Wolfgang Held (* 12. Juli 1930 in Weimar; † 17. September 2014 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor, der neben Romanen auch Jugendbücher und Drehbücher schrieb.
Wolfgang Held wuchs in einem konsequent sozialdemokratischen Elternhaus auf. Er wurde stark geprägt von der Erfahrung des KZ Buchenwald, als er im April 1945 auf der Suche nach einem von der Gestapo verhafteten Onkel war. Held besuchte eine Volksschule und Handelsaufbauschule in Weimar. 1948/1949 war er als Volkspolizist freiwilliger Aufbauhelfer u. a. bei der Enttrümmerung und beim Bau der Wasserleitung Maxhütte.
Nach einer Erkrankung an Tuberkulose hatte er im Sanatorium eine für den weiteren Lebensweg entscheidende Begegnung und ein monatelanges, gemeinsames Zusammenleben in einem Zimmer mit einem gleichaltrigen Vikar. Diese Erlebnisse verarbeitete er in dem Drehbuch zu dem DEFA-Film Einer trage des anderen Last ….
Held begann danach eine journalistische Ausbildung und erhielt eine Tätigkeit als Redaktionsassistent. Sein erstes Buch wurde 1959 veröffentlicht. Ab 1964 war Held freischaffender Schriftsteller. Im literarischen Schaffen war er beeinflusst von Louis Fürnberg, Hans-Joachim Malberg, Bruno Apitz und Walter Janka.
1989 war Held für den Europäischen Filmpreis nominiert.
Held starb im September 2014 im Alter von 84 Jahren in seiner Heimatstadt.
Literatur- und Kunstpreis der Stadt Weimar
Verdienstmedaille der Nationalen Volksarmee in Gold
Nationalpreis der DDR, Vaterländischer Verdienstorden in Gold (1984)
Goldene Ehrennadel der Stadt Weimar 2005
Für das Beste Drehbuch wurde Held 1989 zudem nominiert für den Europäischen Filmpreis.
Die Nachtschicht. Volksverlag, Weimar 1959
Manche nennen es Seele. Volksverlag, Weimar 1962
Der Tod zahlt mit Dukaten. Das Neue Berlin, Berlin 1964, Gelbe Reihe
Das Licht der schwarzen Kerze. Das Neue Berlin, Berlin 1967 (NA: BS Verlag Rostock Bruhn, Rostock/Bargeshagen 2010, ISBN 978-3-86785-133-6)
Der letzte Gast. Das Neue Berlin, Berlin 1968 (2011 Neuauflage als Mord in der Distel-Bar, Verlag Kirchschlager, Arnstadt)
Schild überm Regenbogen. Militärverlag der DDR, Berlin 1973 (NA: Militärverlag der DDR, Berlin 1984)
Visa für Ocantros. Das Neue Berlin, Berlin 1976 (NA: Militärverlag der DDR, Berlin 1990)