An diesem Tag

Werner Biskup

Deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer

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Werner Paul Biskup (* 26. April 1942 in Bottrop; † 22. Juni 2014 in Quakenbrück) war ein deutscher Fußballspieler und -trainer. Als Spieler hat er für Bottrop in der 2. Liga West 59 Ligaspiele (4 Tore), 30 Ligaspiele (3 Tore) in der Oberliga West für Leverkusen in der Saison 1962/63, 124 Spiele in der Regionalliga West (14 Tore) und 140 Spiele (11 Tore) bei Fortuna Düsseldorf und 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga absolviert.

Bottrop, Leverkusen und Düsseldorf, bis 1968

Der Sohn eines Bergmannes aus der Arbeiterstadt am Rhein-Herne-Kanal machte die ersten fußballerischen Schritte ab 1951 in der Jugendabteilung von SV 1911 Bottrop, ehe er sich 1958 für die letzten zwei Jugendjahre dem führenden Verein in Bottrop, den Schwarz-Weißen des VfB Bottrop, anschloss. Unmittelbar der Jugend entwachsen, gehörte er in der Saison 1960/61 dem Ligakader des VfB in der 2. Liga West an. Unter Trainer Herbert Burdenski und neben Mitspielern wie Diethelm Ferner und Werner Kubek absolvierte er beim Erreichen des 13. Tabellenranges 29 Ligaspiele und erzielte zwei Tore. In seiner zweiten Seniorenrunde war er für die Mannschaft aus dem Jahnstadion in 30 Ligaspielen (2 Tore) im Einsatz gewesen und hatte sich durch seine Leistungen auch für höherklassige Vereine empfohlen. Er hatte jahrelang im Angriff gespielt und überzeugte durch Zweikampfstärke, Klasse im Kopfball und harten, platzierten Schuss. Neben dem Platz hatte er eine Ausbildung zum Bau- und Maschinenschlosser durchlaufen und studierte später in Darmstadt sechs Semester Heizungs- und Lüftungstechnik.

Er wechselte nach zwei Runden 2. Liga West mit 59 Ligaeinsätzen und vier Toren zur letzten Runde der damaligen höchsten Spielklasse, 1962/63, in die Oberliga West zu Bayer 04 Leverkusen. In der Farbenstadt fand er eine Anstellung im Bayer-Werk und musste nicht mehr wie in Bottrop im Schichtdienst unter Tage arbeiten. Unter Trainer Fritz Pliska und an der Seite von Mitspielern wie Werner Görts, Heinz Höher, Uwe Klimaschefski, Torhüter Manfred Manglitz und Angreifer Hans-Otto Peters belegte Bayer den 9. Rang und Biskup hatte in 30 Ligaeinsätzen drei Tore erzielt.

Leverkusen gehörte ab der Saison 1963/64 infolge Nichtaufnahme in die neue Bundesliga, der zweitklassigen Regionalliga West an. Durch die Spielerverluste Manglitz und Höher zum Meidericher SV und Klimaschefski zu Hertha BSC war das Leistungsvermögen von Bayer geschwächt und so kam die Mannschaft 1963/64 lediglich auf den 12. Rang. Hierzu hatte der Abwehrchef Biskup in der 20er-Staffel in allen 38 Rundenspielen (2 Tore) wesentlich beigetragen. In dieser Saison lief er auch in beiden Spielen gegen seinen Heimatverein VfB Bottrop auf. Im zweiten Jahr Regionalliga, 1964/65, ging es mit Leverkusen Richtung Tabellenende; Bayer belegte den 16. Rang und Biskup hatte 28 Ligaspiele (2 Tore) bestritten. Trainer Pliska wurde am 24. März 1965 durch Theo Kirchberg abgelöst. Persönlich hatte Biskup aber mit seiner Leistung überzeugt, er wurde von mehreren Vereinen umworben. Es zerschlug sich zwar ein Wechsel in die Bundesliga zu Hannover 96, wo er später erfolgreich als Trainer arbeiten sollte. Stattdessen wechselte Biskup zum Ligakonkurrenten Fortuna Düsseldorf, mit dem ihm bereits in seiner ersten Saison 1965/66 der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Unter Trainer Kuno Klötzer hatte der Mann aus Bottrop 32 Ligaspiele mit sechs Toren an der Seite von Mitspielern wie Waldemar Gerhardt, Hans-Josef Hellingrath, Werner Jestremski, Peter Meyer, Reinhold Straus und Gert Wünsche bestritten. In der Bundesligaaufstiegsrunde setzten sich die Fortunen gegen die Konkurrenz von FK Pirmasens, Hertha BSC und Kickers Offenbach durch.

Mit einem 2:1-Erfolg am 20. August 1966 beim Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund startete Abwehrchef Biskup mit der Fortuna in die Bundesligarunde 1966/67. Die Hinrunde wurde mit einem 2:2-Heimremis am 17. Dezember 1966 gegen den Hamburger SV beendet. Uwe Seeler zeichnete sich als zweifacher Torschütze für den HSV aus und Abwehrchef Biskup glückte in der 57. Spielminute der Ausgleichstreffer zum 2:2. Fortuna stand mit 14:20 Punkten auf dem 15. Rang. Die Runde beendete Düsseldorf am 3. Juni 1967 mit einer 1:2-Auswärtsniederlage beim Hamburger SV und stieg somit mit 25:43 Punkten unmittelbar wieder in die Regionalliga West ab. Biskup hatte in 29 Ligaeinsätzen gegen den Abstieg angekämpft, hatte ihn aber nicht verhindern können. Er ging zur Saison 1967/68 mit in die Regionalliga West, der BL-Absteiger enttäuschte aber mit einem 6. Rang und Biskup wechselte 1968 zum damaligen DFB-Pokalsieger 1. FC Köln.

1. FC Köln, 1968 bis 1972 und Ausklang in Brüssel von 1972 bis 1974

Dort wurde er unter Trainer Hans Merkle auf Anhieb Stammspieler. Mit dem FC erreichte er trotz einer außergewöhnlich schwachen Meisterschaftsrunde – der FC landete mit dem negativen Punktekonto von 32:36 auf dem 13. Rang – im Europapokal der Pokalsieger das Halbfinale gegen den FC Barcelona. Biskup debütierte am Starttag der Runde 1968/69, mit einem 2:1-Heimerfolg gegen Kickers Offenbach, in der Bundesliga. Der junge Nachwuchstorhüter Rolf Birkhölzer stand dabei im Tor. Ab dem fünften Spieltag setzte Trainer Merkle auf Paul Heyeres. Der langzeitverletze Milutin Soskic brach sich bei seinem zweiten Saisonspiel am 1. Februar 1969, einem 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern, erneut sein Bein und fiel erneut aus. Die Kölner Abwehr strahlte keine Sicherheit (56 Gegentore) aus und der Angriff erzielte lediglich 47 Treffer. In der Heimtabelle rangierte die Kölner mit 26:8 Punkten auf dem 2. Rang, in der Auswärtstabelle belegten sie aber mit 6:28 Punkten den vorletzten Rang. Es war eine schwierige Runde für Neuzugang Biskup, die lediglich in den Europacupspielen

eine sportliche Trendwende erfuhr. Köln setzte sich im Pokalsiegerwettbewerb gegen Girondins Bordeaux in der 1. Runde durch, in der 2. Runde wurde ADO Den Haag ausgeschaltet, ebenso war Köln im Viertelfinale im März 1969 gegen die Dänen vom Randers Sportsklub Freja erfolgreich und standen damit im Halbfinale gegen den FC Barcelona. Biskup erzielte gegen die Dänen beim 2:1-Heimerfolg den Siegtreffer und brachte seine Mannschaft im Rückspiel mit 1:0 in Führung. Im Rückspiel setzten sich die Katalanen am 19. April 1969 mit einem klaren 4:1-Erfolg gegen die Mannen um Biskup, Wolfgang Weber, Carl-Heinz Rühl, Hannes Löhr, Heinz Simmet, Heinz Hornig und Wolfgang Overath durch. Biskup war im Europapokal in allen acht Spielen für den 1. FC Köln aufgelaufen und der Halbfinaleinzug war als Erfolg zu werten.

In der Runde 1969/70 zog Biskup mit Köln in das DFB-Pokalfinale ein. Im Viertelfinale hatten die „Geißböcke“ im Bökelbergstadion Borussia Mönchengladbach mit 3:2 n. V. ausgeschaltet und Biskup hatte dabei in der 87. Spielminute einen Foulelfmeter zum 2:2 verwandelt. Im Halbfinale hatte Aachen bei einer 0:4-Heimniederlage keine Chance gegen Köln und der FC war auch eindeutiger Favorit im Endspiel gegen Kickers Offenbach. Im Endspiel setzten sich die Hessen aber überraschend mit 2:1 durch; dabei vergab Biskup in 81. Spielminute einen Elfmeter.

In der Spielzeit 1970/71 setzte sich der 1. FC Köln im Halbfinale am 12. Mai 1971 gegen den FC Schalke 04 mit 3:2 durch; die Schalker waren mit einer 2:0-Halbzeiführung in die Kabine gegangen. Das Endspiel gewann der FC Bayern München mit 2:1 nach Verlängerung. In der Saison 1970/71 schied das Team im Messepokal erst im Halbfinale gegen Juventus Turin aus, nachdem Köln zuvor die Gegner Racing Paris Sedan, AC Florenz (Biskup verwandelte beim 1:0-Heimerfolg gegen Florenz in der 33. Spielminute einen Elfmeter), Spartak Trnava (Biskup brachte die Kölner beim 3:0-Heimerfolg mit einem verwandelten Elfmeter in die 1:0-Führung) und im Viertelfinale Arsenal London ausgeschaltet hatte, wobei Biskup der Siegtorschütze zum 1:0-Heimerfolg mit einem verwandelten Elfmeter in der 5. Minute gegen das Team vom Highbury Stadium gewesen war.

Nach einem weiteren Bundesligajahr für den FC ging er nach einem 4. Rang 1971/72 unter Trainer Gyula Lóránt – der kantige Taktiker wurde am 5. April 1972 von Rolf Herings abgelöst – im Sommer 1972 nach weiteren 19 Ligaeinsätzen (1 Tor) nach Belgien zum FC Lüttich.

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