Wilhelm Voigt (* 6. Dezember 1857 in Staugaard; † 14. September 1916 in Kiel) war ein deutscher Architekt, der als Kirchenbaumeister des Kieler Kirchengemeindeverbandes zahlreiche Kirchen in Hamburg und Schleswig-Holstein entwarf.
Voigt besuchte das Gymnasium in Hadersleben und verwaltete nach dem Tod seiner Eltern für ein Jahr den Hof der Eltern. Von 1880 bis 1885 studierte er Architektur in München und Berlin. Anschließend war er mehrere Jahre in Hamburg tätig, bevor er 1892 nach Kiel ging, wo er als freier Architekt arbeitete.
Voigt kam vom Historismus, löste sich aber nach 1900 von der korrekten Stilnachahmung und wandte sich der damals aufkommenden schleswig-holsteinischen Heimatschutzarchitektur zu. Hierbei bediente er sich spätromanischer Details wie Zierfriese sowie rundbogiger Öffnungen und Blendengliederungen.
1904: St.-Jürgen-Kirche in Kiel
1904: Maria-Magdalenen-Kirche in Marne
1908: Kirche des Landesvereins für Innere Mission in Rickling
1908: Christuskirche in Gundelsby
1910: Friedhofskapelle auf dem Parkfriedhof Eichhof
vor 1912: Kirchturm und Hauptpastorat in Apenrade
1910–1911: St.-Michaelis-Kirche in Hassee
1910–1912: Lutherkirche in Kiel
1913–1914: Osterkirche in Hamburg-Bramfeld
1895: Villa für Konsul Sophus Schmidt, Apenrader Straße 10 in Flensburg
1895–1899: Kreishaus in Meldorf
1896: Museum Dithmarscher Altertümer in Meldorf
1896: Catharinaheim am Christiansfeldvej 4 A-B in Hadersleben
1900: „Goos-Ei“, Denkmal der Dusenddüwelswarf in Hemmingstedt
1901–1902: Feierabendheim Pniel, Diakonissen-Altersheim, Duburger Straße 81 in Flensburg