An diesem Tag

William Henry Hudson

Argentinisch-britischer Schriftsteller, Naturalist und Ornithologe

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William Henry Hudson (* 4. August 1841 in Quilmes, Argentinien; † 18. August 1922 in London) war ein argentinisch-britischer Schriftsteller, Naturforscher und Ornithologe.

Hudson wurde in Quilmes in der Provinz Buenos Aires als Sohn von Siedlern geboren, die aus Irland und England in die USA und dann nach Argentinien auswanderten. Mit sechs Jahren bereits ein guter Reiter, erkrankte er an rheumatischem Fieber und konnte sich seinen Traum, ein Gaucho zu werden, nicht erfüllen. Er verbrachte seine Jugend mit der Beobachtung der argentinischen Flora und Fauna und sah sich dabei als Feldforscher (field naturalist), der mit seinen Beobachtungsobjekten in eine Art „animistische“ Kommunikation trat. Ab 1860 verdiente er Geld damit, dass er Vögel erlegte und ihre Bälge an zoologische Institute schickte. Seine ersten Veröffentlichungen waren Arbeiten in Proceedings of the Royal Zoological Society. Hudson veröffentlichte eine Serie von ornithologischen Studien und erlangte später Berühmtheit mit Büchern über englische Naturbeobachtungen.

Anfang der 1870er Jahre reiste er nach Patagonien, um Vögel zu beobachten. Kaum auf den patagonischen Ebenen angekommen, verletzte er sich selbst mit einer Kugel und ließ von seinen ornithologischen Studien ab. Zwanzig Jahre später verarbeitete er seine Reise-Erfahrungen in einem seiner ersten Bücher, Idle Days in Patagonia.

Nach dem Tod seiner Eltern verließ er 1874 Argentinien, um nach Großbritannien umzuziehen, wo er zunächst bittere Not litt und Schriftsteller wurde. Seine bekanntesten Bücher sind der tragisch-romantische Roman Green Mansions (1904) (dt. Rima, später Das Vogelmädchen) und eine autobiographische Betrachtung der argentinischen Natur mit dem Titel Far Away and Long Ago (1918).

Sein Grab liegt in Broadwater bei Worthing, West Sussex.

Zu seinen Bewunderern zählte Joseph Conrad: „Man kann immerfort zu lernen versuchen, wie Hudson seine Wirkungen erzielt, und wird es nie wissen. Er schreibt seine Worte nieder, wie der liebe Gott das Gras wachsen lässt“.

Er gilt als argentinischer Nationaldichter, und in den Anden ist der Gipfel Cerro Hudson nach ihm benannt.

The Purple Land that England Lost. Travels and Adventures in the Banda Oriental, South America (1885)

Argentine Ornithology (1888), gemeinsam mit Philip Lutley Sclater

The Naturalist in la Plata (1892)

Idle Days in Patagonia (1893), dt. Müssige Tage in Patagonien, übersetzt von Rainer G. Schmidt, Achilla Presse, Butjadingen 2008, ISBN 978-3-940350-02-2; Neuausgabe: Müßige Tage in Patagonien, Matthes & Seitz, Berlin 2019, ISBN 978-3-95757-793-1.

Lost British Birds (1894) pamphlet

Osprey; or, Egrets and Aigrettes (1896)

An Introduction to the Philosophy of Herbert Spencer (1897)

The Famous Missions of California (1901)

El Ombu (1902) stories, later South American Sketches, dt. El Ombú, Südamerikanische Erzählungen, Friedenauer Presse, Berlin 2007, ISBN 978-3-932109-53-9.

Rousseau and Naturalism in Life and Thought (1903)

Green Mansions: A Romance of the Tropical Forest (1904), dt. Rima. Die Geschichte einer Liebe aus dem Tropenwald, übersetzt von Kuno Weber, Manesse, Zürich 1958; Neuausgabe: Das Vogelmädchen. Klett-Cotta, Stuttgart 1980, ISBN 3-608-87510-7.

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