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Traute Richter (Schauspielerin)

Deutsche Schauspielerin

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Edeltraut Antonia Richter (* 30. März 1924 in Alt-Rohlau, Tschechoslowakei; † 15. September 1986 in Dresden) war eine deutsche Schauspielerin. Sie gehört zu den 100 bedeutenden Dresdner Persönlichkeiten, welche die Dresdner Neuesten Nachrichten Ende 2000 ermittelt hat.

Sie besuchte das Max-Reinhardt-Seminar in Wien von 1940 bis 1942 und erhielt 1942 ihr erstes Engagement am Staatstheater Dresden. Nach der Theaterschließung 1944 musste sie als Rüstungsarbeiterin in einer Schlosserei arbeiten. Von 1945 bis 1946 half sie als Trümmerfrau mit, das Schauspielhaus Dresden zu enttrümmern. – In der Bombennacht vom 13. Februar 1945 hat sie ihre Heimstatt in Dresden-Altstadt, Lüttichaustraße verloren.

Von 1946 bis 1949 war sie am Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau tätig, von 1949 bis zu ihrem Tode gehörte sie dem Staatsschauspiel Dresden an, wo sie seit 1984 Ehrenmitglied war.

Richter verstand sich als Erbin von Madame de Stael, Caroline Schlegel, Louise Labé und Elizabeth Barrett Browning. Sie setzte sich vehement für die Rechte der Frauen gemäß dem Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Leistung“ ein. Da die Staatsmacht der ehemaligen DDR dem nicht nachkam, lehnte sie z. B. die Teilnahme an einem Meeting des Staatsschauspiels Dresden anlässlich des 1. Mai 1972 ab.

Neben der schauspielerischen Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar erhielt sie eine musikalische Ausbildung. Ihr größter Wunsch war, in diesem Fach auf der Bühne zu stehen. Die Rusalka in tschechisch von Antonín Dvořák wurde ihr verwehrt, nur einmal als Gräfin vom Naschmarkt in dem gleichnamigen Musical konnte sie brillieren.

Für den Dresdner Maler Ernst Hassebrauk stand sie Mitte der 1950er Jahre für eine Kreidezeichnung Porträt.

In der Tageszeitung „Dresdner Neueste Nachrichten“ wurde sie im Jahre 2000 zu einer der „100 Dresdner des 20. Jahrhunderts“ gewählt. – In Dresden-Klotzsche wurde 2006 die Traute-Richter-Straße () nach ihr benannt.

Ihre wichtigste Bühnenrolle, die sie über 300 Mal spielte, war Frau Charlotte von Stein in

„Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“ von Peter Hacks. Sie verkörperte diese Figur in der Uraufführung am 20. März 1976 im Kleinen Haus des Staatstheaters Dresden.

Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker – (Frl. Doktor Mathilde von Zahnd)

Friedrich Schiller: Kabale und Liebe – (Lady Milford)

Friedrich Schiller: Maria Stuart – (Königin Elisabeth von England)

William Shakespeare: Macbeth – (Lady Macbeth)

William Shakespeare: Romeo und Julia – (Julia)

William Shakespeare: Troilus und Cressida – (Cassandra)

Zu weiteren der über 100 Rollen in ihren rund 40 Bühnenjahren zählen:

1951: Boris Djacenko: Dschungel (Tao) – Regie: Paul Lewitt

1951: William Shakespeare: Viel Lärm um nichts – Regie: Paul Lewitt

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