholz die damalige 22. Volksschule und wechselte 1943, inmitten des Zweiten Weltkrieges, an das Humboldt-Gymnasium in Berlin-Tegel. Dieses wurde jedoch noch im Sommer mit den anderen Berliner Schulen wegen der steten Luftangriffe geschlossen und die Kinder letztlich aus Berlin evakuiert.

Scholz zog zur Großmutter nach Buckow in der Märkischen Schweiz und war ab Herbst 1943 Außenschüler an der Internats-Oberschule in Waldsieversdorf. Wegen der sich nähernden Ostfront kam er Ende 1943 wieder nach Berlin, wo jedoch kein Schulbetrieb mehr stattfand.

Nachdem die ersten sowjetischen Einheiten im April 1945 Berlin einnahmen, harrte die Familie in Tegelort aus und wartete das Kriegsende ab.

Bereits im Juni 1945 wurde in Berlin der Schulbetrieb wieder aufgenommen, sodass Wolfgang Scholz an das Humboldt-Gymnasium zurückkehren konnte. 1951 legte er dort das Abitur ab.

Im Anschluss begann er bei der Firma Borsig eine Lehre als Maschinenschlosser, die er jedoch abbrach, nachdem er 1952 die Zulassung zum Studium an der Technischen Universität Berlin erhielt.

Scholz begann ein Studium in der Fachrichtung Allgemeiner Maschinenbau und wechselte 1956 in die Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen.

1959 erlangte er nach seinem Abschlussexamen den akademischen Grad des Diplom-Ingenieurs.

Wolfgang Scholz trat bereits 1948 als Schüler der Freiwilligen Feuerwehr Tegelort bei. 1957 wurde er mit 25 Jahren erstmals zum Wehrführer gewählt.

Im März 1960, nach Abschluss seines Studiums, wurde Scholz nach erfolgreicher Bewerbung als Brandreferendar bei der Berliner Feuerwehr eingestellt. Im Anschluss absolvierte er den Vorbereitungsdienst für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst, den er bei den Feuerwehren in Berlin, Duisburg, Nürnberg und Bremen sowie beim Bayerischen Landesamt für Katastrophenschutz in München ableistete.

1962 schloss er seine Ausbildung mit dem Staatsexamen an der nordrhein-westfälischen Landesfeuerwehrschule in Münster ab und wurde schließlich als Brandassesor bei der Berliner Feuerwehr eingestellt.

Nach seinen ersten Verwendungen als Führungskraft bei den damaligen Abteilungen I, II und IV wurde Scholz zum Brandrat ernannt.

1965 wurde er zum Brandoberrat befördert und übernahm die Leitung der Abteilung III (Fahrzeuge und Geräte). 1968 erfolgte die Ernennung zum Branddirektor.

Ab 1970 rückte er in die Position eines Referatsleiters der Abteilung I (Personal und Einsatzdienst), ehe er drei Jahre später deren Leitung übernahm. Zugleich wurde Scholz zum Leitenden Branddirektor befördert. Im neuen Amt nahm er ab 1971 auch die Stelle des stellvertretenden Landesbranddirektors ein.

Leiter der Berliner Feuerwehr (1989–1992)

Mit Ablauf des Jahres 1988 trat der bisherige Feuerwehrchef Kurt-Werner Seidel aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand.

Auf Vorschlag von Innensenator Erich Pätzold wurde Scholz exakt zum Jahresbeginn 1989 zum Landesbranddirektor ernannt und somit als neuer Behördenleiter eingesetzt. Im Geiste Seidels fördert er die technische Entwicklung der Feuerwehr-Leitstelle weiter und sorgte für die Einführung des Unterstützungsprogramms FELSY.

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken