Victor Peytral (geboren am 19. Oktober 1874 in Marseille; gestorben am 20. April 1964 in Draguignan) war ein französischer Politiker der Dritten Republik.
Er war der Sohn des früheren Finanzministers Paul Peytral und von Elisabeth Claire Marie Massot. Seine Frau verstarb 1907 mit 25 Jahren.
Peytral schloss sein Rechtsstudium in Paris ab und war Richter am Zivilgericht von Toulon, als er 1912 zum Abgeordneten des Départements Hautes-Alpes gewählt wurde. In der Abgeordnetenkammer gehörte er der radikalsozialistischen Fraktion an. 1919 verließ er die Kammer und wurde Senator. Im Senat war er Teil der Gauche démocratique. Beide Fraktionen standen der damals führenden Partei, der Parti républicain, radical et radical-socialiste, nahe. Nach 1930 zog er sich aus dem politischen Leben zurück.
1917 wurde er zum Sous-secrétaire d’État für das Innenministerium im Kabinett Painlevé I berufen. Von 1924 bis 1925 fungierte er im Kabinett Herriot I als Minister für öffentliche Arbeiten.
Peytral wurde als Ritter der Ehrenlegion und mit der Médaille d’honneur des transports routiers ausgezeichnet. Die letztere steht allerdings jedem ehemaligen Minister für öffentliche Arbeiten per Gesetz zu.
Victor Peytral. In: Assemblée nationale. Abgerufen am 2. Juli 2026 (französisch).
PEYTRAL Victor. In: Sénat. Abgerufen am 2. Juli 2026 (französisch).
Peytral, Victor. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
Angaben zu Victor Peytral in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.