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Uwe Grüning (Schriftsteller)

Deutscher Schriftsteller und Politiker

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Uwe Grüning (* 16. Januar 1942 in Pabianice bei Łódź, Polen (deutsch besetztes Wartheland); † 23. Juli 2024 in Zwickau) war ein deutscher Schriftsteller und Politiker (CDU).

Grüning wuchs bis 1944 im deutsch besetzten Pabianice bei Łódź (Polen), danach in Callenberg und ab 1951 in Waldenburg bei Glauchau in Sachsen auf. Grüning wohnte 1981–1988 in Greiz, 1988–1993 in Reichenbach im Vogtland und lebte ab 1993 im sächsisch-vogtländischen Neumark.

Uwe Grüning war mit Barbara Grüning († 2023) verheiratet. Im Juli 2024 verstarb Uwe Grüning im Alter von 82 Jahren in Zwickau.

Grüning studierte von 1960 bis 1966 Fertigungstechnik an der Technischen Hochschule Ilmenau, arbeitete dort anschließend als Assistent und wurde 1970 zum Dr.-Ing. promoviert, danach war er Oberassistent. Von 1975 bis 1982 war er als Fachschullehrer in Jena tätig.

Ab 1966 veröffentlichte er Gedichte, Essays und Erzählungen in Anthologien und Zeitschriften. Ein weiteres literarisches Arbeitsgebiet war die Nachdichtung von Werken u. a. englischer und schottischer, (alt-)französischer, tschechischer und russischer Dichter: Byron, Coleridge, Keats, Wordsworth, Shelley, Guillaume de Machaut, Rimbaud, Karel Toman, Valeri Brjussow, Anna Achmatowa u. v. a. Daneben schrieb er Romane, Hörspiele, Schauspiele, Aphorismen und Biografien. Ab 1982 war er als freier Schriftsteller tätig.

Politische und öffentliche Ämter

Seit der Wende engagierte sich Grüning in der Politik. Er trat im Dezember 1989 der CDU bei und wurde im Monat darauf stellvertretender Kreisvorsitzender. Von März bis Oktober 1990 war er Mitglied der frei gewählten Volkskammer, dort stellvertretender Vorsitzender der CDU/DA-Fraktion und stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses.

Nach der Wiedervereinigung zog er im Oktober 1990 als Abgeordneter der CDU in den Sächsischen Landtag ein, dem er in der 1., 2. und 3. Wahlperiode bis 2004 angehörte. Zugleich war er medienpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und Vorsitzender des Arbeitskreises Wissenschaft, Hochschule, Kultur und Medien der CDU-Fraktion. Grüning war außerdem Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste. 1991 war er Gründungsmitglied der Versammlung der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM).

Die Übernahme des Amtes als Medienrat verlangte aus rechtlichen Gründen die Niederlegung des Abgeordnetenmandates am 12. Juli 2004 kurz vor Ablauf der 3. Wahlperiode und Konstituierung des Landtags der 4. Wahlperiode. Von 2004 bis 2016 war Grüning Mitglied im fünfköpfigen Medienrat der Sächsischen Landesmedienanstalt. Von 2004 bis 2010 fungierte er zunächst als dessen Vizepräsident, dann bis 2012 als Präsident.

Der Nachlass von Uwe Grüning wird in der Bundesstiftung Aufarbeitung aufbewahrt. Im Stiftungsarchiv existiert zudem der Bestand „Archiv unterdrückter Literatur“, der einige unveröffentlichte Manuskripte von Uwe Grüning aus den 1970er Jahren enthält.

Erlebtes Hier. Neue Gedichte neuer Autoren. Von Kurt Bartsch, Uwe Grüning u. a. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1966, OCLC 2807347 (Erstpublikation Grünings). 19672, DNB 456569383.

Auswahl 68. Neue Lyrik, neue Namen. Ausgew. und mit einem Vorw. von Bernd Jentzsch. Verlag Neues Leben, Berlin 1968, ZDB-ID 539333-4, DNB 573264546, S. 50–54 (Mitautor; im Gedicht „Gesang im Feuerofen“ (Daniel 3,51 ) ist in Korrektur eines Druckfehlers zu lesen: „[…] Geschätzt, gewogen: / Die Löwen haben den Krüppel verschmäht, / den Darius ihnen vorwarf. […]“ (Daniel 6,23 )).

Fahrtmorgen im Dezember. Gedichte. Mit einem Nachwort von Heinz Czechowski und Holzschnitten von Valentin Rothmaler. Union Verlag Berlin, Berlin 1977, DNB 770303404.

Auf der Wyborger Seite. Roman. Union Verlag Berlin, Berlin 1978, DNB 780362896.

Hinter Gomorrha. Erzählungen. Union Verlag Berlin, Berlin 1981, DNB 810973545.

Spiegelungen. Gedichte. Union Verlag Berlin, Berlin 1981, DNB 810702797.

Laubgehölz im November. Miniaturen. Illustrationen von Gerhard Seidel. Union Verlag Berlin, Berlin 1983, DNB 840265360 (Autobiographisches); 2. Auflage. Ebenda, 1987, ISBN 3-372-00098-6.

Im Umkreis der Feuer. Gedichte. Union Verlag Berlin, Berlin 1984, DNB 840928629.

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