An diesem Tag

Will Smith

US-amerikanischer Schauspieler, Filmproduzent und Rapper

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Willard Carroll „Will“ Smith Jr. [smɪθ] (* 25. September 1968 in Philadelphia, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Filmproduzent und Rapper. In den späten 1980er Jahren erlangte er Bekanntheit als Rapper unter dem Namen The Fresh Prince. Seinen Durchbruch hatte Smith als Schauspieler in der international erfolgreichen, nach ihm benannten Sitcom Der Prinz von Bel-Air, die von 1990 bis 1996 auf NBC lief. Seit 1996 tritt Smith fast ausschließlich in Filmen auf. Für seine Rollen in den Filmen Ali und Das Streben nach Glück erhielt er jeweils 2002 und 2007 eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller. Im Jahr 2022 erhielt er einen Oscar und einen Golden Globe für die Titelrolle in dem Filmdrama King Richard. Will Smith ist vierfacher Grammy-Preisträger. Anfang April 2022 schloss die Filmakademie Will Smith für zehn Jahre von künftigen Oscarveranstaltungen aus, weil er bei der Preisverleihung 2022 dem Komiker Chris Rock auf der Bühne mit offener Hand ins Gesicht schlug.

Will Smith wuchs als Zweitältester von vier Geschwistern in gutbürgerlichen Verhältnissen in West Philadelphia auf. Sein Vater Willard C. Smith Senior, Ingenieur für Kältetechnik, war zu dieser Zeit Kühlgerätehersteller. Seine Mutter Caroline Smith war Lehrerin.

Von 1992 bis 1995 war er mit Sheree Zampino verheiratet, mit der er einen Sohn (Trey Smith, * 1992) hat. Seit 1997 ist er mit der Sängerin und Schauspielerin Jada Pinkett Smith verheiratet, mit der er eine offene Ehe führt. Jada Smith sollte ursprünglich in der Serie Der Prinz von Bel-Air seine Freundin spielen, wurde aber mit der Begründung, dass sie mit ihren 1,52 Metern zu klein sei (Will Smith ist 1,88 Meter groß), abgelehnt. Sie haben zusammen einen Sohn Jaden (* 1998), der ebenfalls als Schauspieler tätig ist, und eine Tochter Willow (* 2000), die 2007 in dem Film I Am Legend debütierte.

2017 wurde er in die Wettbewerbsjury der 70. Filmfestspiele von Cannes berufen.

Im Jahr 2023 erklärte seine Frau Jada Smith, dass sie und Will seit dem Jahr 2016 getrennt leben und keine romantische Beziehung mehr führen, aber dass sie nach wie vor tiefe Liebe füreinander empfinden und dass sie Will versprach „dass es niemals einen Grund geben wird, weswegen dem wir uns scheiden lassen müssen.“

Seit seinem zwölften Lebensjahr betätigte Smith sich als Rapper. Zunächst arbeitete er als DJ in verschiedenen Clubs in West-Philadelphia und lernte auf einer Party Jeff Townes kennen. Mit ihm spielte er einige Alben unter dem Namen DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince ein. Mit ihm gemeinsam gewann er den ersten Hip-Hop-Grammy für den Song Parents Just Don’t Understand. Einen weiteren Grammy erhielt das Duo für Summertime.

Seine Songtexte vermeiden Vulgärausdrücke. Das Wort „Fuck“ kam bislang nur einmal vor, und zwar in dem Lied Tell Me Why (auf dem Album Lost and Found), wo er es aber letztlich streichen ließ.

Der Rapper Bow Wow bezeichnete Smith als „bubble gum rapper“ (Kaugummi-Rapper), woraufhin Smith entgegnete, dass er „einem unreifen Kind keine Antwort schuldig sei“ (original „I don’t have to respond to an immature child.“).

Zu manchen Filmen, an denen er als Schauspieler beteiligt war, steuerte er zusätzlich die offiziellen Songs bei, so etwa bei Wild Wild West (einer Rap-Version von I Wish von Stevie Wonder) und Men in Black, bei denen seine Lieder jeweils während des Filmabspanns Verwendung fanden.

Smith gab am Anfang seiner Karriere viel Geld aus und zahlte zu wenig Einkommensteuer. Die US-Steuerbehörde verhängte schließlich eine Steuernachzahlung von 2,8 Millionen US-Dollar gegen Smith, so dass er dadurch einen Großteil seines Besitzes verlor und sein Einkommen gepfändet wurde. Smith war 1990 fast bankrott, als Benny Medina, ein Manager von Warner Brothers, auf ihn aufmerksam wurde. Er fand, dass die Geschichte vom „naiven, vorlauten Will aus Philadelphia“ in der Ortschaft Beverly Hills etwas Witziges und Fernsehreifes hatte. Dadurch wurde, basierend auf Smiths Werdegang, die NBC-Fernsehserie Der Prinz von Bel-Air konzipiert, die erfolgreich von 1990 bis 1996 produziert wurde. Obwohl Smith bereits 1993 ein bemerkenswertes Leinwanddebüt in Das Leben – Ein Sechserpack hatte, wurde er erst in dem Buddy-Movie Bad Boys – Harte Jungs einem breiten Publikum als Leinwandschauspieler bekannt. Der endgültige weltweite Durchbruch gelang ihm mit den Filmen Independence Day (1996) und Men in Black (1997).

Die Matrix-Macherinnen Lilly und Lana Wachowski boten ihm 1999 die Hauptrolle des Neo in der Matrix-Trilogie an. Smith jedoch lehnte die Rolle ab, um stattdessen in Wild Wild West mitzuspielen. Dadurch verhalf er Keanu Reeves zu dessen bisher erfolgreichster Rolle. Smith äußerte später zu Wild Wild West, dass er sich „schlecht dabei fühle, dass die Werbung den Film als guten Film verkauft, obwohl es ein schlechter Film ist“.

Der Film Ali zeigt den Lebenslauf der Boxer-Legende Muhammad Ali alias Cassius Clay. Die Rolle brachte Smith eine Oscar-Nominierung ein. Im Film Das Streben nach Glück agierte er an der Seite seines Sohnes Jaden. Für seine darstellerischen Leistungen wurde er dafür zum zweiten Mal für den Oscar nominiert, den er aber wiederum nicht erhielt. 2004 lieh er dem Winzlingsfisch Oscar in Große Haie – Kleine Fische seine Stimme.

Am 5. August 2016 kam David Ayers Comicverfilmung Suicide Squad in die amerikanischen Kinos, in dem Smith die Rolle des Scharfschützen und Attentäters Deadshot übernahm.

Im Juli 2017 wurde bekannt, dass Smith in der Realverfilmung des Disney Films Aladdin die Rolle des Dschinni verkörpern wird.

Im Jahr 2022 gewann er für die Titelrolle in dem Filmdrama King Richard erstmals einen Golden Globe Award. In dem Werk ist Smith als Richard Williams zu sehen, ehrgeiziger Vater der späteren Weltklasse-Tennisspielerinnen Venus und Serena Williams.

Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt Smith Gagen in Höhe von 80 Millionen US-Dollar, wodurch er laut dem amerikanischen Forbes Magazine noch vor Johnny Depp (72 Millionen US-Dollar), Eddie Murphy und Mike Myers (je 55 Millionen US-Dollar) zum am besten verdienenden Hollywood-Schauspieler avancierte. Gleichzeitig galt Will Smith zu dieser Zeit auch als einer der sichersten Publikumsmagneten. So wurde er von amerikanischen Kinobesitzern zum „kassenträchtigsten Star des Jahres“ 2008 gewählt. Seit 2009 sind ihm allerdings – mit der Ausnahme von Men in Black 3 – für viele Jahre keine großen Kassenerfolge mehr vergönnt gewesen. Erst gegen Ende der 2010er Jahre wurde Aladdin ein weltweiter Erfolg, gefolgt von Bad Boys for Life im Jahr 2020.

Zwischen 1997 und 1999 gründete Will Smith die Produktionsfirma Overbrook Entertainment, die sowohl in den Bereichen Musik- und Fernsehunterhaltung als auch im Bereich Filmproduktion tätig ist und seitdem auch Filme produziert, in denen Will Smith oder Angehörige mitspielen.

Will Smith wird in den deutschen Versionen seiner Filme derzeit von Jan Odle synchronisiert, welcher ihn auch in der Sitcom Der Prinz von Bel-Air und in einer Gastrolle der US-Serie South Park sprach. In seinen früheren Filmen wurde er von Leon Boden gesprochen.

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