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Warren Beatty

US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent

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Henry Warren Beatty [ˈbeɪti] (* 30. März 1937 als Henry Warren Beaty in Richmond, Virginia) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und politischer Aktivist der Demokratischen Partei. Seine berühmteste Rolle spielte er als Gangster Clyde Barrow in dem Filmklassiker Bonnie und Clyde (1967). Bei vielen seiner späteren Filme war er neben Hauptrollen auch hinter der Kamera in verschiedenen Funktionen involviert. Im Laufe seiner Karriere wurde Warren Beatty für insgesamt fünfzehn Oscars nominiert, wobei er die Auszeichnung in der Kategorie Beste Regie für seinen Film Reds (1981) erhielt.

Warren Beatty ist der Sohn des Musikers Ira Beaty und der Schauspiellehrerin Kathlyn MacLean, einer ehemaligen Schauspielerin. Seine ältere Schwester ist Shirley MacLaine. Beide Kinder standen schon in jungen Jahren häufig auf der Bühne. Nach der High School und einem Studium an der Northwestern University wirkte Beatty in zahlreichen Theaterproduktionen mit. Ende der 1950er Jahre wurde er von dem Regisseur und Produzenten Joshua Logan entdeckt, der ihm Engagements am New Yorker Broadway verschaffte.

Im Jahr 1957 war Beatty erstmals in einer Fernsehserie zu sehen. Ab 1959 hatte Beatty für ein Jahr eine wiederkehrende Nebenrolle in der beliebten Fernsehserie The Many Loves of Dobie Gillis zu sehen, bevor ihm im Jahr 1961 mit seinem Leinwanddebüt in Elia Kazans Fieber im Blut der Durchbruch gelang. Für seinen Auftritt wurde er mit dem Golden Globe 1962 als Bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Während der Dreharbeiten lernte er Natalie Wood kennen, die zu der Zeit noch mit Robert Wagner verheiratet war. Mit ihr war er die nächsten acht Jahre zusammen.

Es folgten anschließend für ihn Filme unterschiedlicher Genres, aber vor allem Dramen wie Der römische Frühling der Mrs. Stone, Mein Bruder, ein Lump und Lilith. Im Jahr 1967 produzierte Beatty schließlich das Gangsterdrama Bonnie und Clyde, in dem er auch die männliche Hauptrolle des Clyde Barrow übernahm. Bei einem Budget von nur 2,5 Millionen Dollar spielte der Film weltweit ca. 70 Millionen Dollar ein und war für zehn Oscars nominiert, von denen er zwei gewann. Der Film etablierte Beatty für die nächsten Jahrzehnte als eine der führenden Hollywood-Persönlichkeiten. Er war als Schauspieler, Regisseur, Produzent und Drehbuchautor tätig.

Trotz des Erfolgs von Bonnie und Clyde war Beatty in den folgenden Jahren nur relativ selten als Schauspieler zu sehen. Während der 1970er Jahre wirkte er in sieben, in den 1980er Jahren sogar nur in zwei Filmen mit. In den 1990er Jahren drehte er vier Filme. Ein Grund hierfür war aber auch, dass sich Beatty bei vielen seiner Projekte als Schauspieler auch hinter der Kamera in verschiedenen Funktionen involvierte. Zu seinen Projekten zählten Kassenschlager wie Shampoo oder sein Regiedebüt Der Himmel soll warten. An beiden Filmen war er auch als Co-Autor und Produzent beteiligt. 1971 spielte er zusammen mit Gert Fröbe in Der Millionenraub.

1975 lernte er am Set von Mitgiftjäger (The Fortune) Jack Nicholson kennen, mit dem er seitdem eng befreundet ist. Für den Film Reds (Drehbuch, Produktion, Regie, Hauptrolle), einem Biopic über den Journalisten John Reed, gewann Beatty 1982 nach zehn Nominierungen in fünf verschiedenen Kategorien seinen ersten Oscar als bester Regisseur.

Nach Reds drehte er in den 1980er Jahren als Schauspieler lediglich den Film Ishtar an der Seite von Dustin Hoffman, der jedoch überwiegend negative Kritiken erhielt. Erst Anfang der 1990er Jahre konnte er mit der Comic-Adaption Dick Tracy und dem Gangsterfilm Bugsy an frühere Erfolge anknüpfen.

Warren Beatty und die Schauspielerin Annette Bening heirateten 1992. Der Ehe entstammen vier Kinder, jüngstes Kind ist die 2000 geborene Schauspielerin Ella Beatty. Zuvor war der frühere Frauenheld u. a. mit Natalie Wood, Julie Christie, Diane Keaton, Joan Collins, Isabelle Adjani und Madonna (zumeist ehemalige Filmpartnerinnen) liiert.

Zuletzt war Beatty in den Komödien Bulworth (1998) und Stadt, Land, Kuss (2001) im Kino zu sehen. Bei der Oscarverleihung 2000 überreichte ihm Jack Nicholson den Irving G. Thalberg Memorial Award für sein Lebenswerk, 2007 erhielt Beatty bei der Golden-Globe-Verleihung den Ehrenpreis. Erst 2016 trat er erneut in Regeln spielen keine Rolle in Erscheinung, den er auch inszenierte.

Obwohl Beatty in rund 40 Jahren nur 23 Filme gedreht hat, bleiben seine Erfolge und sein Allround-Talent erwähnenswert. Die ersten vier Filme, die unter seiner Regie entstanden sind, erhielten insgesamt 29 Oscarnominierungen, sieben Oscars und weitere Preise. Hinzu kommen 24 weitere Oscarnominierungen und sechs Auszeichnungen für drei Filme, die er produziert oder für die er das Drehbuch geschrieben hat.

Warren Beatty ist aktives Mitglied der Demokratischen Partei in Kalifornien und bekannt für sein links-progressives Engagement. Im Jahr 1999 spielte er öffentlich mit dem Gedanken, für das Amt des US-Präsidenten zu kandidieren. Zu Beginn des Wahljahres 2000 erklärte er dann, diese Überlegungen zunächst nicht weiter verfolgen zu wollen.

Der Himmel soll warten war 1979 für Oscars in fast allen wichtigen Kategorien nominiert: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Beste Nebendarstellerin, Beste Filmmusik und Bestes Szenenbild. Er gewann aber nur den Oscar für das beste Szenenbild.

Der 1972 veröffentlichte Hit You're so vain (etwa: „Du bist so eitel“) von Carly Simon bezieht sich nach Angaben der US-Sängerin zumindest teilweise auf Warren Beatty, mit dem sie offenbar vor ihrer Heirat mit James Taylor eine kurze Affäre hatte.

Bei der Oscarverleihung 2017 kam es zu einer Panne, als Beatty und Faye Dunaway den Film La La Land zum Besten Film kürten, obwohl eigentlich Moonlight gewonnen hatte. Die Produzenten kamen auf die Bühne und hielten die ersten Dankesreden, bevor der Fehler aufgeklärt wurde. Beatty war zuvor fälschlicherweise der Umschlag mit der Gewinnerin der Kategorie Beste Hauptdarstellerin, Emma Stone in La La Land, ausgehändigt worden.

1967: Oscarnominierung als bester Hauptdarsteller in Bonnie und Clyde

1967: Oscarnominierung als Produzent (Bester Film) für Bonnie und Clyde

1975: Oscarnominierung für das Beste Originaldrehbuch für Shampoo

1978: Oscarnominierung als bester Hauptdarsteller in Der Himmel soll warten

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