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Vera F. Birkenbihl

Deutsche Managementtrainerin und Sachbuchautorin (1946–2011)

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Vera Felicitas Birkenbihl (* 26. April 1946 in München; † 3. Dezember 2011 in Osterholz-Scharmbeck) war eine deutsche Managementtrainerin, Sachbuchautorin und Esoterikerin.

Vera F. Birkenbihl, die Tochter des Personaltrainers und Unternehmensberaters Michael Birkenbihl, floh zunächst vor den Konflikten im Elternhaus und brach das Gymnasium ab. Später begann sie ein Psychologie- und Journalismus-Studium.

Ab 1969 entwickelte Vera F. Birkenbihl Lerntechniken. 1970 hielt sie erste Vorträge und Seminare in den USA. Nach ihrer Rückkehr 1972 arbeitete sie als freie Trainerin und Autorin. Sie lebte in ihrem Heimatort Odelzhausen in ihrem Elternhaus. Zuletzt lebte sie in Osterholz-Scharmbeck. Birkenbihl hatte laut eigener Aussage das Asperger-Syndrom.

Im Frühjahr 2011 wurde bei Birkenbihl Speiseröhrenkrebs diagnostiziert und eine Operation durchgeführt. Sie starb im Alter von 65 Jahren an einer Lungenembolie. Sie wurde auf dem Friedhof in der Nachbargemeinde Hambergen beigesetzt.

Ein Schwerpunkt von Birkenbihls Arbeit waren Lern- und Denkverfahren, die sie unter dem Begriff „gehirn-gerecht“ zusammenfasste. Ausgangspunkt ihrer Konzeption war die Annahme, dass neues Wissen leichter verarbeitet werden könne, wenn es mit bereits vorhandenem Wissen verbunden werde und Lernende selbst Assoziationen, Zusammenhänge und Muster entwickeln. In der Weiterbildungsbranche fanden verschiedene ihrer Verfahren Eingang in die Trainingspraxis.

Birkenbihl unterschied in ihren Veröffentlichungen häufig zwischen dem von ihr kritisierten „Pauken“, also dem weitgehend isolierten Einprägen von Informationen, und einem Lernen, bei dem neue Inhalte verstanden, mit Vorwissen verknüpft und aktiv verarbeitet werden sollten. Als wichtige Elemente ihres Ansatzes beschrieb sie unter anderem assoziatives Denken, das Suchen nach Bedeutungen und Mustern, Vergleichen, Abstrahieren, Neugier sowie möglichst unmittelbare Rückmeldung.

Zur Veranschaulichung von Vorwissen verwendete Birkenbihl das Bild eines „Wissens-Netzes“. Bereits vorhandene Kenntnisse und Erfahrungen bildeten nach diesem Modell ein Netz von Anknüpfungspunkten, an das neue Informationen angeschlossen werden könnten. Je mehr Anknüpfungspunkte zu einem Thema vorhanden seien, desto leichter könnten weitere Informationen eingeordnet werden.

Das Wissens-Netz war zugleich Grundlage mehrerer von Birkenbihl entwickelter Assoziationstechniken. Sie sollten insbesondere sichtbar machen, welches Wissen zu einem Thema bereits vorhanden ist und wo neue Verbindungen entstehen können.

Eine ihrer bekanntesten Techniken ist die ABC-Liste. Dabei werden zu einem Thema Begriffe oder Assoziationen gesammelt und den Buchstaben des Alphabets zugeordnet. Die Buchstaben müssen dabei nicht der Reihe nach bearbeitet werden; vielmehr sollen die jeweils spontan auftauchenden Einfälle notiert werden.

Birkenbihl verwendete ABC-Listen sowohl zur Aktivierung vorhandenen Wissens als auch zur Ideenfindung. Eine auf ein bestimmtes Wissensgebiet bezogene Variante bezeichnete sie als „Wissens-ABC“. Durch wiederholte Wissens-ABCs zum selben Gegenstand sollte erkennbar werden, welche Aspekte eines Themas bereits spontan verfügbar sind und wie sich das eigene Wissensnetz verändert.

Weitere von Birkenbihl entwickelte Assoziationstechniken sind „KaWa“ und „KaGa“, die sie zu den von ihr so bezeichneten „Analograffiti“-Techniken rechnete.

Bei einem KaWa werden ausgehend von den Buchstaben eines Schlüsselwortes weitere Wörter und Assoziationen entwickelt. Birkenbihl erklärte die Bezeichnung als Abkürzung für „kreativ“, „Analograffiti“, „Wort“ und „assoziativ“.

Ein KaGa arbeitet dagegen mit grafischen Assoziationen. Gedanken zu einem Begriff werden nicht in erster Linie durch Wörter, sondern durch Zeichnungen, Symbole oder bildhafte Darstellungen entwickelt. Die Bezeichnung steht entsprechend für „kreativ“, „Analograffiti“, „grafisch“ und „assoziativ“.

Beide Verfahren sollten dazu dienen, Assoziationen und vorhandenes Wissen sichtbar zu machen und einen Gegenstand aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.

Birkenbihl fasste verschiedene spielerische Lernverfahren unter der Bezeichnung Nicht-Lern-Lern-Strategien (NLLS) zusammen. Dazu zählte sie unter anderem Metaphern und Geschichten, Wissensquiz-Spiele sowie Assoziations- und Analograffiti-Techniken.

Mit dem Begriff wollte sie Lernformen beschreiben, bei denen sich Menschen mit Inhalten beschäftigen, ohne die Tätigkeit als klassisches Auswendiglernen oder „Pauken“ zu erleben. Die Verfahren sollten insbesondere Eigenaktivität, Assoziation und spielerische Beschäftigung mit Wissen fördern.

Größere Bekanntheit erlangte Birkenbihl seit den 1980er Jahren durch die von ihr propagierte Methode des Fremdsprachenlernens. Kennzeichnend ist insbesondere die Ablehnung des isolierten Lernens von Vokabellisten zugunsten der Arbeit mit zusammenhängenden Texten.

Die Methode besteht in ihrer verbreiteten Form aus vier Schritten:

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