An diesem Tag

U 575

Deutsches Unterseeboot im Zweiten Weltkrieg

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U 575 war ein deutsches U-Boot vom Typ VII C, das im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Kriegsmarine eingesetzt wurde.

Das Boot versenkte während seiner Feindfahrten neun Schiffe (davon ein Kriegsschiff) und beschädigte drei weitere mit insgesamt 66.802 BRT. Im März 1944 wurde es von mehreren Wasserbomben getroffen und versenkt, wobei 17 Besatzungsmitglieder starben und 37 Mann gerettet werden konnten.

Am Turm trug U 575 ab Sommer 1943 als Abzeichen einen Liliputaner in Anlehnung an das Lokal „Liliput“ auf der Hamburger Reeperbahn. Diesen trug zudem die Besatzung auch als Mützenabzeichen in einer Ausführung aus Kunststoff. Das Wappen der Stadt Dornbirn, Patenstadt des Bootes, war ebenfalls am Turm aufgemalt. Als weiteres Zeichen der Verbundenheit zur Patenstadt trug die Mannschaft rote Halstücher mit dem Stadtwappen Dornbirns. Zusätzlich trug U 575 den „Stier von Scapa Flow“ als Abzeichen der 7. U-Boot-Flottille auf beiden Seiten des Turms.

Der Bauauftrag erfolgte am 8. Januar 1940 (Baunummer 75), die Kiellegung am 1. August 1940 und der Stapellauf am 30. April 1941. Gebaut wurde das Boot von der Werft Blohm & Voss in Hamburg. Die Indienststellung unter dem Kommandanten Kapitänleutnant Günther Heydemann erfolgte am 19. Juni 1941. Anwesend waren u. a. die Bürgermeister und Stadtkämmerer der Städte Hamburg und Dornbirn, der österreichischen Patenstadt von U 575.

Das Boot gehörte in der Zeit vom 19. Juni 1941 bis zum 31. August 1941 der 7. U-Flottille als Ausbildungsboot an, vom 1. September 1941 bis zum 13. März 1944 als Frontboot. Während einer Werftliegezeit von Dezember 1943 bis Februar 1944 wurde das Boot mit einem Schnorchel ausgerüstet.

Das Boot lief unter den Kommandanten Heydemann und – ab September 1943 – Wolfgang Boehmer zu insgesamt zehn Unternehmungen aus. Operationsgebiet war der Nord-, Mittel- und Westatlantik, das Seegebiet um Kuba und die Großen Antillen, sowie Irland und Gibraltar.

Im Nordatlantik vom 8. September bis 9. Oktober 1941. Versenkung des niederländischen Frachters Tuva (4652 BRT) am 2. Oktober 1941. Der neutrale US-Zerstörer Winslow wurde aus dem Geleit des Konvois ON.20 entlassen, um die Besatzung der Tuva zu bergen. Winslow fand das schwer beschädigte Schiff, auf einen U-Boot-Kontakt hin drehte sie bei und unternahm sofort einen Angriff mit Wasserbomben, während die Tuva sank. Die Überlebenden der Tuva wurden erst nach mehr als einer Stunde vom kanadischen Zerstörer St. Croix aufgenommen. U 575 erlitt durch die Wasserbombenjagd keinerlei Schäden.

Am 9. Oktober 1941 in den Hafen von Saint-Nazaire eingelaufen.

Etmal ü.W. 4.776,70 sm (94,4 %)

größtes Etmal ü.W: 292 sm am 8. Oktober 1941

größtes Etmal u.W: 36,3 sm am 12. September 1941

Getaucht: 7.029 Minuten; 117,15 Stunden: 4,88 Tage (15,3 %)

Vom 9. November bis 17. Dezember 1941: Anmarsch zunächst auf Neufundland, dann Befehlsänderung: Gibraltar zur Unterstützung von Rommels Afrikakorps. Am 1. Dezember 1941 stieß U 575 bei 35°40´N/24°00´W auf den neutralen amerikanischen Tanker Astral. Er kam aus Aruba/Venezuela und war auf dem Weg nach Lissabon mit einer Fracht von 78.200 Barrel Benzin und Kerosin. Die Astral wurde einige Stunden lang verfolgt, um in eine günstige Schussposition zu kommen. Als Heydemann aber das amerikanische Nationalitätenzeichen erkannte, ließ er die Astral unbehelligt weiterfahren.

Wegen Schäden kehrte das Boot zurück nach Saint-Nazaire. Unterwegs wurden in Vigo, Spanien die Vorräte ergänzt.

Etmal ü.W. 5.508,80 sm (94,8 %)

größtes Etmal ü.W: 354 sm am 30. November 1941

größtes Etmal u.W: 37 sm am 10. Dezember 1941

Getaucht: 6.841 Minuten; 114,02 Stunden; 4,75 Tage (12,2 %)

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