Wladimir Pantchev (auch Vladimir Pančev; * 11. Januar 1948 in Sofia; † 8. September 2021 in Wien) war ein bulgarisch-österreichischer Komponist zeitgenössischer Musik.
Von 1967 bis 1972 studierte Pantchev an der Sofioter Musikakademie (Komposition bei Aleksandǎr Tanev, Klavier bei Ljuba Enčeva; Dirigieren bei Konstantin Iliev). Nach Studienabschluss arbeitete er als freischaffender Komponist, Korrepetitor, Redakteur und weiters als Bühnendirigent an der Sofioter Nationaloper und Dozent an der Sofioter Musikakademie. Er heiratete im Jahr 1978 Albena Naydenova. Seit seiner Übersiedlung nach Wien im Jahre 1991 war er als freier Mitarbeiter (Redakteur bei UE 1992–1996) und Korrepetitor am Wiener Konservatorium (1992–1994) tätig. Pantchev war aktiv als Professor für Komposition und Organisator von Konzerten und Kursen für Neue Musik in Österreich. Von 1998 bis 2013 war er Vizepräsident des Ensembles Wiener Collage und schrieb für dieses zahlreiche Werke mit verschiedenen Besetzungen. Er brachte zahlreiche CD-Aufnahmen und Rundfunkaufführungen im ORF Radio Ö1 und im bulgarischen Rundfunk.
Sonate für Klarinette und Klavier, 1971/1972
Vier Musikstücke für Bassklarinette und Klavier, 1971
Fünf symphonische Bilder für Orchester, 1974
Sechs Stücke für Cello und Klavier, 1974
Feuer und Licht Kantate für Mezzosopran und Klavier nach Gedichten von André de Bouché, 1974
Stimmungen für Solo-Flöte, 1975
Toccatina und Wettspiel für Klavier, 1975
Der Wirrwarr. Oper nach dem gleichnamigen Schauspiel von Jórdan Raditschkov, 1980
Poéme für Cello und Kammerorchester, 1979
Konzert für Flöte und Orchester, 1981
Impulse I & II für Klarinette, Klavier und Schlagzeug (I) bzw. für drei Quartette (II), 1981
In memoriam für großes Orchester, 1982
Zehn Konzertstücke für Orchester, 1982
Mondlieder. Eine kleine Kantate für Sopran, Flöte, Viola, Harfe und Klavier (nach japanischen und koreanischen Gedichten), 1982
Die Blumen der kleinen Ida. Kinderballett nach Hans Christian Andersen, 1983
Schlamm. Oper nach der gleichnamigen Erzählung von Elin Pelin, 1983