Der Weihetag der Lateranbasilika (lat. Festum in Dedicatione Basilicae Lateranensis) ist ein liturgisches Fest im Römischen Generalkalender. Da das Fest dieser Kirchweihe in der liturgischen Ordnung den hohen Rang eines Herrenfestes hat, verdrängt es in Jahren, in denen es auf einen Sonntag fällt, den Sonntag im Jahreskreis.
Die dem allerheiligsten Erlöser geweihte Lateranbasilika erhielt seit Anfang des 10. Jahrhunderts unter Papst Sergius III. zusätzlich Johannes den Täufer und Johannes den Apostel und Evangelisten zu Patronen. Sie ist die älteste Papstkirche und führt den Titel „Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises“, wie die Inschrift über dem Giebel an der Ostfassade der Basilika besagt (OMNIVM VRBIS ET ORBIS ECCLESIARVM MATER ET CAPVT). Die Lateranbasilika gehört zu den sechs Papstbasiliken (Basilica maior), von denen sich vier in Rom befinden. Als Erzbasilika nimmt sie unter ihnen den ersten Rang ein und ist die Kathedrale des Papstes als Bischof von Rom. Somit repräsentiert einerseits als Bischofskirche die Diözese Rom, andererseits zugleich die Universalkirche.
Kaiser Konstantin der Große schenkte den Lateranpalast der Kirche. Im Lateranpalast residierten die Päpste vom 4. bis zum 14. Jahrhundert. Die anliegende Basilika wurde von Konstantin errichtet und im Jahr 324 von Papst Silvester I. geweiht. Der genaue Tag ist nicht belegt, traditionell wurde gemäß der Überlieferung der 9. November als deren Weihetag begangen. Seit dem 12. Jahrhundert ist ihr Weihefest liturgisch bezeugt. Das Jahrgedächtnis ihrer Kirchweihe fand vor allem durch die Augustinereremiten auch außerhalb der Stadt Rom Verbreitung und wurde im Jahr 1570 in das Missale Pius’ V. aufgenommen. Durch Brände, Erdbeben und Plünderungen wurde die Kirche im Laufe der Jahrhunderte wiederholt beschädigt, aber immer wieder instand gesetzt. Benedikt XIII. konsekrierte die Lateranbasilika am 28. April 1726 nach größeren Restaurierungsarbeiten erneut und bestätigte den 9. November als Weihetag der Basilika.