Walter Stummer (* 19. April 1964 in Düsseldorf) ist ein deutscher Neurochirurg und Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Münster.
Stummer studierte in München Medizin und promovierte am Institut für Chirurgische Forschung am Klinikum Großhadern. 1995 ging seine fluoreszenz-gestützte Resektion in die erste Untersuchung, 2008 wurde sie offiziell zugelassen.
Stummer war bis 2009 an der Universitätsklinik Düsseldorf tätig. Die Klinik am Universitätsklinikum Münster übernahm er Anfang Oktober 2009. 2016 wurde er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC). Seine besonderen Schwerpunkte liegen in der Behandlung von Hirntumoren und der vaskulären Neurochirurgie.
Im Jahr 2024 erhielt er den Olivecrona-Award, die höchste wissenschaftliche Ehre, die Neurochirurgen zuteilwerden kann.
Adulte und pädiatrische Neuro-Onkologie
Seltene Erkrankungen (Neurofibromatose, Von-Hippel-Lindau-Syndrom)
Wissenschaftlicher Schwerpunkt
Chirurgische Onkologie, Schädelbasischirurgie
Entwicklung und Zulassen von Gliolan (5-ALA) für die fluoreszenzgestützte Chirurgie von Gliomen 2007
FDA Zulassung von Gliolan (5-ALA) für die fluoreszenzgestützte Chirurgie von Gliomen 2017
Mitgliedschaften und Tätigkeiten
Mitglied NCAFW der DGNC seit 2003
Sprecher, Sektion Neuroonkologie der DGNC, 2003–2009
Vize-Sprecher der Neuroonkologischen Arbeitsgruppe (NOA) der Deutschen Krebsgesellschaft 2009–2011
Mitglied der EORTC Tumor Group seit 2011
Sprecher der Neuroonkologischen Arbeitsgruppe der Deutschen Krebsgesellschaft 2011–2014
Ernennung in die Deutsche Akademie für Neurochirurgie (DANC) 2011
Vize-Präsidenten Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie 2014–2016