An diesem Tag

William Klein

US-amerikanischer Maler, Filmregisseur und Fotograf

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William Klein (* 19. April 1926 in New York; † 10. September 2022 in Paris) war ein US-amerikanischer Maler, Filmregisseur und Fotograf. Er lebte und arbeitete in Paris.

Als Fotograf veröffentlichte er eine Reihe von Büchern über große Städte: New York, Rom, Moskau, Tokio und schließlich Paris, wo er seit 1948 lebte und das er wegen seines kosmopolitischen, multiethnischen Charakters liebte. Er hat Künstler wie Helmut Newton, Frank Horvat, David Bailey und Jeanloup Sieff beeinflusst.

William Klein war der Sohn immigrierter Juden. Den Schulabschluss machte er schon mit 14 Jahren. Er studierte zunächst Soziologie am City College und leistete dann 1946 bis 1948 seinen Militärdienst bei den US-Truppen in Deutschland.

Am 13. Juli 1947 besuchte er zum ersten Mal Paris als GI. 1948 ging er mit einem G.-I.-Bill-Stipendium für ein Studium der Psychologie an die Sorbonne. In Paris lernte er seine spätere Frau Jeanne Florin kennen, die ebenfalls Künstlerin war. Wenig später trat er für einige Wochen in das Atelier von Fernand Léger ein. Er lebte in La Garenne-Colombes. Klein begegnete Max Bill und war mit Jack Youngerman und Ellsworth Kelly befreundet.

André Lhote förderte ihn, indem er ihn wie Henri Cartier-Bresson in sein Atelier eintreten ließ.

1951 stellte er in der Galerie Dietrich-Lou Cosyn in Brüssel und im Piccolo Teatro in Mailand Gemälde aus. 1952 folgte in der lombardischen Metropole eine Präsentation seiner Arbeit durch die Galerie Il Milione, bei der der Architekt Angelo Mangiarotti auf ihn aufmerksam wurde, der für den Innenausbau eines Gebäudes von Klein kreisende Leinwände bestellte. Klein lieferte darauf eine schlichte geometrische Arbeit in schwarz und weiß in Bewegung.

In den Jahren 1950 oder 1951 begann er zu fotografieren und richtete sich eine Dunkelkammer ein. Er führte er eine Art fotografisches Tagebuch. Dabei arbeitete er am Vorbild von László Moholy-Nagy und experimentierte mit dem Fotogramm. Diese Fotogramme wurden unter anderem 1952 bis 1961 auf den Titelseiten der Zeitschrift Domus veröffentlicht und 1953 in der Brüssler Galerie Apollo gezeigt.Chris Marker half ihm, beim Verlag Éditions du Seuil veröffentlicht zu werden; das Buch wurde 1957 mit dem Prix Nadar ausgezeichnet. Federico Fellini lud ihn ein, sein Assistent zu werden. Anfang der 1960er Jahre drehte er mehrere Folgen für die Sendung Cinq Colonnes à la une, darunter Les Français et la politique (Die Franzosen und die Politik), die zensiert wurde.

Bis 1965 arbeitete Klein als Modefotograf für Vogue. Seine Modefotografien „revolutionierten“ das Genre: Seine Models hatten nicht mehr die Hände auf den Hüften und mit ihren Füßen nahmen sie nicht mehr die Position der klassischen Balletttänzerin ein. Kleins Werk umgab damals ein Hauch von Skandal.

Neben der Fotografie begann er früh, nebenher Kurzfilme zu drehen. Mit Louis Malle arbeitete er an Zazie dans le métro. Seine Karriere als Filmemacher war vor allem von seinem politischen Engagement geprägt, insbesondere zugunsten der Afroamerikaner, deren Kämpfe er durch Porträts von Persönlichkeiten wie Muhammad Ali, Little Richard und Eldridge Cleaver zu unterstützen suchte.

1983 und 2005 widmete ihm das Centre Pompidou in Paris jeweils eine Ausstellung. 2004 fand eine Ausstellung „Paris + Klein“ im Martin-Gropius-Bau in Berlin statt. 2019 fand eine umfassende Retrospektive in Madrid statt. Klein starb im September 2022 im Alter von 96 Jahren in Paris. Aus seiner Ehe mit Jeanne Florin († 2005) entstammen der Sohn Pierre und die Tochter Caryl.

1962: Les troubles de la circulation

1962: Les français et la politique

1967: Fern von Vietnam (Loin du Viêt Nam)

1969: Muhammad Ali, der Größte (Muhammad Ali, the Greatest)

1969: Le Festival Panafricain d’Alger

1977: Hollywood, California: A Loser’s Opera

1978: Mai ’68 im Quartier Latin (Grands soirs & petits matins)

1980: The Little Richard Story

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