Veronica Jochum von Moltke (* 6. Dezember 1932 in Berlin; † 24. Juni 2026 in München) war eine deutsche Pianistin.
Veronica Jochum war die älteste Tochter des Dirigenten Eugen Jochum und dessen Ehefrau, der Dichterin und Publizistin Maria Jochum, geb. Montz (* 5. Februar 1903 in Essen-Steele; † 19. Mai 1984 in München). Sie studierte bei Eliza Hansen in Hamburg, an der Musikhochschule in München und gleichzeitig bei Edwin Fischer in Berlin. Danach vervollkommnete sie ihre Studien bei Josef Benvenuti in Paris und bei Rudolf Serkin am Curtis Institute of Music in Philadelphia.
Durch Serkin lernte sie den Architekten und Stadtplaner Wilhelm „Viggo“ Graf von Moltke (* 8. Mai 1911 in Kreisau, † 18. August 1987 in Boston) kennen, einen Bruder des Widerstandskämpfers Helmuth James Graf von Moltke (1907–1945), den sie 1961 heiratete und mit ihm nach Boston zog. Ihr Mann war von 1964 bis 1977 Professor an der Graduate School of Design der Harvard University in Cambridge, Massachusetts.
1965 erhielt sie eine Professur am New England Conservatory of Music in Boston.
1987 gründete sie die Eugen-Jochum-Gesellschaft e. V. und 2011 die Eugen-Jochum-Stiftung.
1996: Bunting Fellowship der Harvard-Universität
1988 – Clara Schumann: Klavierwerke, LP, Pro Arte; als CD 2009 bei Tudor
1994 – Ferruccio Busoni: Piano Masterworks
2014 – Clara & Robert Schumann, Johannes Brahms: Thema & Variationen
Eugen Jochum, hrsg. von der Eugen-Jochum-Gesellschaft, Plöger, Annweiler 2005
Olaf Jessen, Die Moltkes. Biographie einer Familie, C. H. Beck, München 2010
Offizielle Website (Memento vom 9. Mai 2016 im Internet Archive)
Veronica Jochum von Moltke im Bayerischen Musiker-Lexikon Online (BMLO)
Veronica Jochum von Moltke bei Discogs
Biographie auf der Website des New England Conservatory
Kurzbiographie auf der Website der Eugen-Jochum-Stiftung (Memento vom 27. April 2025 im Internet Archive)