Walther Bullerdiek (* 24. Januar 1901 in Hamburg; † 2. Oktober 1971 in Bad Bevensen) war ein deutscher Schauspieler, Hörspielsprecher und Komponist.
Wie seine Schauspielkollegen Otto Lüthje und Hans Langmaack hatte Walther Bullerdiek den Beruf des Lehrers erlernt und übte ihn während seiner Zeit als Schauspieler auch weiterhin aus, zuletzt bis zu seinem Ruhestand 1964 an der Christian-Förster-Schule in Hamburg. 1922 kam er an die Niederdeutsche Bühne von Richard Ohnsorg, dem späteren Ohnsorg-Theater, und gehörte dem Haus bis zu seinem Tod an. Neben der Schauspielerei schrieb Bullerdiek Anekdoten und Kurzgeschichten und komponierte zu niederdeutschen Bühnenstücken und Hörspielen die Musik. Zu seinem 65. Geburtstag ehrte ihn das Ohnsorg-Theater 1966 mit einer Matinee.
Walther Bullerdiek war darüber hinaus seit den 1920er Jahren als Sprecher in niederdeutschen Hörspielen tätig, anfangs für die gerade gegründete Nordische Rundfunk AG (NORAG), später für den Nordwestdeutschen Rundfunk, dann für den Norddeutschen Rundfunk.
1944 hatte Walther Bullerdiek, der in seiner Laufbahn in mehreren hundert Rollen auf der Bühne gestanden hatte, seine Kollegin Magda Bäumken geheiratet. Er starb nach langer schwerer Krankheit im Oktober 1971, im Jahr darauf hätte er sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feiern können. Walther Bullerdiek wurde in der so genannten „Dichterecke“ auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg neben seiner Frau beigesetzt. Nach Ablauf der Grabstätte wurde der gemeinsame Grabstein in den Garten der Frauen gebracht.
1949: Prinzeß Dickkopp von Georg Perlick, UA: 25. November 1948, Ohnsorg-Theater
1952: Dat Rosenfest von Erich Scharff, UA: 3. Juni 1953, Ohnsorg-Theater
1953: Swatten Peter von Heinz Roggenkamp
1924: Lucifer – Regie: nicht genannt
1952: Heimotluft – Regie: Hans Freundt
1955: Dat Spill von de Hilligen Dree Könige – Regie: Hans Mahler
1967: De Keunigin von Honolulu – Regie: Günther Siegmund
1962: Carsten Curator – Regie: Hans Mahler
Walther Bullerdiek in der Datenbank Die niederdeutsche Literatur