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Werner Gutmann

Schweizer Prokurist, Schriftsteller und Hörspiel-Autor in Berndeutsch

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Alfred Werner Gutmann (* 30. Dezember 1914 in Thun; † 28. September 2002 in Münsingen) war ein Schweizer Prokurist, Schriftsteller und Hörspiel-Autor in Berndeutsch.

Werner Gutmann war der Sohn des Bankangestellten Adolf Gutmann und absolvierte bis 1934 ebenfalls eine Ausbildung zum Bankkaufmann in Zürich. Gleichzeitig wurde er freier Mitarbeiter beim Radio Zürich und Radio Bern. Es folgte ein Berufswechsel als stellvertretender Leiter eines Verlages in Zürich. In dieser Zeit leistete er auch Aktivdienst in einer Funker-Kompanie. Er war von 1949 bis zu seiner Pensionierung 1979 Prokurist der Schweizerischen Nationalbank in Bern und gleichzeitig der Redaktor der Hauszeitung.

Er war seit 1941 mit Elise, Tochter von Heinrich Baumann, verheiratet. 1948 zog die Familie von Zürich nach Bern, 1971 nach Münsingen.

Gutmann war Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein, der 1941 gegründet wurde.

Gutmann verfasste verschiedene Bühnenstücke, überwiegend für das Berner Heimatschutz-Theater, in Berndeutsch, darunter 1955 nach Friedrich Glauser Der Chinese sowie das Kriminalschauspiel Fahnder Hunziker, das am 6. November 1954 durch die Guttemplerloge in Brügg uraufgeführt und 1962 vom Schweizer Fernsehen aufgezeichnet wurde. Sein Stück D’Barriere wurde am 16. November 1957 im Kursaal Schänzli in Bern uraufgeführt und 1958 aufgezeichnet.

Sein Stück Schärbe wurde er 1964 an der Expo 64 in Lausanne uraufgeführt; im gleichen Jahr erschien auch eine Hörspielfassung. Flüssigs Guld wurde im Januar 1967 im Kursaal Schänzli unter seiner Regie uraufgeführt, dem im Januar 1969 die Uraufführung von Galgevögel im Kursaal Schänzli ebenfalls unter seiner Regie folgte. 1970 wurde Siebe uf ei Tätsch und 1972 Tellenvisionen in der chäller-kumedi in Bern gezeigt.

Am 17. Oktober 1980 erfolgte die Uraufführung von Vor em Ynachte im Theater am Zytglogge in Bern, worauf, nach Henrik Ibsens Ein Volksfeind, die Uraufführung von Brunnevergifter im Oktober 1982 im Theater am Käfigturm in Bern folgte; 1984 wurde die Hörspielfassung gesendet. Auch die Uraufführung von Härz-Dame erfolgte im November 1983 im Theater am Käfigturm.

Sein Märchenspiel Schmunzlibus im Luftballon wurde am 16. November 1960 im Stadttheater Basel, unter der Regie von Rudolf Hofmann und mit der Musik von Harri Rodmann (1931–2003), uraufgeführt. Dazu publizierte er heiter-nostalgische Erzählungen, Kurzprosa und Mundarterzählungen, unter anderem 1975 Mys Thun, das mehrmals aufgelegt wurde, 1980 Heiter bis bewölkt und 1997 die berndeutsche Kriminalgeschichte Dr Ussland-Schwyzer.

Er schrieb auch Geschichten für verschiedene Tageszeitungen, unter anderem Die Brücke für den Bund und Lob für e Beatebärg für das Thuner Tagblatt.

Als Mitarbeiter beteiligte er sich an kabarettistischen Sendungen im Radio Beromünster, unter anderem mit Jahrmarkt der Zeit und Mit kritischem Griffel, und seit 1945 nahm er an zahlreichen Hörspielen für die Studios in Bern und Zürich teil.

1950: Hörspielpreis in Höhe von 300 Franken für seine Kinder-Märchenspiele vom Radio Studio Zürich

1955: Hörspielpreis von Radio Studio Zürich

1957: 5. Preis für das Jugendstück Räuberbande Schwarze Hand im Rahmen des Schweizerischen Kindermärchen- und Jugendtheater-Wettbewerbs

1960: Auszeichnungspreis in Höhe von 500 Franken für das religiöse Kinder- und Jugend-Hörspiel Siebzig mal sieben mal

1964: 1. Preis, verbunden mit 2.000 Franken, für das Expo-Stück Schärbe

1965: 1. Preis, verbunden mit 5.000 Franken, im Preisausschreiben der Praesens Film AG

1969: 1. Preis der Praesens-Film AG Zürich

1979: Auszeichnung für das Stück Vo em Ynachte im Rahmen eines Wettbewerbs, der von der Seniorenbühne Zürich unter Mitwirkung der Gesellschaft schweizerischer Dramatiker veranstaltet wurde

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