Die Universidad de Chile (deutsch: Universität von Chile) mit Sitz in Santiago de Chile ist die größte und älteste Universität Chiles. Sie zählt rund 30.000 Studenten (Stand 2022).
Die Wurzeln der Universitäten reichen zurück in das Jahr 1622, als am 19. August die erste Universität in Chile unter dem Namen Santo Tomás de Aquino gegründet wurde. Am 28. Juli 1738 wurde sie zu Ehren König Philipps V. von Spanien in Real Universidad de San Felipe umbenannt. Im Volksmund ist sie auch als Casa de Bello (span.: Bellos Haus – nach ihrem ersten Rektor, Andrés Bello) bekannt. Das zentrale Haus der Universität, das im neoklassizistischen Stil erbaut und 1872 fertiggestellt wurde, befindet sich in der Avenida Libertador General Bernardo O’Higgins, der Hauptstraße der Stadt.
Am 17. April 1839, nachdem Chile vom Mutterland, dem Königreich Spanien, unabhängig geworden war, wurde die Universität zur Universidad de Chile gegründet. Sie öffnete am 19. November 1842. Während dieser Zeit waren fünf Fakultäten eingerichtet:
mathematische Wissenschaften und Physik
Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft
1931 wurden daraus sechs Fakultäten:
Philosophie und Erziehungswissenschaften
Rechts- und Sozialwissenschaften
Physik und mathematische Wissenschaften
Agrarökonomie und Veterinärmedizin
Später wurden noch die Fakultäten
hinzugefügt, sowie folgende Institute:
Institut für öffentliche Angelegenheiten
Institut für internationale Studien
Institut für Kommunikation und Bildwissenschaft
Institut für Ernährung und Nahrungsmitteltechnologie
Die Universität betreibt zahlreiche landesweite Projekte, beispielsweise:
Das nationale Himmelsobservatorium seit 1852