Val McDermid (* 4. Juni 1955 in Kirkcaldy) ist eine schottische Kriminalautorin.
McDermid wuchs am Firth of Forth unweit der schottischen Hauptstadt Edinburgh auf. Dort verbrachte sie viel Zeit bei ihren Großeltern im Bergbaudorf East Wemyss. Mit 17 Jahren besuchte sie das Saint Hilda’s College an der Universität Oxford. Dort war sie die erste Studentin, die von einer staatlichen Schule in Schottland kam. Während des Studiums war sie Vorsitzende der Studentenvertretung. Nach dem Studienabschluss wurde sie Journalistin und war auch als Bühnenautorin erfolgreich.
Mit ihrem Sohn (* 2002), ihrer Lebensgefährtin und drei Katzen lebte sie jahrelang in Stockport im Ballungsraum von Manchester sowie in Alnmouth an der Küste des Northumberland im Nordosten Englands. 2014 zog sie zurück nach Schottland und lebt nun in Edinburgh.
McDermid war von 2014 bis 2022 Trikotsponsorin des schottischen Fußballvereins Raith Rovers, dessen Anhängerin sie seit ihren Kindheitstagen ist. Nachdem dieser den wegen Vergewaltigung vorbestraften Fußballprofi David Goodwillie verpflichtet hatte, zog sie sich aus dem Engagement zurück.
Sie war und ist eine Unterstützerin des Referendums über die Unabhängigkeit Schottlands.
1987 publizierte sie Die Reportage, ihren ersten Roman.
McDermids bekannteste Figuren sind die lesbische Journalistin Lindsay Gordon (erste Reihe) und die Privatdetektivin Kate Brannigan (zweite Reihe). Eine dritte Reihe hat den Profiler Tony Hill und DI Carol Jordan als Hauptakteure und bildete die Vorlage zur Fernsehserie Hautnah – Die Methode Hill (Wire in the Blood, 2002–2008). Seit 2003 gibt es mit Karen Pirie eine vierte Figur mit einer eigenen Reihe. Pirie ist Detective Chief Inspector bei der schottischen Polizei und leitet die HCU, die Historic Cases Unit. In ihrer fünften Reihe führt McDermid im Jahr 2021 eine weitere Protagonistin ein: Allie Burns ist eine Journalistin, die kein Risiko scheut, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, und dazu oft ihr Leben riskiert.
Val McDermid thematisiert immer wieder Homosexualität in ihren Romanen. Sie engagiert sich darüber hinaus für die Gleichstellung Homosexueller.
1995 CWA Gold Dagger für The Mermaids Singing
1998 Prix du Roman d’Aventures für Mauvais signes (= Starstruck)
2000 Barry Award – Bester britischer Kriminalroman für A Place of Execution
2001 Dilys Award für A Place of Execution
2001 Anthony Award für A Place of Execution
2001 Macavity Award – Best Novel für A Place of Execution
2004 Barry Award – Bester britischer Kriminalroman für The Distant Echo
2010 Cartier Diamond Dagger lifetime achievement award, höchste Auszeichnung der britischen Crime Writers’ Association (CWA) für das bisherige Lebenswerk eines Autors / einer Autorin
2011 Barry Award – Kategorie Bester Taschenbuchroman für Fever of the Bone
2011 Lambda Literary Award für Fever of the Bone in der Kategorie Lesbian Mystery