Vera Margot Ursula Kluth (* 11. April 1925 in Berlin-Charlottenburg; † 4. November 2017 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin, Hörspiel- und Synchronsprecherin.
Vera Kluth wurde als Tochter des Architekten Paul Kluth und seiner Frau Alwine (geb. Stünckel) geboren. Schon mit 5 Jahren nahm sie Tanzunterricht bei Harald Kreutzberg. Sie absolvierte eine Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule Berlin unter Maria Koppenhöfer und bestand im Juli 1944 die Eignungsprüfung der Reichstheaterkammer in der Kunstgattung Schauspiel. 1945 gab sie am Theater Schöneberg-Friedenau in Berlin ihr Bühnendebüt. Weitere Theaterengagements führten sie nach Annaberg-Buchholz, Magdeburg, Dessau, Leipzig und Berlin. Dort spielte sie zunächst am Berliner Ensemble. Ab 1955 gehörte sie dann im Westen der Stadt zum Ensemble der Vaganten Bühne. Beim Kriminalschauspiel Staatsanwalt Olafson von Georg Braun 1955 arbeitete sie als Brauns Regieassistentin, bei Der Mann, den sein Gewissen trieb von Maurice Rostand war sie 1956 Brauns Co-Regisseurin. Sartres Geschlossene Gesellschaft, womit die Vaganten 1959 an kleineren Bühnen in West-Deutschland gastierten, inszenierte sie selbst.
Mit der Rolle der La Pontia in Bernada Albas Haus am Pfalztheater Kaiserslautern nahm Kluth 1979 ihren Abschied von der Bühne.
Vera Kluth spielte in Film- und Fernsehproduktionen mit, wie in Carlo Rolas Thriller Der stille Herr Genardy oder in der Didi-Hallervorden-Komödie Mein Gott, Willi! und übernahm Gastrollen in Fernsehserien und -reihen wie Tatort, Liebling Kreuzberg, Alles was Recht ist und Drei Damen vom Grill.
Außerdem arbeitete sie umfangreich als Sprecherin für Hörspiel und Filmsynchronisation.
Vera Kluth ist nicht identisch mit der Malerin und Graphikerin gleichen Namens (* 1934).
1945: Im weißen Röß'l von Oskar Blumenthal u. Gustav Kadelburg; Regie: Bruno Harprecht; Theater Schöneberg-Friedenau in der Aula der Offenbach-Schule in Berlin; Rolle: Mirzl, Stubenmädchen
1946: Der kleine Herr Niemand von Just Scheu und Ernst Nebhut; Regie: Otto Haag; Olympia-Bühne (Theater an der Heerstraße) in Berlin-Westend; Rolle: Lucie, Sekretärin
1946: Der Sprung in die Ehe von Max Reimann und Otto Schwartz; Regie: Hubertus von Portatius; Olympia-Bühne (Theater an der Heerstraße); Rolle: Charlotte Arnstaedt
1946: Frühlings Erwachen von Frank Wedekind; Regie: Otto Haag; Olympia-Bühne (Theater an der Heerstraße); Rolle: Ilse
1946: Ingeborg von Curt Götz; Regie: Eugen Schaub; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Ingeborg
1947: Das lebenslängliche Kind von Erich Kästner; Regie: Bruno Harprecht; Stadttheater Schöneberg-Friedenau im Bürgersaal des Neuen Rathauses Rudolph-Wilde-Platz; Rolle: Sonja Billert
1947: Eine kleine Stadt von Thornton Wilder; Regie: Max Krüger; Stadttheater Schöneberg-Friedenau im Schöneberger Bürgersaal; Rolle: Becky Gibbs
1947: Voruntersuchung von Max Alsberg und Otto Ernst Hesse; Regie: Max Krüger; Stadttheater Schöneberg-Friedenau in der Aula der Offenbach-Schule; Rolle: Stubenmädchen
1947: Die Prinzessin auf der Erbse von Robert Bürkner; Regie: Klaus Behrendt; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Prinzesschen
1947: Der Geizige von Molière; Regie: Walter Laven; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Marianne, Liebhaberin Cleants und geliebt von Harpagon
1947: Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach; Regie Fritz Baschata; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Stella
1947: Wette um Claudia von Fred Kersten-Kirchhoff; Regie: Eugen Schaub; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Claudia