Uwe Kuhl (* 17. August 1964 in Freital) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. In der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballs, der Oberliga, spielte der Torwart für die SG Dynamo Dresden.
Mit dem Team der Altersklassen 17/18 der SG Dynamo Dresden, der Uwe Kuhl seit 1978 angehörte, wurde er 1981/82 DDR-Juniorenmeister. In der darauffolgenden Saison wird der Titelverteidiger aus der Stadt an der Elbe dann Zweiter in der Juniorenliga.
Im Spieljahr 1983/84 zählte Kuhl in der Zeit des Übergangs vom Junioren- zum Männerfußball zum erweiterten Kader der Dynamo-Reserveelf, die den Dresdner Bezirksligatitel errang. In der 2. Halbserie der Saison 1983/84 sammelte das Torwarttalent in der zweitklassigen Liga Spielpraxis bei der BSG Empor Tabak Dresden.
Dank der erfolgreich absolvierten Aufstiegsrunde erspielte sich Dynamo Dresden II die Teilnahmeberechtigung an jener Spielklasse, aus der Kuhl mit Empor Tabak gerade abgestiegen war. Dort bestritt er nach seiner Rückkehr zur SGD zwischen 1984/85 und 1986/87 insgesamt 23 Punktspiele für Dresdens 2. Mannschaft.
Sein erstes und einziges Spiel im ostdeutschen Oberhaus in der 1. Dynamo-Mannschaft fiel in eine heikle Zeit für die von Trainer Klaus Sammer betreuten Gelb-Schwarzen. Am 19. Spieltag der Saison 1985/86 gastierten die Sachsen zehn Tage nach dem für sie erschütternden Wunder von der Grotenburg als Tabellenzweiter beim Tabellenführer und Erzrivalen BFC Dynamo. Der amtierende DDR-Meister stand eine Woche nach dem sogenannten Schand-Elfmeter von Leipzig – wie auch der angesetzte Schiedsrichter – trotz Platz 1 in dieser Schlagerbegegnung unter besonderer Beobachtung der ostdeutschen Fußballöffentlichkeit.
Nachdem das mit 3:7 verlorene Europapokalspiel der Dresdner beim FC Bayer 05 Uerdingen die weiteren Karrieren der beiden anderen Dynamo-Torhüter Bernd Jakubowski und Jens Ramme auf die eine oder andere Art maßgeblich beeinflusste, kam am besagten 29. März 1986 in Ost-Berlin gegen den BFC der 1,85 Meter große Uwe Kuhl zu seinem Oberligaeinstand. Bereits nach 57 Minuten lagen die Dresdner Dynamos gegen die Berliner Dynamos mit 0:5 zurück, wobei dem Debütanten Kuhl – im Fachblatt fuwo mit fünf von zehn möglichen Punkten bewertet – beim schlussendlich mit 2:5 verlorenen Spitzenspiel keine berichtenswerten Pannen unterliefen, sich allenfalls der Zusammenstoß mit Karsten Neitzel vor dem 0:4 als unglücklich darstellte. Nichtsdestotrotz blieb es der einzige Erstligaeinsatz des damaligen Studenten, da Ramme für den Rest dieser Saison wieder zwischen den Pfosten stand und ab Sommer 1986 Ronny Teuber für viele Jahre zum Dresdner Stammtorhüter wurde.
Für die Spielzeit Spielzeit 1986/87 zählte er noch zum Erstligakader der Dresdner, erschien in der Saisonvorschau von Sportecho und fuwo für 1987/88 aber weder bei Dynamos 1. Mannschaft noch bei der Reserve als Abgang. Er wurde stattdessen nun im Aufgebot des Oberligisten BSG Stahl Riesa mit einer Gemeinschaftszugehörigkeit von 1986 aufgeführt, wobei er noch im Frühjahr 1987 für Dresden II in der Liga im Tor stand. Im Jahr des Abstiegs der Riesaer aus der Oberliga kam Kuhl hinter Claus Boden nicht zum Einsatz. In der darauffolgenden Ligasaison stand er an den ersten fünf Spieltagen jeweils 90 Minuten im Tor, aber dann in keiner der nachfolgenden Partien mehr. Im Sommer 1989 wechselte er aus Riesa zunächst zur TSG Elsterwerda, lief aber bereits ab September 1989 in der Ligawendesaison für die BSG Aktivist Schwarze Pumpe auf (30 Punktspieleinsätze). Bei dem rund um die Zusammenführung von ost- und westdeutschem Fußball im Mai 1991 in FSV Hoyerswerda umbenannten Verein bestritt er in der letzten eigenständigen Saison des ostdeutschen Zweitligafußballs weitere 29 Punktspiele in der DDR- bzw. NOFV-Liga.
Mitte 1991 kehrte er nach Dresden zurück und schloss sich für die zweite Saison der damals viertklassigen Sachsenliga dem Dresdner SC an. Durch den Gewinn der Meisterschaft des Meistertitels erspielte sich der wiederbelebte Traditionsverein die Teilnahmeberechtigung für die Amateur-Oberliga im NOFV-Bereich, in der Kuhl, eingesetzt in 24 Partien, und der DSC 1992/93 in der Südstaffel als Aufsteiger den 9. Rang belegten. In der Saison 1993/94 wurden die Dresdner Letzter und mussten den Gang in die Sachsenliga antreten. Bevor er im Sommer 1995 zum VfL Pirna-Copitz 07 wechselte, gewann er mit dem Dresdner SC 1994/95 erneut die Sachsenliga. Ab 1996/97 setzte der Torhüter in der nunmehr viertklassigen Version der NOFV-Oberliga beim Bischofswerdaer FV 08 seine Laufbahn fort.
Hanns Leske: Die DDR-Oberligaspieler. Ein Lexikon. AGON Sportverlag, Kassel 2014, ISBN 978-3-89784-392-9, Seite 266.
Hanns Leske: Magneten für Lederbälle. Torhüter der DDR. AGON Sportverlag, Kassel 2014, ISBN 978-3-89784-368-4, Seite 133/134.
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