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William Trevor

Irischer Schriftsteller

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William Trevor (* 24. Mai 1928 in Mitchelstown, County Cork, Irland; † 20. November 2016 in Somerset, England; eigentlich William Trevor Cox) war ein irischer Schriftsteller.

William Trevor wurde im mehrheitlich katholischen Irland in eine protestantische Familie geboren. So empfand er sich „von Anfang an als Außenseiter“. Sein Vater leitete Bankfilialen in wechselnden Orten; die Familie zog daher häufig um. Trevor studierte Geschichte am Trinity College in Dublin, arbeitete nach dem Studium als Lehrer und machte sich bereits früh einen Namen als Bildhauer. Er zog 1952 nach England, in Taunton unterrichtete er Kunst.

Sein erster Roman A Standard of Behaviour erschien 1958, Trevor weigerte sich später, Neuauflagen zuzulassen. Von 1960 bis 1965 arbeitete er in London als Werbetexter, bis er sich als Schriftsteller selbständig machte. Er schrieb Romane, Erzählungen und Bühnenstücke. Seine Erzählungen wurden regelmäßig im New Yorker veröffentlicht.

Trevor wurde mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet und 1977 von Königin Elisabeth II. zum Honorary CBE, 2002 zum Ehrenritter ernannt. Den Durchbruch in Deutschland schaffte er mit dem Psychothriller Felicias Reise (1994).

Trevor heiratete im Jahr 1952 und lebte mit seiner Frau Jane zuletzt in Devon, England. Sie hatten zusammen zwei Söhne.

In seinen 23 Romanen und 11 Bänden mit Erzählungen beschäftigte sich Trevor mit Spannungen zwischen Außenseitern und der Gesellschaft; seine Figuren sind milde Exzentriker und melancholische Einzelgänger, aber auch Opfer der irischen gesellschaftlichen Verhältnisse wie etwa in der realistischen Erzählung Kathleens Feld. In vielen seiner Bücher spielen das Verhältnis von Briten und Iren und die Nachwirkungen der gewalttätigen gemeinsamen Geschichte eine zentrale Rolle.

Seine Figuren stoßen sich mit ihren stark entwickelten Emotionen an den gesellschaftlichen Begrenzungen, die sie oft nicht zu akzeptieren bereit sind. In vielen Fällen handelt es sich dabei um marginalisierte Außenseiter: Kinder, Alte, Einzelgänger oder unglücklich Verheiratete. Sie schaffen sich eine eigene Realität, ziehen sich dorthin zurück und stoßen häufig an die Grenzen des Wahns.

„Es fehlt nicht an Wut und Zorn in diesen Geschichten. Doch das Augenmerk liegt auf den Strategien, wie sich mit Schicksalsschlägen umgehen lässt.“

Er gilt als Schriftsteller des atmosphärischen Impressionismus; die Gefühle seiner Protagonisten können Erinnerungen umwandeln, ihre Vergangenheit die Gegenwart überlagern.

1965: Hawthornden-Preis (England) für The Old Boys

1970: Mrs. Eckdorf in O’Neill’s Hotel nominiert für den Booker Prize (England)

1975: William Heinemann Award der Royal Society of Literature (England) für Angels at the Ritz and other Stories

1976: Literaturpreis der Allied Irish Banks (Irland)

1978: Whitbread Prize (England) für The Children of Dynmouth

1980: Giles Cooper Award der BBC (England) für das beste Hörspiel für Beyond the Pale

1982: Giles Cooper Award der BBC (England) für das beste Hörspiel für Autumn Sunshine

1982: Jacob’s Award (Irland) für die Fernsehfassung von The Ballroom of Romance

1983: Whitbread Prize (England) für Fools of Fortune

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