An diesem Tag

Uwe Rösler

Deutscher Fußballspieler und -trainer

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Uwe Rösler (* 15. November 1968 in Altenburg) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Er kam 1990 zu fünf Einsätzen in der Nationalmannschaft der DDR und ist vor allem in England durch seine Zeit bei Manchester City bekannt.

Rösler begann bei der BSG Traktor in Starkenberg, einem Ort unweit von Altenburg, das Fußballspielen. Das Altenburger Land gehört traditionell zu Thüringen, weswegen Rösler auch als Thüringer bezeichnet wird. Allerdings gehörte dieser Landstrich zwischen 1952 und 1990 zum Bezirk Leipzig, der allgemeinhin zu Sachsen gezählt wurde. Entsprechend dem Sichtungssystem im DDR-Fußball wurde Rösler daher auch 1981 zum 1. FC Lok Leipzig delegiert, wo er seine fußballerische Ausbildung erhielt und in der Saison 1985/86 erstmals in der Juniorenoberligamannschaft zum Einsatz kam. In der darauffolgenden Saison 1986/87 entwickelte sich Rösler zum Leistungsträger innerhalb dieser Elf und absolvierte nach dem Jahreswechsel auch zwei Länderspiele in der U-18-Nationalelf der DDR.

Aufgrund dieser Formentwicklung wurde Rösler zur Oberligasaison 1987/88 für die Oberligamannschaft des 1. FC Lok Leipzig nominiert. In der Saison absolvierte Rösler letztlich jedoch nur drei Punktspiele beim Vorjahresfinalisten des Europapokals der Pokalsieger und wurde trotz erheblicher Personalprobleme der Leipziger im Saisonverlauf nicht mehr berücksichtigt. Eine Delegierung zum Stadtrivalen BSG Chemie Leipzig noch in der laufenden Saison war die Folge. Am 3. April 1988 lief Rösler dann am 24. Spieltag der DDR-Liga das erste Mal für die Chemiker auf. Insgesamt absolvierte er für die BSG Chemie 27 Spiele und schoss dabei 6 Tore.

Vom Notnagel zum Nationalspieler

Im März 1989, kurz nach Beginn der Rückrunde der Oberligasaison 1988/89, wurde Rösler von Chemie Leipzig zum verletzungsgeplagten 1. FC Magdeburg gelotst. Am 25. März 1989 gab der 20-Jährige bei der 0:1-Niederlage in Zwickau sein Debüt für die Elbestädter. Der Stürmer wurde dabei in der 54. Minute für Stefan Minkwitz eingewechselt. Am 15. April 1989 gelang ihm gegen seinen Ex-Club 1. FC Lok Leipzig das erste Oberligator. In Ermangelung gestandener Stürmer, Mitspieler wie Markus Wuckel oder Heiko Laeßig waren kaum älter als Rösler, entwickelte er sich unter Trainer Joachim Streich zu einer Stammkraft. Dies blieb auch den DFV-Verantwortlichen nicht verborgen und so wurde Rösler nach längerer Auswahlpause erstmals in der DDR-U-21 eingesetzt: Am 19. Mai 1989 besiegte der ostdeutsche Nachwuchs innerhalb der U-21-EM-Qualifikation Österreich in Ludwigsfelde mit 2:0. Letztlich erreichte Rösler mit seiner ersten Oberligasaison mit Magdeburg den sechsten Tabellenplatz und erzielte dabei in neun Spielen drei Tore.

In der Folgesaison 1989/90 brillierte Rösler mit Wuckel als schlagkräftiger Sturm, was dazu führte, dass die Magdeburger vor dem amtierenden Meister Dynamo Dresden Herbstmeister wurden. Rösler trug dazu mit fünf Toren bei. Auf diese Leistungssteigerung war auch DFV-A-Auswahl- und Dynamo-Dresden-Coach Eduard Geyer aufmerksam geworden, aber vorerst lief er noch für die U-21 auf. Dieses Team gewann Mitte November 1989 in Stockerau erneut gegen Österreichs Nachwuchs, diese Mal mit 1:0, qualifizierte sich aber nicht für das U-21-EM-Viertelfinale. Ende Januar 1990 war es dann allerdings so weit in Sachen A-Nationalelf. Rösler wurde für die Länderspielreise des DFV nach Kuwait nominiert, auf der die Geyer-Elf zunächst auf die von Michel Platini trainierte französische Auswahl und danach auf den Gastgeber traf. Rösler debütierte im Spiel gegen Kuwait neben seinem Magdeburger Sturmpartner Markus Wuckel, der beide Tore beim 2:1-Sieg schoss. Es folgten in der Saison 89/90 noch Länderspieleinsätze gegen die USA, Ägypten und als Höhepunkt ein Spiel gegen die Auswahl Brasiliens im legendären Maracanã, das 3:3 endete.

In der Meisterschaft fing sich Magdeburg nach anfänglichen Schwächen und stand in der Rückrunde fast durchgehend an der Tabellenspitze. Erst am 24. Spieltag rutschte man nach einer Niederlage bei Energie Cottbus kurzzeitig auf den dritten Tabellenplatz, stand aber vor dem letzten Spieltag nach einem 3:1-Heimsieg beim Lokalrivalen HFC Chemie wieder auf Platz eins. Rösler hatte daran mit seinen sechs Rückrundentoren entscheidenden Anteil. Durch eine 1:0-Niederlage gegen den FC Karl-Marx-Stadt, der dadurch noch Vizemeister wurde, wurde das Streich-Team jedoch noch auf den dritten Platz verdrängt, qualifizierte sich aber für den UEFA-Cup.

Auch in der Saison 1990/91 lief Rösler zunächst für den 1. FCM auf. Längst hatte sich der Linksaußen nun aber deutschlandweit einen Namen gemacht und war in der Sommerpause 1990 einer der heiß umworbensten Spieler. Sein Verein hielt ihn aber durch einen ausgeklügelten Vertrag zunächst noch in Magdeburg. In den Meisterschaftsalltag hinein, in den der FCM mäßig startete, fiel das letzte Länderspiel der DFV-Auswahl, das am 12. September 1990 in Brüssel gegen Belgien stattfand. Da viele namhafte DDR-Nationalspieler aus den unterschiedlichsten Gründen bei Ede Geyer abgesagt hatten, würde Rösler für das Spiel nominiert und spielte von Beginn in seinem fünften und letzten A-Länderspiel. Da der FCM in der im November 1990 durch zwei 0:1-Niederlagen gegen Girondins Bordeaux aus dem UEFA-Cup ausschied, wechselte Rösler vertragsgemäß zum 2. Dezember 1990 zum Oberligakonkurrent Dynamo Dresden, um in der Folgesaison möglichst in der 1. Bundesliga spielen zu können. Für die Magdeburger schoss er in 13 Spielen nochmals fünf Tore. Ohne ihn gelangen dem FCM in der Rückrunde in 13 Spielen nur 14 Tore; zudem wurde die Qualifikation für die 2. Bundesliga verpasst. In der Rückrunde der NOFV-Oberliga wurde Rösler in allen 13 Punktspielen für Dynamo eingesetzt, dabei gelangen ihm nochmals drei Tore. Mit den Sachsen erreichte er die Vizemeisterschaft, die die Qualifikation für die Bundesligasaison 1991/92 bedeutete.

In seiner ersten Bundesligasaison wurde Rösler in 33 von 38 Meisterschaftsspielen eingesetzt, stand davon aber nur in 24 Spielen in der Startelf. Er erzielte vier Tore für die Elbflorenzer. Allerdings sah Rösler nach der Saison für sich keine sportliche Perspektive mehr und schlug ein neues Vertragsangebot aus, schließlich wechselte er für eine Ablöse von 1,2 Mio. D-Mark zum Ligakonkurrenten 1. FC Nürnberg. Bei den Franken gehörte er in der Hinrunde zur Stammmannschaft, blieb aber hinter den Erwartungen zurück und die komplette Spielzeit ohne Torerfolg. In dieser Saison wurde Rösler jedoch trotzdem im September 1992 von Bundestrainer Berti Vogts zu einem Sichtungslehrgang der Nationalmannschaft in der Sportschule Wedau eingeladen. Zur Saison 1993/94 wurde er daher auf Leihbasis (Kostenpunkt 2500 D-Mark pro Einsatz) an Dynamo Dresden zurückverliehen, wo er sich allerdings nicht mehr durchsetzen konnte und bereits nach der Frühphase der Saison keine Rolle mehr spielte.

Anfang März 1994 reiste Rösler für ein Probetraining zum englischen Erstligisten Manchester City, der sich unter Trainer Brian Horton in Abstiegsgefahr befand. Nach dem Verkauf von David White und einem Kreuzbandriss von Niall Quinn war Citys bisheriges Sturmduo nicht mehr verfügbar, und man hatte in den elf Partien vor Röslers Ankunft nur sechs Treffer erzielt. Nachdem er in der Woche in einem Spiel der Reserve zweimal getroffen hatte, wurde er für die Restsaison vom Klub ausgeliehen und rückte umgehend in die Startelf des Profiteams. Rösler wurde so der erste Deutsche im City-Trikot seit dem legendären Torhüter Bert Trautmann. Bei seinem Ligadebüt am 5. März (32. Spieltag) gegen die Queens Park Rangers bereitete Rösler den Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand vor.

In den folgenden Wochen blieb der Aufschwung zunächst aus, erst als am 36. Spieltag die neben Rösler neu verpflichteten Paul Walsh und Peter Beagrie gemeinsam ihr Heimdebüt gaben, gelang der Befreiungsschlag: Dem 3:0-Erfolg gegen Aston Villa, bei dem Rösler, Beagrie und Walsh jeweils trafen, folgten an den nächsten beiden Spieltagen zwei weitere Siege. An drei der vier letzten Spieltagen traf Rösler jeweils; in allen drei Spielen gelang ein Punktgewinn, was letztlich den Klassenerhalt bedeutete. Zur Folgesaison wurde Rösler fest unter Vertrag genommen; die an Nürnberg bezahlte Ablöse betrug zwischen £375.000 und £500.000.

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