Winfried Frey (* 24. Dezember 1968 in Neuburg an der Donau) ist ein deutscher Volksschauspieler, Moderator, Autor, Theaterregisseur und Kabarettist.
Winfried Frey wuchs bis zu seinem 16. Lebensjahr in Neuburg an der Donau auf. Er stand bereits im Alter von elf Jahren auf der Bühne. Zwei Jahre später spielte er im humoristisch-musikalischen Duo „Die Brucker Buam“. Seine schauspielerische Ausbildung absolvierte er von 1984 bis 1986 am Zinner-Studio und Friedericke Müller in München.
1986 wurde er festes Ensemblemitglied der weltberühmten Volkssängerbühne Platzl, wo ihn wenig später Bernd Helfrich für sein Chiemgauer Volkstheater entdeckte. Viele weitere Engagements an verschiedenen Bühnen, sowie Fernsehtheatern wie Chiemgauer Volkstheater, Peter Steiners Theaterstadl oder Komödienstadel folgten.
Seine erste große Fernsehrolle bekam er in der RTL-Serie Zum Stanglwirt. Viel wichtiger allerdings war seine Hauptrolle im arte/ZDF-Drama Alle haben geschwiegen (1995) von Norbert Kückelmann: Wurde Frey vorher als bajuwarischer Sympathieträger und jugendlicher Liebhaber besetzt, war er hier ein Mörder. Der Film begeisterte beim Münchner Filmfest und Winfried Frey hatte sein Rollenspektrum erfolgreich erweitert.
Ab 1996 war er Teil der ZDF-Serie Forsthaus Falkenau, ist immer wieder Hauptdarsteller, u. a. in Der Bulle von Tölz (Sat.1), in Fernsehfilmen wie im Bayerischen Rundfunk Kreuzwege als junger Pfarrer (1998) von Werner Asam, oder als gehbehinderter Richard Karpfinger in Steffi Kammermeiers Zeit der Fische (2004), ebenso wie im Tatort-Film Im Visier uvm. Auch Franz Xaver Bogner holte Winfried Frey mehrfach für seine erfolgreichen Serien. So hatte Frey Episodenhauptrollen in vier Folgen von Café Meineid, war als Eugen Gänslmayr vom Bau- und Ordnungsamt in seiner BR-Serie Der Kaiser von Schexing (2007–2011) und ist in der ARD-Polizeiserie München 7 als Polizeihauptmeister Hans Kneidl in Hauptrollen vertreten. Im Herbst 2007 stand er im Marcus H. Rosenmüller-Kinofilm Räuber Kneißl als Kommandant Gösswein vor der Kamera.
2008 doubelte Winfried Frey erstmals den CSU-Vorsitzenden Erwin Huber auf dem Nockherberg (Starkbierprobe).
Als Kabarettist ist er u. a. seit 1996 mit seiner Gruppe Boarisch Dynamit unterwegs, moderierte regelmäßig die „Volksmusik“ bei Radio Bayern 1, leiht gelegentlich den Puppen im Münchner Marionettentheater seine Stimme und agiert in Hörspielen. 2009/2010 drehte Winfried Frey sporadisch für den BR die musikalische Reisereportage „FREYFAHRT“.
Mit seinen Themenlesungen am Tag der Archive (‘Ungewöhnliche Mordfälle in Bayern’ und ‘100 Jahre Revolution in Bayern’) beschert er dem Staatsarchiv München so viele Besucher an einem Tag wie noch nie.
Seit 2010 ist er zudem vermehrt als Autor und Theaterregisseur tätig. Er verfasste unter anderem 13 Dialog-Drehbücher für die tägliche bayerische Serie „Dahoam is dahoam“ und entwickelte im Auftrag mehrerer Produktionsfirmen neue Serienkonzepte, Ideenskizzen für Filme oder Fernsehspiele sowie Doku-Formate auf Wunsch verschiedener TV-Sender. Bis dato gehen knapp 20 abendfüllende Theaterstücke, Musik-Theaterstücke und Kabarettprogramme auf sein künstlerisches Konto.
Im Herbst 2016 hob er sein erstes Soloprogramm Endlich Frey! aus der Taufe und tourte damit im süddeutschen Raum. Anfang 2019 startet das zweite Solo FreyZEIT – in der Welt zu Hause, in Bayern dahoam.
Frey ist SOS-Kinderdorf-Botschafter. Er ist mit der Schauspielerin Petra Auer-Frey verheiratet, das Paar hat zwei Kinder.
seit 1995 über 50 TV-Theater-Aufzeichnungen für RTL und Bayerisches Fernsehen
2000: Die Unschuldigen, Regie: G. Löw
2001: Der Brandner Kaspar, Regie: C. Trantow
2001: Die Zauberflöte, Regie: S. Oeft
2004: Die keusche Hur’, Regie: Winfried Frey
2006–2007: Theo Berger – Bruchstücke, Regie: Winfried Frey und Hermann J. Vief
2007: Im weissen Rössl, Regie: Georg Büttl (in Garmisch-Partenkirchen, Open Air)