An diesem Tag

Wernerkarl Kälin

Schweizer Pädagoge, Kulturpolitiker und Historiker aus dem Kanton Schwyz

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Wernerkarl Kälin, auch Wernerkarl Kälin-Walker (* 4. Januar 1917 in Einsiedeln; † 11. Januar 1992 ebenda), war ein Schweizer Pädagoge, Kulturpolitiker und Historiker aus dem Kanton Schwyz.

Wernerkarl Kälin war das erste Kind des Schneidermeisters Werner Kälin (1886–1969) und dessen Ehefrau Rosa (geb. Lindauer, 1865–1970) aus Schwyz.

Am 27. April 1942 heiratete er Betty (geb. Walker, 1918–2015) aus Silenen; gemeinsam hatten sie drei Kinder.

Wernerkarl Kälin verstarb im Spital Einsiedeln und wurde auf dem Friedhof des Klosterdorfes beigesetzt.

Nach der Primarschule in Einsiedeln besuchte Kälin die Stiftsschule Einsiedeln. Nach dem Untergymnasium setzte er seine Ausbildung am Lehrerseminar in Schwyz fort und erwarb 1935 sein Lehrerdiplom.

Beschäftigung mit Meinrad Lienert

Bereits 1934 hielt der achtzehnjährige Kälin an der Schlussfeier des Lehrerseminars einen Vortrag über den kurz zuvor verstorbenen Mundartautor Meinrad Lienert (1865–1933). Für diesen Vortrag erhielt er die drei Bände des ’s Schwäbelpfyffli, die den Grundstock seiner späteren Meinrad-Lienert-Sammlung bildeten.

Kälin verstand sich als treuer Wahrer und unermüdlicher Vermittler von Lienerts Schaffen. Durch zahlreiche Vorträge und Schriften sorgte er dafür, dass der «Sänger der Einsiedler Mundart» im Bewusstsein der Bevölkerung präsent blieb. Es war massgeblich sein Verdienst, dass der Kanton Schwyz finanzielle Mittel zur Unterstützung einer Neuausgabe von Lienerts lyrischem Werk bereitstellte. Auch als Rezitator trat Kälin auf – bis in seine späteren Jahre hinein trug er Lienert-Gedichte im Radio vor.

Nach vier Jahren ohne feste Anstellung, in denen Kälin verschiedene Aushilfen an unterschiedlichen Orten übernahm, gewährte ihm Pater Norbert Flüeler (1865–1941), Staatsarchivar des Kantons Schwyz, Zugang zum Stiftsarchiv Einsiedeln. Dort fertigte er Auszüge aus vielfältigen Quellenbeständen an – Material, das ihm später bei seinen historischen Arbeiten zugutekam.

1939 erhielt Kälin eine feste Lehrerstelle in Einsiedeln. Neben seiner Lehrerstelle betreute Kälin die Schülerbibliothek und war als Organist tätig. Ab 1942 unterrichtete er zusätzlich an der kaufmännischen Berufsschule Einsiedeln. 1960 gründete er gemeinsam mit Alois Betschart die interkantonale Apothekenhelferinnen-Schule Einsiedeln – eine Institution, für deren silbernes Jubiläum er 1985 die Festschrift verfasste.

Journalistische und literarische Tätigkeit

Kälin engagierte sich auch in verschiedenen Medien. Er betreute die Kinderzeitschrift Lebensfrühling, wirkte bei den Schwyzer Nachrichten mit und war nebenamtlicher Redaktor und Mitarbeiter des Einsiedler Anzeigers; acht Jahre lang war er Mitglied der Redaktionskommission dieser Zeitung. Bis zu seinem Tod betreute er die Hauszeitschrift der Kantonsschule Kollegium Schwyz, die traditionsreichen Grüsse.

Seine literarischen Versuche reichten von Festspielen für besondere Anlässe, etwa für den Schweizer Trachtentag 1950, bis zum Bibelstück Samuel (1956) für die Einsiedler Spieler. Unter dem Kürzel WKK veröffentlichte er verschiedene Arbeiten, das Kürzel, das später alle kannten und erkannten.

Unter der Leitung von Wernerkarl Kälin erarbeitete 1990 ein 22-köpfiges Autorenteam die sechs Bände des Schweizer Lexikons 91.

Verwaltungskarriere und gesellschaftliches Wirken

1968 wurde Kälin zum Schulinspektor gewählt. Er übernahm 1972 das Amt des Sekretärs des Erziehungsdepartementes des Kantons Schwyz. In dieser Position leitete er nicht nur das Departementssekretariat, sondern präsidierte auch das Sekretariat des Erziehungsrates und trug Verantwortung für das Mittelschulwesen sowie zahlreiche dazugehörige Kommissionen. Ein besonderes Anliegen war ihm die Geschäftsführung der Kulturkommission des Kantons.

Obwohl er 1982 sein Pult im Erziehungsdepartement räumte und in den Ruhestand trat, führte er das Amt als Präsident der Lehrerprüfungskommission noch bis mindestens 1985 fort.

Er war ein Unterstützer und Förderer der Stiftung Familienhilfe und der Stiftung Pro Senectute.

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