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Urša Raukar-Gamulin

Kroatische Schauspielerin und Politikerin der Partei Možemo

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Urša Raukar-Gamulin (* 18. Mai 1960 in Zagreb, VR Kroatien) ist eine kroatische Schauspielerin und Politikerin der Partei Možemo. Sie ist seit 2021 Mitglied des Sabor.

Urša Raukar-Gamulin wurde am 18. Mai 1960 in Zagreb geboren. Ihre Eltern sind Stella und Mladen Raukar. Ihr Urgroßvater war Ivan Kukuljević-Sakcinski, eine der führenden Figuren der Illyrischen Bewegung und der Abgeordnete, der als erster eine Rede im Sabor auf Kroatisch hielt.

Nach einem Studium der Theaterwissenschaften an der Universität Zagreb wurde sie Mitglied des Zagreber Jugendtheaters, wo sie bis zu ihrem Einzug ins kroatische Parlament arbeitete. In den 1990er Jahren begann sie sich politisch und aktivistisch zu engagieren und nahm an verschiedenen Protesten gegen die Stadtregierung von Bürgermeister Milan Bandić teil. So setzte sie sich für die Restaurierung des Namens "Trg Žrtava Fašizma" (deutsch: Platz der Opfer des Faschismus) ein, welcher 1990 in "Trg hrvatskih velikana" (deutsch: Platz der kroatischen Adligen) umbenannt worden war.

Während ihres Studiums beging Raukar-Gamulins depressive Mutter Suizid. Diese Erfahrung prägte sie und sie traute sich erst nicht, darüber die Wahrheit zu erzählen. Aber die Erfahrung motivierte sie, sich für mentale Gesundheit einzusetzen.

2010 wurde sie im Rahmen eines Protestes gegen Gentrifizierung verhaftet.

2017 gründete sie die Lokalpartei Zagreb je NAŠ mit. Im gleichen Jahr kandidierte sie erfolglos für den Stadtrat.

2019 gründete Raukar-Gamulin die Partei Možemo gemeinsam mit anderen Aktivisten aus dem linken Spektrum mit. Zagreb je NAŠ ging später in diese Partei auf.

Bei den Parlamentswahlen 2020 kandidierte Raukar-Gamulin auf der Liste der Linksgrünen Front, einer Koalition mehrerer linker Parteien. Sie wurde nicht gewählt, rückte aber 2021 ins Parlament nach, nachdem Tomislav Tomašević zum Oberbürgermeister Zagrebs gewählt wurde und somit sein Abgeordnetenmandat abgab.

2024 kandidierte sie erneut für das Parlament und wurde gewählt.

Als Kulturschaffende setzt sich Raukar-Gamulin für mehr öffentliche Investitionen in die Kultur ein. Ebenso setzt sie sich ein für eine stärkere Verbreitung von Kulturinstitutionen in der Fläche und im ländlichen Raum. In Zagreb selbst setzt sie sich für eine stärkere Dezentralisierung von Kulturinstitutionen ein, damit mehr Stadtteile daran teilhaben können. Sie befürwortet eine bessere Bezahlung von Kulturschaffenden und unabhängigen Künstlern.

Raukar-Gamulin unterstützt das Recht von Frauen auf sichere, legale und kostenlose Abtreibungen. Sie und andere weibliche Abgeordnete kritisierten die kroatische Regierung für ihre Blockadehaltung bei dem Thema im Fall Mirela Čavajda, der eine Abtreibung verweigert wurde, obwohl ihr Fötus mit Hirntumor diagnostiziert wurde.

Aufgrund ihrer Familiengeschichte setzt sich Raukar-Gamulin für stärkere Finanzierung von Psychiatrien ein, um die Behandlungsbedingungen von Patienten zu verbessern und die Versorgungskapazität zu erhöhen. Sie fordert die Regierung auf eine nationale Strategie gegen Suizide zu schaffen und ein Zentrum für Suizidprävention zu gründen.

Raukar-Gamulin ist mit Niko Gamulin verheiratet. Zusammen haben sie einen Sohn namens Luka.

"Tales of Mystery and Imagination" (1991)

Tajni dnevnik patke Matilde (2010–2014)

A Summer to Remember/Ljeto za sjećanje (1990)

Sleep Sweet, My Darling/Snivaj, zlato moje (2005)

I Have to Sleep, My Angel/Moram spavat' anđele as Ana (2007)

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