Vladimir Ussachevski (ursprünglich russisch Владимир Кири́ллович Усачевский/ Wladimir Kirillowitsch Ussatschewski, wiss. Transliteration Vladimir Kirillovič Usačevskij; * 21. Oktoberjul. / 3. November 1911greg. in Hailar, Mandschurei; † 4. Januar 1990 in New York City, New York) war ein russisch-amerikanischer Komponist.
Vladimir Ussachevski emigrierte 1931 in die Vereinigten Staaten und studierte am College von Pomona/Kalifornien und der Eastman School of Music in Rochester, New York. Seit 1947 unterrichtete er an der Columbia University von New York City. 1951 führte er mit seinem Lehrer Otto Luening im Museum of Modern Art das erste Konzert für Tonbandmusik in den Vereinigten Staaten auf. Seit 1959 leitete er gemeinsam mit Otto Luening, Milton Babbitt und Roger Sessions das Columbia-Princeton Electronic Music Center. Nach Experimenten mit Tonbandmusik arbeitete er seit 1967 an der Klangsynthese mit Computern. 1968 bis 1970 war er auch Präsident des Amerikanischen Komponistenverbandes. 1973 wurde er in die American Academy of Arts and Letters gewählt. Zu seinen Schülern zählen Komponisten wie Charles Dodge, Robert Moog, Alice Shields, Harvey Sollberger und Charles Wuorinen.
1987 wurde er mit dem SEAMUS Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.
Ussachevski verfasste Publikationen über elektronische, Tonband- und Computermusik und schrieb zahlreiche experimentelle Kompositionen.
Sonic Contours für Tonband, 1952
Poem of Cycles and Bells, 1954
Creation Prolog für vier Chöre und Tonband, 1961
Suite from No Exit für Tonband, 1962
Blech und Holz auf Tonband, 1965
1962: No Exit (Geschlossene Gesellschaft)
Ralph Hartsock, Carl Rahkonen: Vladimir Ussachevsky: A Bio-Bibliography. Greenwood Press, Westport, Connecticut 2000, ISBN 978-0-313-29852-3.
Eric Salzman: Vladimir Ussachevsky: Electronic And Acoustic Works 1957-1972 (Liner Notes). In: New World Records. Recorded Anthology of American Music, 2007, abgerufen am 14. Mai 2018.