Wolf Euba (* 3. April 1934 in Nürnberg; † 24. Januar 2013 in München) war ein deutscher Rezitator, Schauspieler, Regisseur und Autor von Radio-Features.
Wolf Euba wuchs in München auf. Nach abgeschlossenem Englisch- und Französischstudium und einem Fulbright-Stipendienaufenthalt in den Vereinigten Staaten absolvierte er eine Schauspielerausbildung. Ab 1962 wurde er als „die Stimme Bayerns“ (SZ) bekannt, da er für den Bayerischen Rundfunk in Radio und Fernsehen als Sprecher, Regisseur und Autor tätig war.
In literarisch-musikalischen Soloprogrammen arbeitete Wolf Euba unter anderem mit der Akkordeonistin Maria Reiter, dem Cellisten Heinrich Klug, dem Schlagzeuger Stefan Blum, dem Cembalisten Michael Eberth, dem Schwabinger Klaviertrio und dem Dirigenten Markus Elsner zusammen. Darüber hinaus übernahm er Sprecherpartien in Oratorien (z. B. In terra pax von Frank Martin) und Melodramen (z. B. Das Hexenlied von Max von Schillings / Ernst von Wildenbruch).
Wolf Euba starb im Alter von 78 Jahren in München.
1989: Kurd-Laßwitz-Preis (zusammen mit Wolfgang Jeschke für das Hörspiel Jona im Feuerofen oder Das versehrte Leben)
1999: Günther-Klinge-Kulturpreis der Gemeinde Gauting (zusammen mit Ingolf Turban)
2008: Jahrespreis der Pocci-Gesellschaft
2010: Bürgermedaille der Gemeinde Gröbenzell
Mythen – Deutungen menschlichen Lebens: Medea
Contra Galileum Galilei. Die Züchtigung eines freien Geistes
Die kalte Revolution. Napoleon, Max Joseph und Montgelas, oder: wie Bayern zu einem modernen Staat wurde
„Deutschland, wir weben dein Leichentuch“ – zum schlesischen Weberaufstand vom Juni 1844
„Pieck kam von links und ich von rechts“ – Otto Grotewohl und der Zusammenschluss von SPD und KPD zur SED (BR 7. Juni 1999)
J. Edgar Hoover – Ein Schatten über Amerikas Demokratie (BR 11. Februar 2002)
Als Sprecher / Regisseur / Autor
Edgar Allan Poe: Der Mord in der Rue Morgue (1965; Rolle: Edgar Allan Poe)
Carl Orff: Ein Osterspiel (Comoedia de Christi Resurrectione) (BR 1971; Rolle: ?)
Molière: Der eingebildete Kranke (1972; Regie)