Ute Eskildsen (* 2. Februar 1947 in Itzehoe) ist eine deutsche Fotografin, Fotohistorikerin und Kuratorin. Sie war stellvertretende Direktorin des Museum Folkwang in Essen und bis zu ihrer Pensionierung Ende August 2012 Leiterin der dortigen Fotografischen Sammlung.
Nach dem Studium der Fotografie und Fotografiegeschichte an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen arbeitete Eskildsen zunächst als freie Fotografin sowie als Assistentin von Otto Steinert. Sie absolvierte ein Praktikum beim George Eastman House International Museum of Photography and Film in Rochester (New York), war Gastkuratorin am Busch-Reisinger Museum in Cambridge und Gaststudentin am Getty Research Institute in Los Angeles. 1973 gründete sie mit Studenten eine Fotogalerie und organisierte zahlreiche Ausstellungen zeitgenössischer Fotografie. 1979 erhielt Eskildsen den Auftrag, als Kuratorin am Museum Folkwang eine fotografische Abteilung aufzubauen. 1991 wurde sie stellvertretende Direktorin des Museum Folkwang.
Ausstellungen, die sie für das Folkwang Museum kuratiert hat, sind selbst Teil der Geschichte der Fotografie geworden. So brachte sie mit der Ausstellung Fotografieren hieß teilnehmen erstmals Fotografinnen der Weimarer Republik, von denen viele im Nationalsozialismus emigrieren mussten, wieder in Erinnerung. Ihre Robert-Frank-Retrospektive im Jahr 2000 gilt laut Die Zeit als „epochal“. Mit Der Mensch und seine Objekte, ihrer letzten Ausstellung, präsentierte sie über 170 Jahre Fotografiegeschichte.
Von 2012 bis 2015 war Ute Eskildsen Gastprofessorin an der University of Wales, Newport, Großbritannien. Bis 2021 war sie die Gründungskuratorin des Kunsthauses Göttingen.
Ausstellungen am Museum Folkwang
2012 Der Mensch und seine Objekte
2010 A Star is Born. Fotografie und Rock seit Elvis
2009 Paul Graham. Fotografien 1981 bis 2006
2008 Résonances I. Photographier après la guerre. France – Allemagne, 1945–1955, in Kooperation mit dem Jeu de Paume, Paris
2008 Frankierte Fantastereien: das Spielerische der Fotografie im Medium der Postkarte, in Kooperation mit dem Fotomuseum Winterthur und dem Jeu de Paume, Paris
2008 Street & Studio. Eine urbane Geschichte der Fotografie, in Kooperation mit der Tate Modern, London
2005 Nützlich, süß und museal. Das fotografierte Tier
2002 Thomas Schütte. Große Geister – Stahlfrauen
2001 Still-Lifes – Irving Penn
2000 Robert Frank. Hold Still Keep Going, in Kooperation mit dem Museo Reina Sofía, Madrid
1999 Sarah Jones. Farbfotografien
1998 Rineke Dijkstra. Menschenbilder
1997 Maria Nordman. Some early works – Kontinuierliche Bezugsfelder