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Universidad Nacional de Colombia

Universität in Kolumbien

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Die Nationale Universität von Kolumbien (spanisch Universidad Nacional de Colombia) ist die größte und renommierteste Universität in Kolumbien und gehört auch als erste öffentliche und staatliche Universität des Landes zu den führenden Lehranstalten in ganz Lateinamerika. Die 1867 gegründete Hochschule verfügt über eine beispielhafte Ausstattung und Infrastruktur. Sie liegt mitten im Herzen Bogotás mit einem riesigen, parkähnlichen Campus.

Der Hauptcampus (Ciudad Universitaria de Bogotá) befindet sich im Stadtbezirk Teusaquillo, im Nordwesten von Bogotá. Mit einer Fläche von 300 Hektar ist es der größte Campus in Kolumbien und beherbergt das Auditorium León de Greiff und das Plaza Francisco de Paula Santander. Es hat ein eigenes Stadion, in dem Spiele der kolumbianischen Fußballligen ausgetragen wurden.

Die Hochschule wurde am 22. September 1867 mit sechs Studiengängen gegründet. Zwischen 1903 und 1940 wurden weitere 20 Studiengänge hinzugefügt.Für den damaligen kolumbianischen Präsidenten diente die Universidad Nacional Autónoma de México als Vorbild für den zukünftigen Universitätscampus in Bogotá. Bei der Realisierung des Projekts spielten zwei deutsche Emigranten eine wichtige Rolle: der Architekt Leopold Rother und der Berliner Schulreformer Fritz Karsen.

Fritz Karsen verfasste für das neue Universitätsprojekt

Die Realisierung der gemeinsamen Planungen oblag dann allerdings alleine Leopold Rother, da Fritz Karsen 1938 aus gesundheitlichen Gründen Kolumbien verließ und mit seiner Familie in die USA übersiedelte.

1967 wurden die ersten Master-Studiengänge angeboten; 1986 vergab die Universität ihre ersten Doktorgrade. Hauptsitz ist Bogotá; die Universität hat außerdem Einrichtungen in Medellín, Palmira, Manizales, Arauca, Leticia und San Andrés und Providencia. Der Campus der Universität in Bogotá wurde vom deutschen Architekten Leopold Rother entworfen. 11 Fakultäten gewährleisten den Lehrbetrieb des Zentralcampus. Hinzu kommen sieben interfakultative Einrichtungen und sieben Museen.

Seit 2012 steht die University City of Bogotá auf einer vorläufigen Liste zur Aufnahme als UNESCO-Welterbe.

Das Studienangebot umfasst Betriebswirtschaft, Anthropologie, Architektur, Geisteswissenschaften, Biowissenschaften, Politikwissenschaft, Physik, Industriedesign, Philologie (Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch), Rechnungswesen, Statistik, Mathematik, Literaturwissenschaft, Rechtswissenschaft, Grafikdesign, Filmkunst, Pharmazie, Philosophie, Psychologie, Geschichte, Geologie, Medizin, Ingenieurwissenschaften (Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Mechatronik, Chemieingenieurwesen); Tiermedizin und Sozialarbeit.

Die Universität publiziert in ihrem Verlag Unibiblos eine wichtige Buchreihe mit Beiträgen ihrer Mitglieder zu kulturellen und akademischen Themen. In den letzten 10 Jahren kamen 1500 Titel hinzu.

Sortiert nach Geburtsjahr (aufsteigend):

Alfonso López Pumarejo (1886–1959), Politiker

José Eustasio Rivera (1888–1928), Schriftsteller

Laureano Gómez (1889–1965), Politiker

Robert Wokittel (1893–1970), Geologe, Mineraloge und Professor

Germán Arciniegas (1900–1999), Journalist, Diplomat

Carlos Lleras Restrepo (1908–1994), Politiker

Sonja Petra Karsen (1919–2013), Sprach- und Literaturwissenschaftlerin

Salomón Hakim (1922–2011), Neurochirurg und Forscher, Erstbeschreiber des Normaldruckhydrozephalus

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