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Ulrich Drechsler

Deutscher Jazzmusiker und Komponist

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Ulrich Drechsler (* 23. Juli 1969 in Reutlingen) ist ein deutscher Jazzmusiker (Klarinetten, Saxophon und Komposition).

Drechsler erhielt im Alter von neun Jahren den ersten Klarinettenunterricht und spielte in einer örtlichen Blaskapelle, bevor er zwischen 1992 und 1998 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz Saxophon studierte.

Nach seinem Umzug von Graz nach Wien gründete er im Jahre 2000 gemeinsam mit dem Bassisten Oliver Steger und dem Schlagzeuger Alex Deutsch die Band Café Drechsler, mit der er schnell international einem größeren Publikum bekannt wurde. Die Band etablierte sich in kürzester Zeit als eines der erfolgreichsten österreichischen Jazzensembles, veröffentlichte 2002 ihr Debütalbum Café Drechsler (Universal Music) und erreichte mehrere Hitparaden Platzierungen.

Während dieser Zeit begann Drechsler sich wieder vermehrt der Klarinette, insbesondere der Bassklarinette und dem Bassetthorn, zu widmen, die in den darauffolgenden Jahren seine Hauptinstrumente wurden. Beeinflusst von unterschiedlichen Genres wie der skandinavischen Folklore, zeitgenössischen osteuropäischen Komponisten, Trip-Hop sowie Sufi-Musik, entwickelte er in den darauffolgenden Jahren eine äußerst eigenständige musikalische Ausdrucksweise.

2006 veröffentlichte Drechsler mit Humans & Places sein erstes Album unter eigenem Namen, auf dem er unter anderem mit dem norwegischen Pianisten Tord Gustavsen zusammenarbeitete. Seitdem veröffentlicht er regelmäßig unter eigenem Namen Alben in unterschiedlichen Besetzungen. Dazu zählen unter anderem das Ulrich Drechsler Cello Quartett, sein Duo mit dem italienischen Pianisten Stefano Battaglia oder seine Zusammenarbeit mit der iranischen Sufi-Sängerin Sahar Lotfi und ihrem Mann, dem Kamantsche-Virtuosen Samer Habibi. Daneben komponiert und produziert er Filmmusik für Dokumentar- und Spielfilme.

Seit 2020 veröffentlicht Ulrich Drechsler seine Musik in Form der drei stilistisch unterschiedlichen Einzelprojekte Caramel, Chrome und Azure auf der von ihm gegründeten Plattform Liminal Zone. Die Plattform umfasst darüber hinaus das Plattenlabel Liminal Zone Records, mehrere Konzertreihen und Kuratierungen.

Drechsler verbindet seine Einflüsse aus Kunstmusik, Jazz, elektronischer Club Musik, Neoklassizismus und Volksmusik zu einer eingängigen, minimalistischen Musik. Dabei misst er dem Einzelton und dessen Klang eine zentrale Bedeutung bei.

2006: Ulrich Drechsler Quartet: Humans & Places (Crackedanegg)

2006: Drechsler: Fortune Cookie (Crackedanegg)

2007: Ulrich Drechsler Trio: Daily Mysteries (Crackedanegg)

2009: Drechsler: The Big Easy (Crackedanegg)

2010: Ulrich Drechsler Cello Quartet: Concinnity (Enja/Yellowbird)

2012: Ulrich Drechsler Trio: Beyond Words (Enja/Yellowbird)

2015: Ulrich Drechsler & Stefano Battaglia: Little Peace Lullaby (Enja/Yellowbird)

2019: Entireness (Single, Enja/Yellowbird)

2019: Lucidity (Single, Enja/Yellowbird)

2020: Infinity (Single, Enja/Yellowbird)

2020: Caramel Reimagined (Liminal Zone Records)

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