Walter Plunkett (* 5. Juni 1902 in Oakland, Kalifornien; † 8. März 1982 in Santa Monica) war ein US-amerikanischer Kostümbildner.
Plunkett studierte Jura an der Universität von Kalifornien, als er sich für das Theater zu interessieren begann. Er spielte zunächst als Schauspieler an Studentenbühnen und begann außerdem die Bühnenbilder und Kostüme zu entwerfen. Schließlich ging er nach New York City, konnte sich allerdings, außer bei einigen Auftritten in Greenwich Village, nicht als Schauspieler profilieren. 1925 kam er zurück nach Kalifornien und versuchte Schauspieler in Hollywood zu werden. Sein Talent für das Entwerfen von Kostümen war jedoch größer und im Jahr 1927 entwarf er seine ersten Kostüme für einen Hollywoodfilm. Bereits in den 1930er Jahren, als Chefkostümbildner bei RKO, war er einer der wichtigsten Kostümbildner Hollywoods. Trotz zahlreicher Erfolge der Filme, für die er die Kostüme entwarf, erhielt er im Laufe seiner Karriere nur einen Oscar: 1952 für Ein Amerikaner in Paris, den er mit Orry-Kelly und Irene Sharaff teilen musste. Plunkett hatte nur die Ballkostüme entworfen.
1928: Chicago nach Mitternacht (Chicago After Midnight) – Regie: Ralph Ince
1933: Carioca (Flying Down to Rio) – Regie: Thornton Freeland
1933: Christopher Strong – Regie: Dorothy Arzner
1934: Of Human Bondage – Regie: John Cromwell
1934: The Age of Innocence – Regie: Philip Moeller
1934: Anne of Green Gables – Regie: George Nichols Jr.
1934: The Life of Vergie Winters – Regie: Alfred Santell
1937: The Soldier and the Lady
1937: Denen ist nichts heilig (Nothing Sacred) – Regie: William A. Wellman
1938: Die Abenteuer des Tom Sawyer (The Adventures of Tom Sawyer) – Regie: Norman Taurog
1939: Stagecoach – Regie: John Ford
1939: Black River (Allegheny Uprising) – Regie: William A. Seiter
1939: Vom Winde verweht (Gone with the Wind) – Regie: Victor Fleming
1939: Der Glöckner von Notre Dame (The Hunchback of Notre Dame) – Regie: William Dieterle
1942: Commandos Strike at Dawn
1943: Auf ewig und drei Tage (Forever and a Day)