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Walter Netzsch

Deutscher Regisseur, Schauspieler und Schriftsteller

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Walter Netzsch (* 24. Mai 1926 in München; † 30. April 1992 in Baden-Baden) war ein deutscher Regisseur, Schauspieler und Schriftsteller. Er erlangte insbesondere durch seine Arbeit im Bereich des Hörspiels Bekanntheit und inszenierte zahlreiche erfolgreiche Produktionen, darunter Dickie Dick Dickens und Gestatten, mein Name ist Cox.

Walter Netzsch wurde 1926 in München als Sohn von Hermann und Johanna Netzsch geboren. Er machte sich insbesondere in den 1950er- und 1960er-Jahren einen Namen als Regisseur von populären Kriminalhörspielen. Er arbeitete eng mit den Autoren Rolf und Alexandra Becker zusammen und inszenierte mehrere ihrer Hörspielproduktionen.

Walter Netzsch war mit Erika Netzsch verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Söhne, Axel und Christian Netzsch.

Walter Netzsch starb 1992 in Baden-Baden und wurde auf dem Nordfriedhof in München beerdigt.

Die ARD-Hörspieldatenbank enthält (Stand: März 2025) für den Zeitraum von 1949 bis 1991 insgesamt 223 Datensätze, bei denen Walter Netzsch als Mitwirkender geführt wird, darunter 181 als Regisseur, 26 als Autor und 29 als Sprecher.

Besondere Bekanntheit erlangte Netzsch durch die Regiearbeit an der Kriminalhörspielserie Dickie Dick Dickens, die in den Jahren 1958 bis 1960 in mehreren Staffeln produziert wurde. Ebenso führte er Regie bei der Hörspielserie Gestatten, mein Name ist Cox, einer weiteren beliebten Krimireihe aus dieser Zeit.

Im Januar 1978 vertrat er kurzfristig Guido Baumann bei der Rateshow Was bin ich.

In den 1980er-Jahren war er außerdem an der Produktion der achtteiligen Hörspielserie Die Experten beteiligt, die vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt wurde.

Neben seiner Tätigkeit als Regisseur war Netzsch auch als Schauspieler und Schriftsteller aktiv. Er verfasste seit 1949 eine größere Anzahl an Original-Hörspielen, die vorwiegend zum Genre der Kriminalliteratur gehören. Darüber hinaus schrieb er aber auch einige Komödien und Grotesken, u. a. gemeinsam mit Kurt Wilhelm und Olf Fischer Episoden zur Hörspielreihe Brumml-G'schichten, darunter die Episode Achtung! Aufnahme (1952).

Zudem war er als Bearbeiter zahlreicher literarischer Vorlagen für den Hörfunk tätig, darunter beispielsweise der Diebeskomödie Der Biberpelz von Gerhart Hauptmann (1958).

1950: Kurt Wilhelm, Otto Willi Gail: Vater Seidl und sein Sohn: Die Gleichung zweiten Grades – Regie: Kurt Wilhelm (Kurzhörspiel – BR)

1954: Michl Lang, Walfried Ridi, Bruno Lohrer: Der Komödienstadel: Die Hirsch-Grandln, Diplomatie und Der Rubinring. Ein lustiger Einakterabend – Regie: Olf Fischer (Hörspielbearbeitung, Mundarthörspiel – BR)

1954: Edmund Steinberger, Michl Lang, Magnus Lärl: Der Komödienstadel: Schwarze Hände, Der Hundertjährige und Das Adoptivkind. Eine neue Folge bayerischer Einakter – Regie: Olf Fischer (Hörspielbearbeitung, Mundarthörspiel – BR)

1955: Artur Schubart: Kimmerlingers Abenteuer. Heitere Erinnerungen eines alten Jagdgehilfen (auch Regie) (Hörspielbearbeitung – BR)

1955: Max Neal, Max Ferner, Olf Fischer: Der Komödienstadel: Die Hosenknöpf'", Glück im Starenhaus und Der Zigeunersimmerl – Regie: Olf Fischer (Hörspielbearbeitung, Mundarthörspiel – BR)

1956: Marianne Knief: Die Daxlwanger (1. Folge: Der filmnarrische Bader.) Eine ländliche Begebenheit aus unseren Tagen – Regie: Olf Fischer (Originalhörspiel – BR)

1957: Willy Vierlinger: Die Daxlwanger (2. Folge: Die bayerische Venus) – Regie: Olf Fischer (Originalhörspiel – BR)

1957: G. Peter Posse: Die unheimlichen Schritte. Ein Kriminalhörspiel (auch Regie) (Hörspielbearbeitung – BR)

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